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2021AMS: Drei Milliarden Euro für Corona-Folgen

In den Mitteln für das AMS ist auch eine Reserve vorgesehen, falls die Kurzarbeit wieder steigt.

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AMS-Vorstand Johannes Kopf
AMS-Vorstand Johannes Kopf © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Das Arbeitsmarktservice (AMS) bekommt 2021 ein Förderbudget von 4,5 Milliarden Euro. Davon entfallen jeweils ein Drittel auf Corona-Kurzarbeit, das "normale" Budget und eine Reserve für den Fall, dass die Corona-Kurzarbeit noch aufgestockt werden muss. Im Grundbudget sind unter anderem auch 428 Millionen Euro für Aus- und Weiterbildungen im Rahmen der Corona-Joboffensive vorgesehen, teilte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Mittwoch nach dem AMS-Verwaltungsrat mit.

Mit dem heute beschlossenen Budget und den festgelegten arbeitsmarktpolitischen Zielen sei das AMS "gut vorbereitet, um Arbeitsplätze zu sichern und offene Stellen zu besetzen. Dem AMS steht mehr Geld denn je für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung", so Aschbacher in der Aussendung.

Budget aufgestockt

Für das heurige Jahr 2020 hatte das AMS-Budget ursprünglich 1,2 Milliarden Euro betragen, wurde aber im Laufe der Coronapandemie für Kurzarbeitsmaßnahmen um 12 Milliarden Euro auf 13,2 Milliarden aufgestockt. Das Budget stellt die zulässigen maximalen Auszahlungen dar, nicht die tatsächlichen Leistungen. Wie viel Geld heuer für Kurzarbeit nötig wird, wird sich erst nach der Abrechnung zeigen.

Für 2021 liegen Schwerpunkte der AMS-Arbeit auf der Corona-Joboffensive, inklusive Arbeitsstiftungen. 310 Millionen Euro stehen für die Erreichung der arbeitsmarktpolitischen Ziele des AMS zur Verfügung. Inhaltliche Schwerpunkte liegen unter anderem auf Jugendbeschäftigung, auf Frauenförderung und auf Qualifizierungsmaßnahmen, besonders in den Bereichen Digitalisierung, MINT, Gesundheit und Pflege sowie Nachhaltigkeit.

Im einzelnen sind 165 Millionen Euro für das Programm 50+ für ältere Arbeitslose vorgesehen, 105 Millionen Euro für das Programm "NAL", um Langzeitarbeitslose zu unterstützen, 60,5 Millionen Euro für Frauenprogramme, wie zum Beispiel "Frauen in die Technik", 18 Millionen Euro für die Berufsorientierung und die Weiterqualifizierung von Beschäftigten, rund 15 Millionen Euro für arbeitsplatznahe Qualifizierungen und 9 Millionen Euro für Fachkräftestipendien.

 

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