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Kolumne vom BörsenparkettLogbuch eines Börsianers: Inflation, steigende Zinsen? Nervosität steigt

In seinem wöchentlichen "Logbuch eines Börsianers" bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

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Josef Obergantschnig
Josef Obergantschnig © © Ethico
 

Josef Obergantschnig ist Präsident des Wirtschaftsethikklubs Ethico und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen. In seinem "Logbuch eines Börsianers" schildert der erfahrene Kapitalmarktexperte für die "Kleine Zeitung" seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in diesem - auch auf dem Börsenparkett - ereignisreichen Zeiten und zieht jeweils eine Wochenbilanz.

Samstag, 19. Juni: Guter Rat ist teuer

Es ist Sommer. Es ist brütend heiß und wie im Vorjahr kommt es zu einer deutlichen Entspannung an der Corona-Front. Das betrifft nicht nur Österreich, sondern nahezu die ganze Welt. Unsere Regierung hat verkündet, dass die Sperrstunde fällt, die Nachtgastronomie wieder öffnen darf und ab Juli keine Maskenpflicht in Kultureinrichtungen, Sportstätten und in der Gastronomie mehr gilt.

Am Mittwoch dieser Woche beherrschte die US-Notenbank die Finanzschlagzeilen. Der expansive Kurs wird trotz der hohen Inflationszahlen und der merkbaren Erholung der Wirtschaft fortgesetzt. Der Leitzins bleibt auf dem Rekordtief und auch die Wertpapierkäufe in der Höhe von 120 Milliarden Dollar pro Monat werden bis auf weiteres fortgesetzt.

Buchtipp

Der Finanzmarktexperte Josef Obergantschnig hat die dramatischen Entwicklungen an den Börsen ab März in Form eines – auch via Kleine Zeitung online geführten – Tagebuchs
festgehalten.

Seine pointierten und hintergründigen Kolumnen sind unter dem Titel „Tagebuch eines Börsianers – Corona Crash 2020 – Wie alles begann“ nun auch in Buchform erschienen (SCEN.Zeitwertverlag.ruhr; 500 Seiten; 20,20 Euro).

Hier geht's zum Video Buchpräsentation

Die Fed bleibt also noch im Krisenmodus. Die Notenbanker beginnen aber auch langsam, auf ein Ende der massiven Geldflut hinzuweisen. Das wird behutsam gemacht, da die Währungshüter diesen Schritt erst für 2023 planen. Auch wenn Fed-Präsident Jerome Powell vehement darauf hinwies, dass die Marktteilnehmer aus den Prognosen keinen festen Zeitplan ableiten können, scheint die Nervosität doch spürbar gestiegen zu sein. Die Inflation in den USA stieg im Mai auf fünf Prozent. Powell versuchte, in diesem Zusammenhang zu beruhigen und sprach von einem „vorübergehenden Phänomen“. Vom Arbeitsmarkt wird kein inflationärer Druck ausgelöst. Durch die starke Wirtschaft werden zwar viele Jobs geschaffen, von einer Vollbeschäftigung und einem damit verbundenen Preisauftrieb sei man aber noch weit entfernt.

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Danke für Ihr Verständnis.

robertrr
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Phillips Kurve

Die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auch wirklich wertschöpfend sind, wird spätestens nach der Corona Krise explodieren. Das ist ein gesellschaftliches Problem, dass wir keine Leute mehr finden die echte Arbeit verrichten.

TrailandError
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Wie deppert is die Menschheit

geworden..... die da alle spekulieren bilden sich nich ein das sei reelle Arbeit und trägt zur gesunden Wirtschaft bei?! Einige Wenige bekommen viel Geld auf Kosten vieler Sparer-abartig!!!

LaPantera69
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Marktanalyse

Ich würde mir eher eine wöchentliche Analyse des Marktes erwarten, und keinen Schwank aus dem Leben...

duerni
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Sell in May and go away ........

. das kann ich aber erst, wenn ich vorher gekauft hatte. Aktien und Anleihen sind aktuell ohnehin das einzige Mittel gegen Kaufkrafteinbuse des Ersparten. Dass Aktien etc. immer mit Risiko verbunden sind und die Börse 2020 - covidbedingt - ohnehin alle Regeln ausser Kraft gesetzt wissen wir.
Dieser Artikel ist entbehrlich - er sagt nur Triviales, das jeder weiß, der sich mit der Börse beschäftigt. Was wichtig wäre ist, der Bevölkerung ein Grundwissen über die Geldanlage an der Börse zu vermitteln, um Angst vor Verlusten zu nehmen.
Das sollte in der Mittelschule beginnen!

joiedevivre
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Fondsparen ist das Stichwort

Das Sparbuch ist tot. Wer Geld durch die Inflation verlieren möchte der kann es dort anlegen.
An investieren in Aktien, breit gestreut in einem Fonds führt kein Weg vorbei.

Als Tipp sei hier das Fintech Startup Own360 genannt.

zweigerl
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Zockergeneration

Diese "Bildung" scheint mir gleichfalls entbehrlich, da sie das Zeug hat, nicht mehr wirkliche Bildung zu vermitteln, sondern eine Zockergeneration zu züchten, die wirklich des Glaubens ist, nicht die Real-, sondern die Börsenwirtschaft besitze eine ökonomische Effizienz.

pescador
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zweigerl

Geld in Aktien zu veranlagen hat mit zocken nichts zu tun. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es eben Finanzbildung.

heku49
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Sehr richtig! Aber sich ein breites Basiswissen vor dem Handeln mit Aktien

aneignen ist wichtig!
Etwas leichter der Einstieg ins Fondssparen.....aber zum Aufbau eines kleinen Vermögens gut geeignet....und der Start ist mit 30 Euros im Monat möglich....