Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Kolumne vom BörsenparkettLogbuch eines Börsianers: In der Krise trennt sich die Spreu vom Weizen

In seinem wöchentlichen "Logbuch eines Börsianers" bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Josef Obergantschnig
Josef Obergantschnig © © Ethico
 

Josef Obergantschnig ist Präsident des Wirtschaftsethikklubs Ethico und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen. In seinem "Logbuch eines Börsianers" schildert der erfahrene Kapitalmarktexperte für die "Kleine Zeitung" seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in diesem - auch auf dem Börsenparkett - ereignisreichen Zeiten und zieht jeweils eine Wochenbilanz.

Samstag, 31. Juli: Größte Fehler passieren in guten Zeiten

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Das trifft nicht nur auf unser Privatleben, sondern auch auf die Finanzmärkte zu. Von wegen Krise. In vielen Asset-Klassen befinden wir uns am oder zumindest nahe den Höchstständen. Dieser Tage ist es einfach, ein Investor zu sein. Die Spreu vom Weizen trennt sich in der Krise. Die größten Fehler werden in guten und nicht in schlechten Zeiten gemacht. Einfach deshalb, weil wir in Boom-Phasen dazu neigen, unsere Risikobereitschaft zu erhöhen. Insofern sind für mich die Sommerwochen traditionell auch der Zeitpunkt, meine Risikoneigung und meine Vermögensaufteilung (Asset-Allocation) zu überprüfen.
 
Spannend finde ich auch eine Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF), in welcher die BIP-Prognosen 2024 aus vom Jänner 2020 und von heute verglichen werden. Laut IWF haben die Staaten bisher 16 Billionen US-Dollar an Unterstützungspaketen locker gemacht. Die Defizite erreichen in vielen Ländern den höchsten Wert seit dem 2. Weltkrieg. Auf Basis der „Prognose-Differenz“ zwischen 2020 und heute ergibt sich ein „theoretischer“ Output-Verlust von 15 Billionen US-Dollar oder 2,8 Prozent des BIPs für 2024.

Kommentare (8)
Kommentieren
robertrr
1
31
Lesenswert?

Phillips Kurve

Die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auch wirklich wertschöpfend sind, wird spätestens nach der Corona Krise explodieren. Das ist ein gesellschaftliches Problem, dass wir keine Leute mehr finden die echte Arbeit verrichten.

TrailandError
8
23
Lesenswert?

Wie deppert is die Menschheit

geworden..... die da alle spekulieren bilden sich nich ein das sei reelle Arbeit und trägt zur gesunden Wirtschaft bei?! Einige Wenige bekommen viel Geld auf Kosten vieler Sparer-abartig!!!

LaPantera69
10
12
Lesenswert?

Marktanalyse

Ich würde mir eher eine wöchentliche Analyse des Marktes erwarten, und keinen Schwank aus dem Leben...

duerni
7
60
Lesenswert?

Sell in May and go away ........

. das kann ich aber erst, wenn ich vorher gekauft hatte. Aktien und Anleihen sind aktuell ohnehin das einzige Mittel gegen Kaufkrafteinbuse des Ersparten. Dass Aktien etc. immer mit Risiko verbunden sind und die Börse 2020 - covidbedingt - ohnehin alle Regeln ausser Kraft gesetzt wissen wir.
Dieser Artikel ist entbehrlich - er sagt nur Triviales, das jeder weiß, der sich mit der Börse beschäftigt. Was wichtig wäre ist, der Bevölkerung ein Grundwissen über die Geldanlage an der Börse zu vermitteln, um Angst vor Verlusten zu nehmen.
Das sollte in der Mittelschule beginnen!

joiedevivre
13
7
Lesenswert?

Fondsparen ist das Stichwort

Das Sparbuch ist tot. Wer Geld durch die Inflation verlieren möchte der kann es dort anlegen.
An investieren in Aktien, breit gestreut in einem Fonds führt kein Weg vorbei.

Als Tipp sei hier das Fintech Startup Own360 genannt.

zweigerl
27
37
Lesenswert?

Zockergeneration

Diese "Bildung" scheint mir gleichfalls entbehrlich, da sie das Zeug hat, nicht mehr wirkliche Bildung zu vermitteln, sondern eine Zockergeneration zu züchten, die wirklich des Glaubens ist, nicht die Real-, sondern die Börsenwirtschaft besitze eine ökonomische Effizienz.

pescador
16
44
Lesenswert?

zweigerl

Geld in Aktien zu veranlagen hat mit zocken nichts zu tun. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es eben Finanzbildung.

heku49
2
18
Lesenswert?

Sehr richtig! Aber sich ein breites Basiswissen vor dem Handeln mit Aktien

aneignen ist wichtig!
Etwas leichter der Einstieg ins Fondssparen.....aber zum Aufbau eines kleinen Vermögens gut geeignet....und der Start ist mit 30 Euros im Monat möglich....