Kolumne vom BörsenparkettLogbuch eines Börsianers: Grüne Finanzströme, Aliens und Grappa

In seinem wöchentlichen "Logbuch eines Börsianers" bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

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Josef Obergantschnig
Josef Obergantschnig © © Ethico
 

Josef Obergantschnig ist Präsident des Wirtschaftsethikklubs Ethico und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen. In seinem "Logbuch eines Börsianers" schildert der erfahrene Kapitalmarktexperte für die "Kleine Zeitung" seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in diesem - auch auf dem Börsenparkett - ereignisreichen Zeiten und zieht jeweils eine Wochenbilanz.

Samstag, 25. September: Das Geld und der Klimawandel

Die Finanzmärkte werden immer grüner. Die Branche zeigt wieder einmal eine Vorreiterrolle. Wenn man sich die Nachhaltigkeitsberichte vieler Anbieter zu Gemüte führt, kommt es einem so vor, als wimmle es nur so von Pionieren. Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Darüber ist man sich in der Wissenschaft nahezu flächendeckend einig. Geld regiert die Welt. Insofern ist es naheliegend, die Finanzströme in eine nachhaltige Richtung zu lenken. Um Risiken zu beziffern, müssen im Wesentlichen zwei Punkte geklärt werden, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen (Impact) im Falle des Eintritts. Natürlich ist es zumindest theoretisch möglich, dass ein Alien mir einen Asteroiden auf den Kopf wirft. Die Auswirkungen für mich wären mit Sicherheit fatal. Fürchten brauche ich mich aber auch ohne Aluhut nicht davor.

Ähnlich geht auch das World Economic Forum bei der Erstellung seiner Risikolandkarte vor. Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zerbrechen sich über die großen Gefahrenherde die Köpfe und berücksichtigen dabei die Auswirkungen und die Eintrittswahrscheinlichkeit. In der Risikolandkarte 2021 wird der Impact beim Einsatz von Massenvernichtungswaffen weniger stark eingeschätzt als die Auswirkungen des Klimawandels. Die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges wird aktuell als höchst unwahrscheinlich gesehen. Beim Klimawandel gilt das Negativszenario aber als äußerst wahrscheinlich. Na bumm!

Kommentare (11)
robertrr
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Phillips Kurve

Die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auch wirklich wertschöpfend sind, wird spätestens nach der Corona Krise explodieren. Das ist ein gesellschaftliches Problem, dass wir keine Leute mehr finden die echte Arbeit verrichten.

TrailandError
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Wie deppert is die Menschheit

geworden..... die da alle spekulieren bilden sich nich ein das sei reelle Arbeit und trägt zur gesunden Wirtschaft bei?! Einige Wenige bekommen viel Geld auf Kosten vieler Sparer-abartig!!!

melahide
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Das ist

die Welt die sich die „Mächtigen“ erschaffen haben. Und immer wenn von Links jemand schreit „höhere Steuern auf Kapitalerträge, Vermögen“ nimmt der brave Hackler die armen Aktionäre, die sich an seiner Arbeitskraft dumm und dämlich verdienen, auch noch in Schutz! „Brauch ma nicht“

LaPantera69
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Marktanalyse

Ich würde mir eher eine wöchentliche Analyse des Marktes erwarten, und keinen Schwank aus dem Leben...

duerni
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Sell in May and go away ........

. das kann ich aber erst, wenn ich vorher gekauft hatte. Aktien und Anleihen sind aktuell ohnehin das einzige Mittel gegen Kaufkrafteinbuse des Ersparten. Dass Aktien etc. immer mit Risiko verbunden sind und die Börse 2020 - covidbedingt - ohnehin alle Regeln ausser Kraft gesetzt wissen wir.
Dieser Artikel ist entbehrlich - er sagt nur Triviales, das jeder weiß, der sich mit der Börse beschäftigt. Was wichtig wäre ist, der Bevölkerung ein Grundwissen über die Geldanlage an der Börse zu vermitteln, um Angst vor Verlusten zu nehmen.
Das sollte in der Mittelschule beginnen!

joiedevivre
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Fondsparen ist das Stichwort

Das Sparbuch ist tot. Wer Geld durch die Inflation verlieren möchte der kann es dort anlegen.
An investieren in Aktien, breit gestreut in einem Fonds führt kein Weg vorbei.

Als Tipp sei hier das Fintech Startup Own360 genannt.

melahide
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Own360

Hab ich auch seit ähhh… 2019 hab ich das probiert. Geht immer schön rauf und runter. Man weiß dann bald, wann man kaufen und wann man verkaufen muss …

zweigerl
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Zockergeneration

Diese "Bildung" scheint mir gleichfalls entbehrlich, da sie das Zeug hat, nicht mehr wirkliche Bildung zu vermitteln, sondern eine Zockergeneration zu züchten, die wirklich des Glaubens ist, nicht die Real-, sondern die Börsenwirtschaft besitze eine ökonomische Effizienz.

pescador
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zweigerl

Geld in Aktien zu veranlagen hat mit zocken nichts zu tun. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es eben Finanzbildung.

heku49
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Sehr richtig! Aber sich ein breites Basiswissen vor dem Handeln mit Aktien

aneignen ist wichtig!
Etwas leichter der Einstieg ins Fondssparen.....aber zum Aufbau eines kleinen Vermögens gut geeignet....und der Start ist mit 30 Euros im Monat möglich....

melahide
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30 Euro im Monat

möglich. Dann lege Sie im Jahr heiße 360 Euro auf die Seite. Ein sehr kleines Vermögen ..