Kolumne vom BörsenparkettLogbuch eines Börsianers: Facebooks "Metaverse" und der Fall der Credit-Suisse-Aktie

In seinem wöchentlichen "Logbuch eines Börsianers" bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

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Josef Obergantschnig
Josef Obergantschnig © © Ethico
 

Josef Obergantschnig ist Präsident des Wirtschaftsethikklubs Ethico und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen. In seinem "Logbuch eines Börsianers" schildert der erfahrene Kapitalmarktexperte für die "Kleine Zeitung" seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in diesem - auch auf dem Börsenparkett - ereignisreichen Zeiten und zieht jeweils eine Wochenbilanz.

Samstag, 23. Oktober: Das "Metaverse" und sein Charme

Heute Morgen bin ich schlaftrunken über die Spielekonsole meiner Kinder gestolpert. Unfassbar, nicht wahr! Warum haben Kinder die schreckliche Angewohnheit, die Dinge einfach liegen zu lassen. Selbst an Plätzen, die für einen Mann in meinem Alter ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial bedeuten. Als ich die Konsole aufhebe und im Schrank verstaue, muss ich schmunzeln. Der Ärger ist verraucht und ich fühle mich in längst vergangene Tage zurückversetzt.

Damals, nur mit vertauschten Rollen. Auch ich habe meine Eltern damit genervt. Allerdings nicht mit Konsolen, diese gab es in dem prähistorischen Zeitalter meiner Kindheit noch gar nicht. Insgeheim freue ich mich, dass wahrscheinlich auch meine Kinder eines fernen Tages über das Spielzeug meiner ungeborenen Enkel stolpern werden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es sich bei diesem Gegenstand nicht um eine Konsole, sondern um eine Virtual-Reality-Brille handelt. Facebook arbeitet bereits fieberhaft an einer Version mit dem klingenden Namen „Metaverse“. Dabei geht es um eine Verschmelzung von physischer und virtueller Realität. Facebook-Gründer Zuckerberg spricht bereits von einem „verkörperten“ Internet. Der User sieht sich nicht nur die Inhalte an, sondern kann sie auch virtuell erleben.

Damit kann ich mit meiner virtuellen Brille die USA bereisen, in der Steppe mit einem Wolf tanzen oder auch im Schwimmbad vom 10-Meter-Turm springen. Und alles bequem von zuhause aus. Das Erlebnis wird real, selbst wenn man als User nicht ins erfrischende Wasser eintaucht. Spannend finde ich auch, dass Zuckerberg davon spricht, tausende Arbeitsplätze in Europa schaffen zu wollen, um das Projekt „Metaverse“ weiterzubringen. Man spricht von einem „Vertrauensbeweis“ für die Stärke der europäischen Tech-Industrie. Häh? Echt jetzt? Habe ich da etwas verpasst?

Kommentare (11)
robertrr
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Phillips Kurve

Die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auch wirklich wertschöpfend sind, wird spätestens nach der Corona Krise explodieren. Das ist ein gesellschaftliches Problem, dass wir keine Leute mehr finden die echte Arbeit verrichten.

TrailandError
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Wie deppert is die Menschheit

geworden..... die da alle spekulieren bilden sich nich ein das sei reelle Arbeit und trägt zur gesunden Wirtschaft bei?! Einige Wenige bekommen viel Geld auf Kosten vieler Sparer-abartig!!!

melahide
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Das ist

die Welt die sich die „Mächtigen“ erschaffen haben. Und immer wenn von Links jemand schreit „höhere Steuern auf Kapitalerträge, Vermögen“ nimmt der brave Hackler die armen Aktionäre, die sich an seiner Arbeitskraft dumm und dämlich verdienen, auch noch in Schutz! „Brauch ma nicht“

LaPantera69
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Marktanalyse

Ich würde mir eher eine wöchentliche Analyse des Marktes erwarten, und keinen Schwank aus dem Leben...

duerni
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Sell in May and go away ........

. das kann ich aber erst, wenn ich vorher gekauft hatte. Aktien und Anleihen sind aktuell ohnehin das einzige Mittel gegen Kaufkrafteinbuse des Ersparten. Dass Aktien etc. immer mit Risiko verbunden sind und die Börse 2020 - covidbedingt - ohnehin alle Regeln ausser Kraft gesetzt wissen wir.
Dieser Artikel ist entbehrlich - er sagt nur Triviales, das jeder weiß, der sich mit der Börse beschäftigt. Was wichtig wäre ist, der Bevölkerung ein Grundwissen über die Geldanlage an der Börse zu vermitteln, um Angst vor Verlusten zu nehmen.
Das sollte in der Mittelschule beginnen!

joiedevivre
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Fondsparen ist das Stichwort

Das Sparbuch ist tot. Wer Geld durch die Inflation verlieren möchte der kann es dort anlegen.
An investieren in Aktien, breit gestreut in einem Fonds führt kein Weg vorbei.

Als Tipp sei hier das Fintech Startup Own360 genannt.

melahide
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Own360

Hab ich auch seit ähhh… 2019 hab ich das probiert. Geht immer schön rauf und runter. Man weiß dann bald, wann man kaufen und wann man verkaufen muss …

zweigerl
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Zockergeneration

Diese "Bildung" scheint mir gleichfalls entbehrlich, da sie das Zeug hat, nicht mehr wirkliche Bildung zu vermitteln, sondern eine Zockergeneration zu züchten, die wirklich des Glaubens ist, nicht die Real-, sondern die Börsenwirtschaft besitze eine ökonomische Effizienz.

pescador
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zweigerl

Geld in Aktien zu veranlagen hat mit zocken nichts zu tun. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es eben Finanzbildung.

heku49
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Sehr richtig! Aber sich ein breites Basiswissen vor dem Handeln mit Aktien

aneignen ist wichtig!
Etwas leichter der Einstieg ins Fondssparen.....aber zum Aufbau eines kleinen Vermögens gut geeignet....und der Start ist mit 30 Euros im Monat möglich....

melahide
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30 Euro im Monat

möglich. Dann lege Sie im Jahr heiße 360 Euro auf die Seite. Ein sehr kleines Vermögen ..