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Minus 11,7 % im 1. HalbjahrNach Einbruch: Erste Erholungszeichen im Außenhandel

Rückgang für Österreichs Exporteure im Juni nicht mehr so stark, Zulieferer leiden jedoch nach wie vor. Deutlich mehr Importe aus der Schweiz. Größte Rückgänge im Außenhandel mit Deutschland.

© (c) Jonn Rübcke - Fotolia
 

Die Coronabekämpfungsmaßnahmen haben dem heimischen Außenhandel einen ordentlichen Dämpfer versetzt. Im ersten Halbjahr 2020 gingen die Exporte um 11,7 Prozent auf 68,5 Milliarden Euro zurück, die Importe schrumpften um 13 Prozent auf 69,7 Milliarden Euro. Es gibt aber bereits erste Erholungsanzeichen, wie die Statistik Austria am Dienstag mitteilte. Im Juni fiel das Minus etwas geringer aus.

"Rückgänge sind zwar weiterhin deutlich, aber sie fallen mit rund 5 Prozent schwächer aus als in den Coronamonaten März bis Mai 2020", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Die Einfuhren beliefen sich im Juni auf 11,6 Mrd. Euro, die Ausfuhren auf 11,5 Milliarden Euro. Weniger exportiert wurde insbesondere nach Italien und Ungarn, weniger importiert von Deutschland.

Größte Rückgänge im Außenhandel mit Deutschland

"Bei Österreichs wichtigstem Handelsgut - den Maschinen und Fahrzeugen - gingen im Juni 2020 sowohl Importe als auch Exporte allerdings noch um rund 9 Prozent zurück", erklärte der Statistik-Chef. Die Halbjahresbilanz des Außenhandels haben vor allem die Coronamonate im Frühling verhagelt; im April und Mai sackten die Aus- und Einfuhren um jeweils rund ein Viertel ab. Von Jänner bis Juni verringerte sich das Defizit der Handelsbilanz auf 1,14 Milliarden Euro, nach 2,44 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2019.

Die absolut größten Rückgänge gab es mit dem wichtigsten Handelspartner Deutschland. Deutlich weniger österreichische Waren wurden auch in die USA, nach Italien, Großbritannien und Ungarn geliefert. Importseitig schrumpfte der Warenverkehr mit den USA, Italien, Tschechien und Großbritannien besonders stark.

Dagegen nahmen die Importe aus der Schweiz um mehr als 38 Prozent zu, jene aus China um 1,8 Prozent.

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