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Prämien für Handelsangestellte"Die, die in der Krise die Gewinner waren, müssen zahlen"

Gewerkschaft fordert Prämien für Handelsangestellte. Der Slogan, "Koste es, was es wolle", dürfe nicht nur für die Wirtschaft gelten. Abgesehen davon schloss sich die GPA auch der ÖGB-Forderung nach einem "Corona-Tausender" für alle Beschäftigten in systemrelevanten Berufen an.

Mitarbeiter im Lebensmittelhandel berichten, dass manche Kunden sich negativ verhalten.
Mitarbeiter im Lebensmittelhandel berichten, dass manche Kunden sich negativ verhalten. © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Handelsfirmen, die in der Krise gutes Geld verdienten, sollen ihren Beschäftigten mehr bezahlen, fordert die Gewerkschaft GPA-djp. Gemeint ist insbesondere der Lebensmittelhandel. "Davon würden 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren", sagte Martin Müllauer, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA und Betriebsratsvorsitzender der Buchhandelskette Morawa, am Donnerstag.

Die Idee ist nicht neu. 2009 gab es für die Beschäftigten der Metallindustrie einkommensunabhängig eine Einmalzahlung von 100 bis 250 Euro, die sich nach der Höhe des Betriebsergebnisses (EBIT) des jeweiligen Unternehmens richtete. Etwas Ähnliches wollen die Arbeitnehmervertreter heuer im Herbst bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsangestellten durchsetzen.

Mindestgehalt steigt

Zwei Drittel der Beschäftigten im österreichischen Handel sind weiblich. Das kollektivvertragliche Mindestgehalt für Vollzeitangestellte liegt derzeit im alten Kollektivvertrag bei 1.675 Euro brutto pro Monat, im neuen KV macht es 1.714 Euro brutto aus. Allerdings arbeitet ein Großteil Teilzeit.

"Die, die in der Krise die Gewinner waren, müssen zahlen", so Müllauer. Der Slogan, "Koste es, was es wolle", dürfe nicht nur für die Wirtschaft gelten. Abgesehen davon schloss sich die GPA auch der ÖGB-Forderung nach einem "Corona-Tausender" für alle Beschäftigten in systemrelevanten Berufen an.

Die vier großen Lebensmittelhändler (Rewe, Spar, Hofer und Lidl) bezahlten ihren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen noch im März eine Prämie aus. Das reicht der Gewerkschaft nicht. Inzwischen widerspreche das Verhalten vieler Kunden dem, dass sie während des Lockdowns noch klatschten und die Supermarkt-Beschäftigten als Helden feierten, räumte Müllauer ein.

Auffälliges Kundenverhalten

Eine Befragung unter über 2.000 Handelsangestellten habe "auffällig viele negative Rückmeldungen über unangenehmes Kundenverhalten" zutage gefördert. Die Beschäftigten beschwerten sich darüber, Kunden an die Maskenpflicht sowie den Sicherheitsabstand erinnern zu müssen. Zum Teil seien sie deswegen massiv beschimpft worden. "Es ist nicht Aufgabe der Handelsangestellten, Gesundheits-Sheriff zu spielen", sagte Müllauer.

Ab Freitag muss in Supermärkten nach gut einem Monat Pause wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Befragung der Gewerkschaft, die vergangene Woche durchgeführt wurde, ergab, dass sich zwei Drittel der Beschäftigten im Handel durch die Maskenpflicht für Kunden besonders geschützt fühlen und diese Maßnahme begrüßen. Auch regelmäßiges desinfizieren der Kassen sowie anderer Arbeitsräume, Handschuhe und Plexiglasscheiben werden als ausreichende und gute Schutzmaßnahmen gesehen.

Unter den Beschäftigten selbst ist die Maskenpflicht freilich nicht allzu beliebt. Der Gewerkschaft seien auch Fälle bekannt, wo Beschäftigte aufgrund der erschwerten Atmung durch die Maske kollabiert seien. Daher fordert die GPA eine bezahlte Pause. "Nach einer Tragedauer von 2 Stunden eines Mund-Nasen-Schutzes fordern wir eine verpflichtende und bezahlte Pause von 15 Minuten", sagte Anita Palkovich, die die Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel auf Gewerkschaftsseite führt.

Damit die Pausen überhaupt eingehalten werden können, sei eine Mindestbesetzung in den Filialen notwendig. "Die Filialen sind zu einem großen Teil unterbesetzt", so Palkovich.

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Carina 44
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Na ha

Was ist ist mit den Verkäuferinnen die in kleinen Geschäften arbeiten. Die sehen keinen bonus und . Von den spricht keiner

Church-Hill
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Wenn den Herrschaften das Kundenverhalten

nicht passt, so werden sie eben künftig auf Kunden verzichten müssen...

volkswagen
3
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Churh-Hill

Wo wollen sie sonst Einkaufen? Habe in einem Geschäft am Anfang von Corona beobachtet wie ein Kunde die Kassiererin angehustet hat, zu dieser Zeit war weder Maskenpflicht, weder hat es eine Plexiglasscheibe gegeben. Habe die Kassiererin angesprochen, weshalb sie zu diesen Kunden nichts sagt, sie darf es nicht war die Antwort. Seien sie diesen Angestellten das Geld nicht neidig, sie haben es sich verdient, sonst gehen sie bitte in den Handel arbeiten

esoterl
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Frage

Welche Berufe sind systemrelevant?

Church-Hill
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Politiker vermutlich

NICHT

markus144
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Meiner Ansicht nach...

alle die dafür sorgen, dass die Menschen versorgt sind.

Allen voran Ärzte, Rettung, Feuerwehrleute, Pflegekräfte etc.

Dann natürlich auch alle die dafür sorgen, dass wir Wasser und Strom haben. Aber auch, dass der Müll abgeholt und entsorgt wird (man stelle sich vor was für ein Problem wir da nach einigen Wochen hätten)
Und dann noch die Lebensmittelherstellung und der Vertrieb dieser- eben durch Verkäufer.

Das wären jetzt mal die Berufe die mir auf die Schnelle einfallen würden.
Wobei das natürlich auch reine Ansichtssache ist. Jeder hat eine andere Definition eines wichtigen/ systemrelevanten Berufs.

Sicherheitsfachkraft
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Lieber Markus, mit der netten Notrufnummer

... wie Du vollkommen richtig gepostet hast, .... was Dir auf die Schnelle einfallen würde:
Und ich verspreche Dir, es gibt noch wahnsinnig viele Berufszweige, die ebenfalls Systemrelevant sind!
MitarbeiterInnen von Tankstellen, damit beginnt es und ReinigungsmitarbeiterInnen, damit endet es! Zwischendrinnen sind abertausende ÖsterreicherInnen die als Systemrelevant ihre Arbeit verrichten.
Sperrt einmal irgendwas zu und Ihr werdet sehen wie DRINGEND wir ganz genau das brauchen!

Sicherheitsfachkraft
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Lieber Markus, mit der netten Notrufnummer

... wie Du vollkommen richtig gepostet hast, .... was Dir auf die Schnelle einfallen würde:
Und ich verspreche Dir, es gibt noch wahnsinnig viele Berufszweige, die ebenfalls Systemrelevant sind!
MitarbeiterInnen von Tankstellen, damit beginnt es und ReinigungsmitarbeiterInnen, damit endet es! Zwischendrinnen sind abertausende ÖsterreicherInnen die als Systemrelevant ihre Arbeit verrichten.
Sperrt einmal irgendwas zu und Ihr werdet sehen wie DRINGEND wir ganz genau das brauchen!

esoterl
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Ja

Da stimme ich zu, möchte aber alle Personen, die in der Kinderbetreuung tätig sind, unbedingt dazu nehmen! Denn, würden die KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen nicht die Kleinen betreuen/ lehren/fördern und dabei die Aufsicht über die Kleinen übernehmen, könnten deren Eltern auch nicht im Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit sein!!!

Amadeus005
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Ja, aber in der anderen Reihenfolge

Wer nichts zu Essen hat, dem kann der Arzt auch nicht helfen.

es69
2
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Da

Bin ich neugierig wer das macht