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Kogler für ReformAm Anfang mehr Arbeitslosengeld, später weniger

Vizekanzler Werner Kogler will auch "gerechtere" Kurzarbeit. Er denkt Arbeitsstiftungen für Stadthotellerie an, damit Mitarbeiter umsatteln können - nicht aber bei Eventbranche. Kritik kommt von der SPÖ.

© Butch - Fotolia
 

Der Vizekanzler und grüne Parteichef Werner Kogler spricht sich für eine Reform des Arbeitslosengeldes aus. "Wir wollen schon länger - und ich denke die ÖVP auch - eine sogenannte degressive Variante, wo man am Anfang mehr bekommt und später weniger", sagt er im "Kurier" (Sonntag). Es könne aber auch am aktuellen System aufgesetzt und monatlich 150 Euro mehr ausbezahlt werden - 450 Euro im Quartal.

"Und die Kurzarbeit muss gerechter werden und die richtigen Anreize schaffen", sagt Kogler zur neuen Corona-Kurzarbeit, die ab September gelten soll und an der die Sozialpartner derzeit feilen. "Jetzt ist es ja relativ egal, ob du vom Arbeitszeitpensum 20 oder 80 Prozent arbeitest. Am Schluss kommt immer das gleiche Geld raus."

Beim neuen Modell werde es "ein Mix aus der alten Industriekurzarbeit und der - für jetzt - so passenden Corona-Kurzarbeit sein. Wichtig ist uns Grünen die Einbindung der Sozialpartner, die während Corona eine Renaissance erlebt hat."

Positive Angebote durch Arbeitsstiftungen

Ein weiterer Punkt sind für Kogler die Arbeitsstiftungen. "Man muss so ehrlich sein, dass es Branchen geben wird, die auch in ein bis zwei Jahren nicht mehr so viele Jobs brauchen werden wie vor Corona." Es werde um die Stadthotellerie gehen. "Hier könnte man mit Arbeitsstiftungen positive Angebote schaffen. In der Eventbranche sehe ich es anders." Dort müsse so geholfen werden, dass die Event- und Veranstaltungsunternehmen in ihrer Eigentümerstruktur überlebten.

"Da wird gerade daran gearbeitet, dass die Eigentümer ihren Unternehmerlohn und weiter laufende Kosten bekommen. In der Eventbranche bin ich mir sicher, ist Corona einmal überwunden, wird der Bedarf an Arbeitskräften wieder schnell steigen." Beim Städtetourismus glaubt der Politiker aber an "einen jahrelangen Nachhall": "Hier soll man eben über Arbeitsstiftungen die Möglichkeit schaffen, dass die Menschen umsatteln können."

Aus dem Zeitungsinterview ging auch hervor, dass Kogler nichts von Hearings für Aufsichtsratsjobs für staatsnahe Unternehmen hält.

SPÖ: Kogler ignoriert Frauen und Jugendliche

Die SPÖ hat Kogler hart für dessen Wunsch nach einem degressiven Modell beim Arbeitslosengeld kritisiert. Einmal mehr bekräftigten die Sozialdemokraten ihre Forderung, wonach das Arbeitslosengeld auf 70 Prozent des Letzteinkommens gesteigert werden solle. Vize-Klubchef Jörg Leichtfried urgierte zudem Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen.

"Kogler redet zwar von Arbeitslosigkeit, nimmt dabei aber mit keiner Silbe die Jugendlichen oder Frauen in den Mund. Dabei sind gerade sie es, die von Arbeitslosigkeit besonders betroffen sind", so Leichtfried in einer Aussendung am Sonntag. Die Jugendarbeitslosigkeit steige in Österreich fast sechsmal stärker als im EU-Schnitt, Corona-Arbeitslose seien zu 85 Prozent weiblich, so der Oppositionspolitiker.

"Eine verlorene 'Generation Corona' muss mit allen Mitteln verhindert werden. Aus diesem Grund fordern wir unter anderem eine Aufstockung der Lehrstellen in überbetrieblichen Lehrwerkstätten um 5000 Plätze sowie die Wiedereinführung der Ausbildungsgarantie bis 25", bekräftigte Leichtfried einen weiteren Wunsch seiner Fraktion und der Gewerkschaften.

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Lupoo
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Ahahá . nach

2 oder 3 Monaten werden die Lebenshaltungskosten für Arbeitslose günstiger - somit kann man die Arbeitslose kürzen.
Wer Grün gewählt hat, ist nicht nur der gefic..- sondern auch für alle Ewigkeit der Dumme; außer er wird nie arbeitslos. Da ists aber besser türkis zu wählen, da die ihre Beamten für immer und ewig geschützt werden.

Edelstahl 50
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Arbeislos

Habe zwar Arbeit aber wenn ich beim nix tun gleich viel bekommen würde warum soll ich dann Arbeiten gehen.so deppert müßt i sein .😁😁😁😁

berndhoedl
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möglicherweise ist Kogler der Erste, de versteht...

dass junge Menschen, wenn sie wirklich wollen, immer eine Arbeit bekommen können, auch wenn man sich halt regional oder Interessensseitig sich verändern muß.
Hingegen ältere Personen haben diese Chancen nicht - ein 50jähriger wird nicht in ein anderes Bundesland siedeln können und eine neue Berufsausbildung geht sich auch nicht wirklich aus.

redniwo
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Simple Rechnung

Wann verstehen die Leute endlich?
Die Arbeit wird weniger, die Menschen werden mehr. Also wie soll die Arbeitslosigkeit sinken wenn man weniger arbeitslosen Geld zahlt? Die Arbeitslosigkeit kann nur sinken wenn man die Arbeitszeit senkt, d h die Arbeit auf mehr Menschen verteilt. Die Produkte werden teurer, ja, na und? Wenn man die Gewinne der Unternehmen etwas zurückfährt, werden die Produkte etwas weniger teuer. Und das Argument, dass uns die Asiaten mit Billigware überschwemmen? Das zieht nur dann, wenn wir diese Billigware auch kaufen.

melahide
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Das stimmt

unsere Welt ist gerade dabei alles der Digitalisierung, Automatisierung und der Gewinnmaximierung unterzuordnen. Die Menschen bleiben dabei auf der Strecke. Vor allem, da viele Menschen in hochtechnisierten Berufen mit Fachstudium nicht arbeiten können und in „klassischen“ Berufen wie der Pflege nicht arbeiten wollen.

Arbeit muss attraktiver werden. Einerseits weniger Arbeitszeit, zweitens niedrigere Steuern auf Erwerbsarbeit.

Balrog206
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Mel

Wenn sich alles so verändert wie schon seit vielen Jahren geschrieben wird , warum sind wir dann auf viele 100tsde Fremdarbeiter angewiesen , damit unser Werkel läuft ?

redniwo
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Je mehr Arbeitskräfte desto billiger die Arbeit

Wem dient der Zuzug?
Jedes Gut das im Überfluss vorhanden ist, fällt im Preis. Marktwirtschaft.
Man darf sich nur nicht vom politischen Theater täuschen lassen; Politiker die gegen Zuzug rhetorisch auftreten, haben wahrscheinlich das gegenteilige Interesse.
Nur die Sozialdemokraten sind eigenartig, man kann nicht verstehen, warum sie Lohndumping mit Zuzug unterstützen.

Balrog206
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Na

Dann bitte Probier doch mal einen Installateur od Fliesenleger zu organisieren für einen kleine Reparatur !
Wo wird Arbeit billiger ? Komische Logik

redniwo
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Echt schwierig

Ich habe nicht behauptet, dass die Rechnung eines Installateurs billiger wird. Nur dass die Kosten für Arbeit durch Lohndumping ( oder härtere Arbeitsbedingungen) sinken. In der Rechnung eines Installateurs ist ja mehr enthalten, U a z b Steuern und Gewinn.

tenke
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SPÖ: Arbeitslosengeld auf 70 % erhöhen

Gehts noch?? Damit kann die Arbeitslosigkeit nur steigen! Wenn, dann muss das Arbeiten lukrativer werden, nicht umgekehrt.

Edelstahl 50
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Arbeislos

Wenn ich beim nix tun gleich viel kriege warum soll ich Arbeiten. Wäre ja schön blöd.

redniwo
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Bitte nachfragen

Sie gehören anscheinend zu den Menschen, die meinen, Arbeitslose seien arbeitslos, weil sie nicht arbeiten wollen? Ich kann ihnen sagen, als Personalmanager, das sind keine 5%. Diese Leute muss man sicher herausfiltern und die Sozialschmarotze verhindern. Das hat viel mit Einwanderungspolitik zu tun. Aber der große Rest sind arme Teufel, die unser Wirtschaftssystem zum Gegner haben.

wintis_kleine
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@tenke

100% Richtig!

Lupoo
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Stupido von Geburt

an und nix dazu gelernt.