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Arbeitslosigkeit sinkt Erstmals seit Ausbruch der Krise weniger als eine Million Menschen in Kurzarbeit

Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit gehen in Österreich weiter zurück, liegen aber noch immer auf hohem Niveau. Ausgeweitet wird der relevante Zeitraum für Einmalzahlung bei Arbeitslosen.

Ministerinnen Schramböck und Aschbacher
Ministerinnen Schramböck und Aschbacher © APA/ROLAND SCHLAGER
 

"Beide Zahlen sind rückläufig", erklärt Arbeitsministerin Christine Aschbacher heute, Dienstag, mit Blick auf aktuelle Daten zu Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit.

Zum ersten Mal seit dem Höhepunkt der Krise seien "weniger als eine Million Menschen ihn Kurzarbeit". Exakt hätten Betriebe zurzeit für 812.757 Personen Kurzarbeit angemeldet, vor einer Woche lag die Zahl noch bei 1,1 Millionen.

Aschbacher begründete den Rückgang mit vergleichsweise wenigen Verlängerungsanträgen. Erst 17.000 der insgesamt 110.000 Firmen haben die Kurzarbeit für weitere drei Monate beantragt. Für Verlängerungsanträge sei noch eine Woche Zeit, so Aschbacher. 2,5 Milliarden Euro seien laut der Ministerin bereits an Betriebe ausbezahlt worden, die "Abrechnungsquote" liege damit bei "90 Prozent".

Neuer Zeitraum für Bonus-Zahlung

Auch die Arbeitslosenzahlen gehen weiter zurück. Derzeit sind 422.765 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet und 47.611 Personen befinden sich in Schulung. In Summe sind das 470.376 Menschen und damit 10.520 weniger als in der Vorwoche. Im Vergleich mit dem Höhepunkt der Krise sind das in Summe gar um 118.000 Personen weniger, die Zahl liegt aber freilich noch immer deutlich über dem Wert des Vorjahres. 

Nachgebessert wurde von der Regierung indes bei der Einmalzahlung für Arbeitslose. Der relevante Betrachtungszeitraum wurde auf "Mai bis August" ausgeweitet. Wer also in diesem Zeitraum zumindest 60 Tage arbeitslos gemeldet war, bekommt den Bonus von 450 Euro.

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