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Aktuelle StudieMutter-Sein bringt Frauen um finanzielles Vermögen

Eine Bertelsmann-Studie zeigt, dass Mütter im Vergleich zu kinderlosen Frauen Einkommenseinbußen von bis zu 70 Prozent hinnehmen müssen. Und die Einkommenslücke zwischen kinderlosen Frauen und Müttern klafft immer weiter auf.

© APA/dpa/Marcus Brandt
 

Kinder zu bekommen ist laut einer Studie für Frauen trotz verbesserter Betreuungsangebote noch immer mit starken Einkommenseinbußen verbunden. Das Lebenserwerbseinkommen liegt im Schnitt um über 40 Prozent niedriger als bei kinderlosen Frauen, wenn eine Frau ein Kind hat, heißt es in einer aktuellen Bertelsmann-Studie.

Bekommt eine Frau drei oder mehr Kinder, betrage der Einkommensrückstand im Vergleich zu kinderlosen Frauen sogar im Schnitt fast 70 Prozent. Als Hauptgrund werde darin genannt, dass in der Gesellschaft "faktisch nach wie vor das Modell des männlichen Ernährers" beziehungsweise der Frau als bloßer Zuverdienerin dominiere. Weil dies auch für die Jüngeren gelte, werde die Einkommenslücke zwischen kinderlosen Frauen und Müttern immer größer.

Diskrepanz

Eine frühere Bertelsmann-Studie mit identischer Methodik hatte im Frühjahr gezeigt, dass Männer über das Arbeitsleben hinweg beinah doppelt so viel Geld verdienen wie Frauen. Westdeutsche Männer kommen demnach auf ein durchschnittliches Gesamteinkommen von 1,5 Millionen Euro bis zu ihrem 60. Lebensjahr, westdeutsche Frauen hingegen nur auf 830.000 Euro. In der neuen Untersuchung wurde nun der Frage nachgegangen, wie stark diese Diskrepanz von der Entscheidung für Nachwuchs sowie der Kinderzahl abhängt.

Kinderlose Frauen, die 1982 in Westdeutschland zur Welt kamen, werden der Simulationsrechnung zufolge voraussichtlich 1,3 Millionen Euro verdienen und sich damit dem Einkommen gleichaltriger Männer annähern. Gleichaltrige Mütter mit einem Kind verlieren demnach jedoch 43 Prozent im Vergleich zu kinderlosen Frauen, ein zweites Kind vergrößere die Lücke auf 54 Prozent, ein drittes auf 68 Prozent, heißt es  in der Studie.

Kommentare (40)

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HFHF
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Quellenangabe

Um welche Studie handelt es sich hier genau? Könnten Sie bitte eine Quelle angeben, damit man selbst nachlesen kann.
Besten Dank

KleineZeitung
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Welche Studie?

Es handelt sich um eine Bertelsmann-Studie, welche man sich auf der Seite kostenlos herunterladen kann: "bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/frauen-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt-1"

KleineZeitung
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Welche Studie?

Es handelt sich um eine Bertelsmann-Studie, welche man auf dieser Seite kostenlos herunterladen kann: www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/frauen-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt-1

KleineZeitung
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Welche Studie?

Es handelt sich um eine Bertelsmann-Studie, welche man sich auf dieser Seite kostenlos herunterladen kann: www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/frauen-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt-1

Ka.Huber
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Kinderbetreuung ausbauen

liest man immer wieder. Wenn man Kinder will dann soll man sich gefälligst drum scheren, ansonsten soll man es sein lassen. Ich habe mir vor Jahren einen Hund nach Hause geholt und war mir bewusst dass ich damit nicht nur eine finanzielle Verantwortung übernehme sondern mich auch zeitlich einschränken muss. Ein Hund braucht Zeit mit seinem Herrl.
Moderne Kinder brauchen ihre Mütter offenbar nicht mehr. Was dabei rauskommt sieht man ja. Also führen wir gleich die Leihmutterschaft ein, gibt genug arme Frauen die sich etwas dazuverdienen wollen, wir zahlen, die tragen das Kind aus und dann übergeben die "Mütter" das neuerworbene Kind dem Staat zum aufziehen. Ich fürchte es wird nicht lange dauern bis das unsere Realität wird. Aber Hauptsache es gibt für die Erwachsenen Männer & Frauen Chancengleichheit. Was aus den Kinder wird ist wohl zweitrangig.

jg4186
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Danke und Kompliment

.. an jede Frau, die sich entscheidet, den Kindern zuliebe zu Hause zu bleiben, sich voll und ganz den Kindern zu widmen. Es ist ein für alle sehr wertvoller Dienst.
Alle können das nicht, weil es sich finanziell nicht ausgeht.
Da müssen wir alle, bes. die Politiker umdenken und umplanen: Steuergeld nicht nur an Kinderkrippen, sondern in selber Höhe an die Frauen, die bei den Kindern bleiben wollen. Damit wirklich alle Frauen frei entscheiden können und kein Druck da ist, unbedingt wieder einen bezahlten Arbeitsplatz annehmen zu müssen. Die Kinder werden es ihnen danken.

brosinor
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Und wieder...

.....ein Artikelchen zur Spaltung der Gesellschaft!

Ich fürchte mich als kinderlose Single mit passablem Lebensstandard schon vor den Attacken mit Messer und Fleischklopfer der Alleinerzieherinnen mit vier bis fünf Gschrappen im Schlepptau.....

PiJo
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kinderlose Single mit passablem Lebensstandard

Sie sind warscheinlich schon so intelligent zur Welt gekommen , haben aber anscheinend nichts dazugelernt. Für einen solchen Kommentar muss man wohl einige Semester studieren.
Die Pension die sie einmal bekommen wird wohl von ein
" paar Gschrappen" die von glücklichen Müttern aufgezogen werden finanziert

panoptikum
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Was ist wieder mal für eine Studie???

Wie wäre es mal mit einer Studie über Väter die geschieden sind und wo nach der Scheidung alle Rechte und finanziellen Rechte bei der Ex-Frau liegen. Auch wenn sich der Papa zu 50% um das Kind kümmert und aufkommt, trotzdem die Frau die vollen Alimente und Kinderbeihilfe bekommt. Deswegen gehen auch die meisten Ex-Frauen nicht mehr, oder nur mehr halbtags arbeiten.
Ich habe genügend Frauen kennen gelernt wo das so ist. Nur die würden das natürlich nie öffentlich kommunizieren.
Da wäre ich auch mal gerne für sogenannte "Gleichberechtigung" und ich bleibe zu Hause und die Frau geht arbeiten sehr gerne. Nur leider spielt es das in der Realität nicht.

Mein Graz
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@panoptikum

Wie will sich ein geschiedener Vater, der nicht im selben Haushalt wie Mutter und Kind(er) lebt, zu 50% um den Nachwuchs kümmern?
Das ginge doch nur, wenn er genau so viel Zeit mit dem Kind/den Kindern verbringt wie die Mutter. Und das ist in getrennten Haushalten nur dann möglich, wenn der Nachwuchs gleich viel Zeit im Haushalt des Vaters verbringt wie im Haushalt der Mutter, oder?

Tatsache ist, dass Vätern bei einer Scheidung meist nicht das Sorgerecht für die Kinder bekommen - da muss sich viel ändern, denn viele Väter hätten gerne, dass die Kinder bei ihnen leben. Wie viele Väter dann nicht mehr arbeiten gehen würden lässt sich nicht abschätzen...

DIBO
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Interessant

Einen Tag den Job machen, den wir Mütter leisten. Arbeiten, kochen, putzen, waschen, bügeln. Theater bei den Hausaufgaben und ständiges rumgezicke. Ihr lebt euer Leben, könnt auf Trallafitti gehen, wann ihr wollt, schlafen und aufstehen, wann ihr wollt und jetzt beschwert ihr euch noch, wenn wir nur halbtags arbeiten! Wir können ja mal ne Woche tauschen!!! Ich seh euch schon bei Mama/Oma anrufen und plärren. Den Superdaddy alle 14 Tage spielen und sich die Rosinen rauspicken. Gott sei Dank sind nicht alle Männer so.

Bodensee
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ganz offen gesagt....

.......wozu brauche ich als Frau Kinder, wenn ich diese aufgrund eines Vollzeitjobs das ganze Jahr über zu Großeltern oder Ganztagsbetreuungen abschieben muss? Wie war das vor 20 oder 30 Jahren? Jetzt kommt natürlich die Gleichberechtigungskeule der Kampfemanzen als Antwort, aber es ist höchste Zeit dafür, dass wir Männer auch wieder Klartext sprechen dürfen.

Mein Graz
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@Bodensee

Wenn das Einkommen des Mannes hoch genug ist, damit sich die GESAMTE Familie alles leisten kann wie bisher wird sich manche Frau überlegen (können), zu Hause zu bleiben. Nur ist das meist nicht der Fall.
Welche Familie verzichtet schon gerne auf einen Urlaub, einen neuen Fernseher, ein Handy für jeden Elternteil?
Es geht nicht um Luxus wie ein 2. Auto oder eine Fernreise, es geht darum, dass die Familie den Standard erhalten möchte, den sie vor den Kindern hatte. Und das geht nicht mit einem Einkommen.

SeCCi
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lol

klar kann man die zahlen dahingehend auslegen...

ABER:

wenn die person sich entscheidet länger/lange beim kind zu sein wird es so sein,
andere gehen nach ~2 jahren wieder vollzeit arbeiten.
die eine person bekommt noch vor oder kurz nach ausbildungsabschluss ein kind, anderen versuchen sich erst noch beruflich zu etablieren - macht einen wiedereinstieg danach auch leichter

erstdenkendannsprechen
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stimmt.

im gegenzug könnte man trotzdem die kinderbetreuung ausbauen. aber es wird immer frauen (und auch männer) geben, die sagen, dass ihnen die kinder/familie mehr wert sind als die vollzeit-arbeit. und das bedeutet eben weniger lebensverdienst.

derhannes
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Kostenrechnung

Eine interessante Rechnung, die jedoch Fragen und Gedanken aufwirft: 1. Ist es richtig, Menschenleben - die eigenen Kinder - in einer wirtschaftlichen Kalkulation zu einem Geldwert zu reduzieren? 2. Diese "Einbußen" betreffen nicht nur Mütter, sondern auch Väter. 3. Ist Erwerbsarbeit der zentrale Wert in unserer Gesellschaft oder sollte auch Arbeit, die nicht mit Einkommen verbunden ist, honoriert werden? (Es ist eine große Leistung, Kinder in die Welt zu setzen und zu erziehen, was letztendlich den Fortbestand unserer Gesellschaft sichern). 4. Wieso gibt es keine größeren Steuerentlastungen für Mütter/Väter? Wieso gibt es nicht eine vernünftige Familienbeihilfe in Höhe von bspw. 500 EUR, die diese Lücke schließen hilft?

erstdenkendannsprechen
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finde nicht, dass die kinderbeihilfe erhöht gehört.

das ist eine andere baustelle, weil sie nicht die pensionsbeiträge der frauen berücksichtigt. hier sollte ev. nachgeschärft werden.

paddington1
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Familieneinkommen

Tatsächlich geht es hier weniger um das Familieneinkommen als um das Einkommen der Frauen. Frauen mit Kindern haben ein wesentlich geringeres Erwerbseinkommen (Teilzeitbeschäftigung ist vorallem bei alleinstehenden Müttern die Regel). Dies macht sich spätestens bei der Pensionsberechnung bemerkbar. Männer hingegen erleiden aufgrund der Kindererziehung kaum Einkommenseinbußen. Damit ist - in finanzieller Hinsicht -die Frau fast immer der Verlierer. Kinder grundsätzlich sind natürlich immer ein Gewinn.

cockpit
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deshalb schon mal verpflichtendes

Pensionssplitting! Wäre ein erster Schritt.

JL55
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Ich finde diese Berechnungen

durchaus legitim! Denn woraus sollten denn die
die vorhandenen Differenzen "errechnet" werden??? Nur so ist es möglich, der Gesellschaft die Augen zu öffnen! Nicht nur das soziale Engagement der Mütter und Väter für das Kind / die Kinder ist vonnöten, sondern auch die Bereitschaft, trotz der wirtschaftlichen Schlechterstellung Ja zur nächsten Generation zu sagen...
Selbstverständlich wünsche ich auf Grund der Kennzahlen, dass unser Staat (also wir alle) Familien mit finanzieller Schieflage adäquate Unterstützung zukommen lässt ...aber nicht im Sinne von Almosenempfang (vor einiger Zeit durch die Familienministerin zur Schau gestellt)...

erstdenkendannsprechen
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ja, hat eine wahre seite -

aber es gibt halt auch die mütter (und väter): keinen beruf erlernt, das einkommen sind die kinder, die arbeit, die sie den kindern zugedenken, ist mittelmäßig bis schlecht. die "schlechten" mütter und väter sind keine erfindung, und gerade solche würden durch einfache erhöhung der familienbeihilfe die kinder als einkommensquelle sehen. es ist mir klar, dass die mehrheit der mütter (und väter) nicht so ist, aber so ganz unrealistisch ist dieses szenario nicht - kann man auf jedem elternsprechtag sehen: zwei, drei solche sind immer dabei.

derhannes
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Almosen

Familienbeihilfe ist meines Erachtens kein Almosen.

JL55
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Natürlich ist es kein Almosen... Da haben Sie vollkommen recht!

Ich spielte nur auf den "Show-Act" der Ministerin an, die vor einiger Zeit (vor laufender TV-Kamera) einen zusätzlichen "Familien- Hunderter" in die Reichweite eines Babys hielt...

Liemo
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Der Titel des Artikels gehört hinterfragt...

"Mutter-Sein bringt Frauen um finanzielles Vermögen". Was sagt der Titel aus? Wenn du Mutter wirst, wirst du keine Vermögen haben, sonst schon.
Dies ist prinzipiell schon falsch, es gibt genug Frauen, die keine Kinder haben und trotzdem kein Vermögen.
Dies generell aufszuwiegen, ist aber wohl der größte Unsinn, den ich je erlebt habe. Und ja, wenn ich das schon machen will, ist die Conclusio wohl sehr einleuchtend, wenn man schon bei der materiellen Denke bleibt: wenn ich mir zB eine großes Haus kaufe, und dafür 25 Jahre Kredit aufnehme, werde ich mir nebenbei auch nicht viel anderes leisten können.
Viele sind aber auch mit einer Wohnung und 2 Kindern glücklich (vielleicht sogar glücklicher??).
Was genau soll also diese Aufrechnung aussagen?

erstdenkendannsprechen
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sehe das genauso.

und bin in einer ähnlichen situation. man kann nicht alles im leben haben. wir haben uns für kinder entschieden, und wir leben in einer wohnung. wir werden nie reich sein, wir arbeiten beide, also auch nicht arm. wer meint, kinder zu kriegen reicht, um die hand aufhalten zu können, sollte lieber keine kinder haben.

plolin
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Das war schon immer so!

Trotzdem würde ich für nichts auf der Welt auf meine Kinder und Enkelkinder verzichten wollen.

 
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