Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

18 NachtzuglinienÖBB-Nachtzüge ab Ende Juni wieder voll im Einsatz

Ab 26. Juni nehmen die Nachtzüge der ÖBB wieder volle Fahrt auf und sollen unter anderem Touristen aus Deutschland, der Niederlande und der Schweiz ins Land bringen.

Die ÖBB wollen die Nachtzüge weiter ausbauen
Die ÖBB wollen die Nachtzüge weiter ausbauen © APA/Herbert Neubauer
 

Bei den Fernzügen liegt die Auslastung im Schnitt erst bei 50 Prozent, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Man sollte trotzdem zügig buchen, vor allem, wenn man mit dem Rad verreisen möchte, meinte er.

Sicherheitsbedenken müssten Passagiere keine haben, die Garnituren werden aufgrund der Coronakrise nach wie vor vermehrt gereinigt und desinfiziert, betonte Matthä.

Ab Ende Juni sollen alle 18 Nachtzuglinien unter der Marke "Nightjet" sowie die 9 weiteren Linien mit Partnerbahnen wieder fahren. Das betrifft auch die Autoreisezüge, etwa jenen nach Livorno. Diskussionsbedarf gibt es allerdings noch bei der Destination Mailand in der Lombardei, merkte Matthä an.

Auf Schiene ist auch die neue Nightjet-Destination Amsterdam ab Dezember. Noch auf Matthäs Wunschliste steht unter anderem Paris. Bis 2022 werden 13 neue Nachtzug-Garnituren beschafft, man könne auch mehr abrufen.

Eine weitere Geschäftschance für die ÖBB ergibt sich aus einer Auflage für die AUA-Rettung: Zug statt Flug lautet die Devise, wenn die Bahn eine Strecke in weniger als drei Stunden schafft. Das betrifft zum Beispiel die Verbindung Salzburg-Wien. Da könnte man die bereits bestehende "AIRail"-Kooperation mit der AUA verstärken, meinte Matthä. Sobald die Südbahnstrecke fertig ist, dauert auch die Fahrt zwischen Wien und Klagenfurt mit dem Zug nur mehr 2 Stunden 40 Minuten. Zeithorizont dafür ist 2027.

Die wieder anrollenden Nachtzüge sollen in der aktuellen Sommersaison auch Auslandsurlauber nach Österreich bringen, hofft Petra Stolba von der Österreich Werbung (ÖW). Sie seien eine sehr attraktive Möglichkeit für die Anreise, auch niederländische Reisende würden dies nutzen und in Deutschland zusteigen. Stolba setzt aber auch auf eine höhere Inlandsnachfrage für Ferien in Österreich. Auffällig sei, dass Inlandsgäste, die per Bahn reisen, pro Tag mehr Geld (ohne Ticket) ausgeben, als österreichische Urlauber, die mit dem Auto kommen.

Um Österreicher für die Inlandsreise mit dem Zug zu motivieren, verwies Matthä auf die Familien-Vorteilskarte, mit der bis zu vier Kinder unter 15 Jahren gratis Zugfahren können. Für die berühmte letzte Meile könnten Urlauber das Carshahring-Angebot "Rail & Drive" nutzen, das derzeit an 28 Standorten verfügbar ist. In Hallstatt geht man allerdings am besten zu Fuß, riet Matthä.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren