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Industrie, Tourismus, HandelNeustart-Plan für Italiens Wirtschaft vorgestellt

Ministerpräsident Conte stellt Maßnahmen zur Modernisierung des Landes vor: Digitalisierung, Investitionen und Steuerreform sind Prioritäten der Regierung. Allein 20 Milliarden Euro erwartet Italien von der EU für Kurzarbeit.

Ministerpräsident Giuseppe Conte
Ministerpräsident Giuseppe Conte in seinem Büro im Palazzo Chigi in Rom. © AFP
 

Italiens Premier Giuseppe Conte hat am Mittwoch einen  Plan für den Neustart der italienischen Wirtschaft vorgestellt. Mit dem "Recovery Plan" (Wiederherstellungs-Plan) will Italien die von der EU zur Verfügung gestellten Ressourcen für ein groß angelegtes Projekt zur Modernisierung des Landes nutzen.

Die Regierung müsse viele von der Coronavirus-Krise schwer betroffene Wirtschaftsbereiche wie Industrie, Tourismus, Kultur, Handwerk und Kleinhandel stützen. Dafür habe die Regierung bereits 80 Milliarden Euro locker gemacht, eine Summe, wie sie bisher nie in der Geschichte Italiens zur Verfügung gestellt worden sei. "Diese Krise muss vor allem eine Chance für die Modernisierung Italiens sein, sie muss zur Lösung struktureller Probleme dienen, die sich in Italien schon seit Jahren dahinziehen", so Conte.

"Historische Chance"

Der europäische "Recovery Fonds", mit dem die EU 750 Milliarden Euro für die von der Coronaviruskrise am stärksten betroffenen EU-Länder zur Verfügung stellen wird, sei eine "historische Chance" für Italien, um mehrere Projekte zu finanzieren, darunter Digitalisierung, Modernisierung der Infrastrukturen, Innovation und Breitbandsystem.

"Um Steuerreform bemühen"

Die Regierung werde sich auch um eine stärkere Kapitalisierung der Unternehmen, um die Förderung von privaten und öffentlichen Investitionen, um Entbürokratisierung und um den Ausbau umweltfreundlicherer Energienetze einsetzen. Zugleich werde sich die Regierung um ein moderneres Justizwesen, sowie um eine Steuerreform bemühen, die zu den Prioritäten der Regierung zählen, sagte Conte.

20 Milliarden Euro wird Italien laut Conte an Arbeitsmarkthilfen der EU erhalten. Die Mittel kämen aus dem europäischen Kurzarbeitergeld-Projekt SURE.

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