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Bei Anton PaarEinstweilige Verfügung verhindert Betriebsratswahl am Dienstag

Am Dienstag sollte beim Grazer Messtechnikspezialisten und Weltmarktführer erstmals eine Betriebsratswahl stattfinden. Aufgrund der COVID-19-Bestimmungen ist das aber nicht möglich, wie nun per einstweiliger Verfügung festgestellt wurde.

Die Zentrale der Anton Paar GmbH in Graz
Die Zentrale der Anton Paar GmbH in Graz © KLZ/Gernot Eder
 

Es sind schwere Geschütze, die die Gewerkschaft der Privatangestellten GPA-djp gegen Friedrich Santner, Chef des steirischen Messtechnikspezialisten Anton Paar, zu Wochenbeginn aufgefahren hatte. Dieser, so die Gewerkschaft, würde nämlich versuchen, "mit allen Mitteln" die für Dienstag avisierte erstmalige Betriebsratswahl zu verhindern. Einen "arbeitsrechtlichen Eklat" ortet die Gewerkschaftsspitze um Norbert Schunko, von einem "demokratiepolitischen Wahnsinn" spricht die Gewerkschafterin Verena Nussbaum.

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Danke für Ihr Verständnis.

Berndheimo
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Verständliche Ängste

Kleiner Ausflug in die Bildungslandschaft: Dort verhindert die Lehrergewerkschaft seit vielen Jahren alles, was dringend notwendig wäre, um uns endlich auf Höhe der Zeit zu bringen. Siehe dazu auch die jüngsten Peinlichkeiten. So gesehen kann ich die Ängste eines erfolgreichen Weltmarktführers in Sachen Gewerkschaft verstehen. Wenn der plötzlich auch solche Verhinderer am Hals hat, kann er bald zusperren! Die Gewerkschaft war eine große Errungenschaft und wir werden sie auch weiterhin brauchen - aber nicht mehr in dieser Form!

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hermannsteinacher
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Mit der "schwarzen" GÖD samt "Lehrergewerkschaft

vergleichen nur Ignoranten die GPA-djp.

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Mila9
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Gewerkschaften sind mit ihren Forderungen in den 60ern stecken geblieben

Es ist zum Schämen, wie sich gewisse Geschwerkschaftsbosse benehmen. Die Forderungen sind aus den 60ern. Ständig die Unternehmer zur Kasse zu bitten -führt dazu, dass diese in Billiglohnländer abwandern. Wir können dankbar und froh sein, dass es noch potente Unternehmen in der Stadt Graz gibt.
Die Gewerkschaft sollte sich um eine Neupositionierung kümmern und gemeinsam mit den Unternehmen um jeden Betriebsstandort kämpfen.

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homerjsimpson
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Anton Paar würde schon seit Jahren einen Betriebsrat brauchen.

Dass den der Santner nicht will, weiß dort und in der Gewerkschaft jeder. Umso mehr ist Zeit dafür, denn so heilig ist die Firma nicht wie sie sich gerne nach außen darstellt.

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unicorn13
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solche aussagen

solche aussagen sollte man argumentativ untermauern und nicht einfach ohne weiteren inhalt tätigen!

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hermannsteinacher
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Aber die Gewerkschaft und Betriebsräte heruntermachen,

das darf man?

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hermannsteinacher
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Wer dort noch nicht Gewerkschaftsmitglied ist,

der sollte im eigenen Interesse der GPA-djp beitreten.

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tecmen15
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Gewerkschaft

Wahnsinn was sich die Gewerkschaft erlaubt, Paar ist ein Paradeunternehmen und wohl eines der sozialisten in Europa. Erstens brauchen die gar keinen Betriebsrat und zweitens muss man Hr. Santner ja recht geben, teilweise sind die Angestellten im Home Office in der ganzen Welt, wie sollen die dann wählen?
Warum macht die Gewerkschaft die Wahl nicht remote?

Ach ja stimmt, das können sie nicht, da sie ja noch im letzten Jahrhundert stehen geblieben sind.

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frako
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Schon mal was von Briefwahl gehört???

Anscheinend nicht, also nur nicht unnötig aufregen.

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FSantner
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Auch hier schadet es nicht das Recht zu respektieren

§ 51 ArbVG lit. 1 und § 56 ArbVG lit 3 sowie die Judikatur des Obersten Gerichtshofes z.B. OGH 9 Ob A78/95. zum Thema geheime Wahl und Briefwahl.

Ich gebe hier nicht meine Meinung wieder, sondern versuche die bestehenden Gesetze und Rechte so gut es geht einzuhalten

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X22
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Gefeit gegen die Schließung auf Grund eines Covid-19 Falles ist kein Betrieb,

da im Artikel steht "Bei Durchsführung der Betriebsratswahl am 19.5.2020 ........nicht völlig adäquat wäre.", um wieviel Prozentpunkte würde es die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eben genau dieser Fall eintritt.
Würde er eintretten, wäre ja zumindest ein Mitarbeiter bereits infiziert gewesen sein, was wiederum die Frage aufwirft, hat sie, er bereits andere infiziert bzw. könnte dies noch zu mehr Infizierten führen.
So eine ähnliche Diskusion hatten wir vor kurzem Betriebsintern, wie wir vorgehen müssten um eine interne Übertragung zu einen noch höheren Prozentpunkt auszuschließen, als die üblichen Vorgehensweisen es schon tun, wir haben keine praktikable Lösung dafür gefunden.

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Lodengrün
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Wenn die Leute,

die Arbeitnehmer einen Betriebsrat wollen ist Ihnen das ein Dorn im Auge? Ist herrlich wenn sich Leute die auf den Errungenschaften der Sozialpartnerschaft, der Gewerkschaften, der Kammern, es sich wohlig gehen lassen, und nun solche Kommentare schreiben. Ja, Paar ist der Vorzeigebetrieb, und trotzdem kann man einen Betriebsrat haben. Sollen alle auf einmal schreien, oder geht das, auch wenn nur einer für alle spricht?

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hermannsteinacher
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Wenn der Firmenchef lustig ist,

über das Unternehmen durch so ein Mail an die Belegschaft Schimpf und Schande zu bringen, dann wird er wohl schwer davon abzubringen sein.

Der Wahlvorstand(svorsitzende) hätte sich aber vorichtigerweise an die Rechtsabteilung der steirischen Arbeiterkammer oder direkt an deren Präsidenten um Rat wenden sollen.
Als Möglichkeit, einen Betriebsrat zu etablieren, hätte gereicht, durch Aushänge und Mails an die Wahlberechtigten, der Ansicht des Firmenleiters objektiv zu widersprechen und die Zeit der (genügend langen) Stimmabgabe auf Christi Himmelfahrt und den Ort der Stimmabgabe geeignet außerhalb des Unternehmens zu verlegen.

Das Wahlergebnis hätte das Unternehmen dann ja ruhig mit seinem Starjuristen anfechten können.

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badkitten
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Wir wollten

In der Firma zB keinen und uns wurde einer vor die Nase gesetzt... aber das is nur unser Unternehmen. Die Frage die sich bei mir auftut, was haben beide Seiten davon? Viel Lärm um nichts vermutlich... und ja wieso kann man das zB nicht Remote lösen? Nichts einfach als das...

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hortig
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Die Gewerkschaften im heutigen Status sind unnötig und veraltet. Lautet Bonzen mit super Gehältern die nur ihre Schaefchen ins Trockene bringen wollen.

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scionescio
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@hortig: So allgemein würde ich das nicht sehen - ich denke, das muss man differenzierter betrachten ...

... in einem Betrieb, wo das Durchschnittsgehalt sehr gering ist und eine große Austauschbarkeit gegeben ist, macht für mich ein Betriebsrat, um da einigermaßen ein Gleichgewicht zur Geschäftsleitung herzustellen, schon Sinn - in zB. einem Beratungsunternehmen, gehe ich davon aus, dass jemand der 8.000 € im Monat verdient, auch selbstständig seine eigenen Interessen vertreten kann.

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hortig
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Bitte lesen, Betriebsrat ist ja okay, aber wie sich derzeit die Gewerkschaften präsentieren, das ist ueberaltert und teilweise untragbar, nur als Beispiel, Beppo muchitsch, verdient 19000 im Monat und ist sozialsprecher der SPÖ....

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scionescio
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@hortig: Ich habe gelesen und beziehe mich auf "Die Gewerkschaften im heutigen Status sind unnötig und veraltet"

Ihre Kritik an manchen Funktionären teile ich, Verallgemeinerungen sind per se fast immer falsch, weil sich meistens eine Ausnahme findet;-)

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hortig
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Vollkommen richtig, nur das "Bonzen System" hat überhand genommen und wirklich viel macht die Gewerkschaft in den letzten Jahren nicht.
War ja spannend wie sie, weil einmal keine SPÖ in der Regierung, die 6.urlaubswoche gefordert haben, 34 Jahre nach Einführung der 5. Woche. Da fragt man sich schon..... Oder diese Gegnerschaft zur 12 Stunden Woche. Da mussten Arbeitnehmer gegen das Gesetz verstoßen, wenn sie Mehrarbeit über 10 Stunden an einen anderen Tag gebucht haben, mit stilkem Einverständnis der Gewerkschaft.
Und der Widerstand gegen die Kassenzusammenlegung wohl auch nur wegen des Wegfalles ihrer Vorstandsposten etc.
Arm sind die Betriebsräte, die gut arbeiten und durch die Gewerkschaftsbosse einen schlechten Ruf bekommen

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Balrog206
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That’s

Right !

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scionescio
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Manche Geschäftsführer sehen sich halt mehr als Patriachen, die gerne auch großzügig geben, wenn sie nicht dazu gezwungen werden und ganz ungut werden, wenn an ihrer Unfehlbarkeit, stets das beste für die Belegschaft (und ein bisschen auch für sich) zu wollen, gezweifelt wird ...

... und dann die Position der Belegschaft durch einen Betriebsrat abgesichert werden soll, kracht es - Vorzeigebetrieb hin, Vorzeigebetrieb her.
Magna ist da ein leuchtendes Beispiel: auch Herr Stronach glaubte, mit der Magna Charta die Belegschaft bestens zu bedienen - leider sehen die das mit einer überwältigenden Mehrheit ganz anders ....

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Balrog206
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Scio

Bist ja selbst Unternehmer ! Hast du einen in deiner Firma?

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Stratusin
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Er gibt sich als solcher aus,

ist aber Hackler bei Magna!

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Balrog206
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Oje

Also eine arme Seele dann , wenn man das braucht 😰

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Balrog206
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Sich überall ihre Spielwiese auf Teufel komm raus !! A Paar ist ein top Betrieb durch und durch !

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