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588.205 Arbeitssuchende am 13. AprilMittel für Kurzarbeit werden auf zehn Milliarden Euro aufgestockt

Die Mittel für Kurzarbeit werden erhöht, die Arbeitslosigkeit im Land erreichte am 13. April ihren vorläufigen Höhepunkt. Die Opposition übt indes Kritik an der Arbeitsministerin.

Arbeitsministerin Christine Aschbacher
Arbeitsministerin Christine Aschbacher © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Arbeitsministerin Christine Aschbacher, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Finanzminister Gernot Blümel präsentieren heute Aktuelles zu den Theman "Standort und Beschäftigung".

Zentrale Rolle spielt dabei eine Aufstockung der Mittel für Kurzarbeit. Einst mit 400 Millionen Euro ausgestattet, wird der Topf jetzt auf bis zu zehn Milliarden Euro ausgeweitet. Die Nachfrage nach der Lösung, die es Betrieben ermöglichen soll, ihre Beschäftigten über die Krise hinaus zu behalten, ist groß.

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15 Milliarden Euro ausbezahlt

Gernot Blümel erklärte gleich zu Beginn der Pressekonferenz, dass man als Hilfe "aus den 38 Milliarden Euro bisher über 15 Milliarden Euro an Liquidität zur Verfügung gestellt" hätte. Zudem würden die Mittel für Kurzarbeit tatsächlich "auf zehn Milliarden Euro" aufgestockt. Schon jetzt würden Anträge für 1,2 Millionen Jobs vorliegen.

Um "strukturellem Missbrauch" der Kurzarbeit entgegenzutreten, wurden von der Finanzpolizei bereits mehr als 600 Firmen überprüft.

588.205 Arbeitssuchende am 13. April

Arbeitsministerin Aschbacher sprach anschließend von einer "dramatischen Situation am Arbeitsmarkt". Den "vorläufigen Höhepunkt" der Arbeitslosigkeit hätte man am 13. April gesehen. An diesem Tag waren  "588.205 Arbeitssuchende" (Arbeitslose + Schulungsteilnehmer) beim AMS vorgemerkt. Mit Stand 27. April lag die Zahl bei 572.025 Arbeitssuchenden, fortan sollen die Arbeitsmarktzahlen "wöchentlich" präsentiert werden.

Sämtliche Bundesländer verzeichneten mehr Arbeitslose als im Vorjahr, am stärksten war der Zuwachs in Tirol (plus 172,9 Prozent auf 45.782 Menschen). Mehr als verdoppelt hat sich die Arbeitslosigkeit in Salzburg (plus 131,7 Prozent auf 30.827) und in der Steiermark (plus 109,5 Prozent auf 65.227). In Wien gab es einen Anstieg um gut 50 Prozent auf 176.079 Personen. Alleine im Tourismus gab es 114.000 Arbeitslose, in der Baubranche 45.000.

"Bitte nutzen Sie auch weiterhin die Möglichkeit der Kurzarbeit", appelierte indes Wirtschaftsministerin Schramböck an die heimischen Unternehmen.

Bei den Steuerstundungen, einem anderen Hilfsmittel, hätte man übrigens ein Volumen von 4,5 Milliarden Euro erreicht. "Das Geld bleibt also als Liquidität bei den Unternehmen", sagt Finanzminister Blümel.

Kritik an Ministerin im Vorfeld

Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz hagelte es Kritik vonseiten der Opposition. FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch will, dass Aschbacher "endlich die tagesaktuellen COVID-Arbeitsmarktzahlen herausrückt".  Dass sie dies als zuständiges Regierungsmitglied für den Arbeitsmarkt "vorsätzlich unterlässt" sei "ein Skandal der Sonderklasse", lässt Berlakowitsch wissen.

Frühere Arbeitsminister wie etwa Rudolf Hundstorfer hätten derlei Zahlen "auch immer wieder anlassbezogen der Öffentlichkeit, den Medien und dem Parlament zur Verfügung gestellt." Berlakowitschs wütendes Resümee: "Mit dieser Vorgangsweise beweist Aschbacher einmal mehr, dass sowohl ein eigenes Arbeitsministerium und sie höchstpersönlich als Regierungsmitglied entbehrlich sind".

Kommentare (13)

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Mezgolits
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Steuergeld für Kurzarbeit

Ich meine: Schade um das Steuergeld für die
UMWELTSCHÄDLICHE Kurzarbeit. Erfinder M.

hfg
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Die Kurzarbeit sollte

Spätestens Ende Mai für fast alle Branchen (ausgenommen die welche immer noch nicht geöffnet sein können) beendet sein. Es darf nicht sein, dass wie zB. bei den Bundesmuseen die Betriebe einfach geschlossen bleiben, weil sie eventuell zu wenig Umsatz machen. Das wäre einfach kontraproduktiv-besser ist wenn die Regierung verschiedene Konjunkturmassnahmen sofort startet damit das System rasch wieder in Schwung kommt und sich selbst erhalten kann. Kurzarbeit ist eine kurzfristige Maßnahme die nicht gedacht ist nicht überlebensfähige Betriebe weiterhin zu unterstützen. Da ist es besser den Arbeitslosen kurzfristig mehr Geld zu geben und Firmen zu unterstützen die zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

archiv
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588.000 Tausend Arbeitslose und ...

.... weder die Regierung, noch der ORF und auch die GIS informieren nicht, dass jetzt möglicherweise hunderttausende dieser neuen Arbeitslosen "einen GIS-Befreiungsantrag" stellen könnten?

kritiker47
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Ist eh klar,

die Opposition meckert wieder und wollte schon gestern wissen, was übermorgen ist. Die schreiende Frau Belakowitsch als das Maß der Dinge ? Da würden wir aber "lieb" ausschauen, oder nicht ?

Amadeus005
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Die Summen sind System bedingt hoch

Wenn ich jemanden für 10% anmelde und er arbeitet dann 50%, dann ist es gedeckt. Umgekehrt eher nicht. Daher haben wohl die meisten auf 10% angemeldet. Am Ende wird es wohl hoffentlich besser sein und Geld gespart werden.

one2go
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Inkompetenz

hat einen neuen Namen -> Aschbacher!
Bitte dringend von jeglicher PK abziehen!

redlands
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das nächste

Bauerndirndl mit Ministerehren meldet sich mit der täglichen heissen Luft zu Wort...; man sollte ihnen die Sendezeit beinhart verrechnen - ist NICHTS als promotion

kritiker47
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Hallo, Redlands,

Sind bei Ihnen Bauern und ArbeiterInnen Menschen zweiter Klasse ? Was haben denn SIE für eine Ausbildung - bei der Bösartigkeit ein Hauptgegenstand gewesen zu sein scheint.

selbstdenker70
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..

Aufstocken..... Hat eigentlich schon eine Firma das Geld für März bekommen???? Und im Juni ist Urlaubsgeld fällig. Da sind dann die Konten bei den Firmen total leer bzw weit im minus..

Amadeus005
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Sind ja 6 Wochen definiert

Als frühestens Mitte Mai.

vbac
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Ein Skandal ist es,

dass die der FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch in der ZIB2 am Mittwoch bei Armin Wolf behauptete, das zeitgleich mit dem Lockdown die Infektionszahlen bereits wieder rückläufig waren.

fans61
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Die Selbstdarsteller täglich in Aktion

....schön langsam reichen diese belanglosen Pressemitteilungen.

kritiker47
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Belanglos ?

Hören Sie nicht zu, um WAS es hier geht ?