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Wirtschaftliche Entwicklungen Italien wirbt um ausländische Touristen; US-Notenbank tastet Leitzins nicht an

Beschwerden gegen AUA und Lufthansa +++ Deutschland verlängert Reisewarnung +++ Strabag nach Rekordgewinn vorsichtiger +++ Lufthansa-Chef trifft Österreichs Regierungsspitze +++ Treffen der Regierung mit Lufthansa-Chef zu Ende

Italien will Touristen für den Sommer gewinnen
Italien will Touristen für den Sommer gewinnen © (c) EPA (FRANCO SILVI)
 

Die Lage am Mittwoch

21:02 Uhr: Treffen der Regierung mit Lufthansa-Chef zu Ende

Das Treffen der Regierung mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr zur Zukunft der Austrian Airlines (AUA) ist am Mittwochabend nach eineinhalb Stunden zu Ende gegangen. Details zur AUA-Rettung wurden nach dem Gesprächstermin nicht bekanntgegeben. Für staatliche Hilfen will Österreich einige Zugeständnisse von der AUA-Mutter Lufthansa. "Der Ausbau des Drehkreuzes, die Stärkung des Standortes und der Wertschöpfung für Österreich und die Zukunft der Arbeitsplätze sind unabdingbar mit dem weiteren Verlauf der Gespräche verbunden", so Finanzminister Blümel in einer schriftlichen Stellungnahme nach dem Treffen. Die Lufthansa müsse auch "die Zukunftsperspektiven und die künftige Rolle des österreichischen Tochterunternehmens darlegen".

20:10 Uhr: US-Leitzins weiterhin zwischen 0 und 0,25 Prozent

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) belässt ihren Leitzins unverändert bei nahe Null. Die Coronavirus-Pandemie führe zu "einem scharfem Rückgang der Wirtschaftsleistung und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit", warnte die Zentralbank am Mittwoch nach zweitägigen Beratungen des Geldmarktausschusses. Die Notenbank sei weiter entschlossen, ihre "volle Bandbreite an Werkzeugen" einzusetzen, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzufedern. Die Fed erklärte, der Leitzins werde angesichts der Krise wohl bis auf Weiteres in der Spanne von 0 bis 0,25 Prozent bleiben. Bei den Beratungen der Zentralbank waren keine neuen Entscheidungen erwartet worden, zumal die Fed seit Ende Februar bereits Notprogramme in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar aufgelegt hatte.

20:00 Uhr: Flughafen Tegel will zwei Monate schließen

Der Berliner Airport Tegel soll wegen der Coronavirus-Krise und des fast brachliegenden Flugbetriebs ab spätestens Juni für zwei Monate vorübergehend schließen. Der Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers FBB habe dies mit großer Mehrheit entschieden, sagte FBB-Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider am Mittwochabend.

19:14 Uhr: Gazprom erwartet Rückgang der Erdgasexporte

Der russische Energie-Konzern erwartet in diesem Jahr einen Rückgang der Erdgas-Exporte um etwa 16 Prozent. Hintergrund sei der Einbruch der Nachfrage wegen der Coronavirus-Epidemie, sagte Finanzchef Alexander Ivannikow. Der durchschnittliche Gaspreis in Europa dürfte auf 133 Dollar pro 1000 Kubikmeter fallen nach 211 Dollar im Vorjahr.

18:43 Uhr: China bekennt sich trotz Pandemie zu Handelspakt

China bekennt sich nach Informationen aus US-Kreisen ungeachtet der Coronavirus-Epidemie zu seinen Verpflichtungen im Rahmen des im Jänner geschlossenen Handelsabkommens. Vertreter der US-Regierung diskutierten regelmäßig und teilweise täglich über die Umsetzung des sogenannten Phase-1-Abkommens, sagte der Insider am Mittwoch. Zudem werde sichergestellt, dass China wie vereinbart Waren und Dienstleistungen aus den USA erwerben.

17:55 Uhr: Polen öffnet Hotels und Einkaufszentren

Polen wird ab kommender Woche seine Anti-Corona-Maßnahmen weiter lockern. Hotels, Einkaufszentren und einige Museen dürften ab dem 4. Mai wieder öffnen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. Kindertagesstätten sollen zwei Tage später den Betrieb wieder aufnehmen. Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit bleibt aber bestehen, wie auch Abstandsregeln weiterhin gelten.

17:45 Uhr: Europas Leitbörsen schließen befestigt

Die neuerliche Hoffnung auf ein wirksames Medikament gegen Covid-19 haben die europäischen Leitbörsen am Mittwoch zu deutlichen Kursgewinnen angetrieben. Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Notenbank-Pressekonferenz am Abend stieg der Euro-Stoxx-50 um 2,18 Prozent auf 2.996,08 Einheiten.

17:34 Uhr: Gutschein statt Auszahlung bei Flugausfall

Zwölf EU-Mitgliedsstaaten haben die Kommission in Brüssel aufgefordert, den angeschlagenen Fluggesellschaften vorübergehend die Ausgabe von Gutscheinen statt Rückerstattungen für ausgefallene Flüge zu erlauben. Deutschland und Österreich gehörten nicht zu den Unterzeichnern.

17:28 Uhr: EU-Kommission billigt Kreditgarantie für Renault

Frankreich darf den Autobauer Renault in der Coronakrise mit einer Garantie für Kredite bis fünf Milliarden Euro unterstützen. Die EU-Kommission billigte die Maßnahme am Mittwoch. Vizepräsidentin Margrethe Vestager verwies auf die Bedeutung des europäischen Autoherstellers mit mehr als 73.000 Beschäftigten. Renault sei an der Entwicklung von Elektroautos beteiligt, die für die europäischen Klimaziele wichtig seien.

16:50 Uhr: Italien wirbt um ausländische Touristen

Die italienische Regierung hat in der Corona-Krise ausländische Touristen dazu aufgerufen, ihren Sommerurlaub in Italien zu verbringen. Kulturminister Dario Franceschini warb in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Il Messaggero" am Mittwoch auch bei den Italienern dafür, die Ferien in der Heimat zu verbringen, um die leidende Tourismusbranche zu unterstützen. "Ich denke, dass der internationale Tourismus in diesem Sommer leider stark zurückgehen wird." Damit sich die Bürger im Sommer innerhalb der EU frei bewegen können, seien einheitliche Schutz- und Gesundheitsstandards notwendig, betonte Franceschini. Italien arbeite deshalb insbesondere mit Deutschland, woher die meisten Italien-Touristen kommen, eng zusammen.

15:35 Uhr: Deutsche Bank verlangt Strafzinsen

Die Deutsche Bank berechnet künftig bei mehr Kunden Strafzinsen für Spareinlagen. "Ab Mitte Mai ziehen wir die Bedingungen für Einlagen an und senken im Neugeschäft die Hürde für die Weitergabe der Negativzinsen auf 100.000 Euro ab", schrieb der Chef des deutschen Privatkundengeschäfts, Manfred Knof, am Mittwoch in einem Brief an seine Mitarbeiter.

15:00 Uhr: US-Wirtschaft bricht wegen der Corona-Krise ein

Die US-Wirtschaftsleistung bricht wegen der Corona-Krise ein. Sie ist im ersten Quartal, also von Jänner bis März, um 4,8 Prozent zurückgegangen. Im vierten Quartal 2019 war die weltgrößte Volkswirtschaft noch mit soliden 2,1 Prozent gewachsen.

13:26 Uhr: Deutschland verlängert weltweite Reisewarnung

Der deutsche Außenminister Heiko Maas bestätigte am Mittwoch Berichte über eine Verlängerung der weltweiten Reisewarnung bis zum 14. Juni durch die Regierung in Berlin. Man könne nach wie vor "kein sorgenloses Reisen" empfehlen, so Maas. Auf eventuelle Lockerungen danach wollte er sich nicht festlegen lassen. Aufgrund der unterschiedlichen Verläufe der Pandemie sei aber nicht auszuschließen, dass es bei der Reisewarnung zu Differenzierungen kommen werde.

12:46 Uhr: AUA verlängert abermals ihre Flugpause

Die AUA verlängert ihre Flugpause um weitere zwei Wochen bis Ende Mai. "Anders als so mancher Mitbewerber wollen wir Leerflüge auf jeden Fall vermeiden. Wir werden erst dann abheben, wenn ein Neustart für Austrian Airlines auch Sinn macht und die Reiserestriktionen gelockert werden", sagt AUA-Vorstand Andreas Otto.

12:12: Asfinag erwartet 500 Millionen Euro weniger Einnahmen 

Die für Autobahnen und Schnellstraßen zuständige Asfinag ist von den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie hart getroffen. 2019 gab es noch ein Rekordergebnis, heuer dürften aber fast 500 Millionen Euro an Umsätzen wegbrechen, sagen die Vorstände Josef Fiala und Hartwig Hufnagl. Der Lkw-Verkehr ist im Zuge der Krise um etwa 30 Prozent eingebrochen, über das Jahr erwartet Fiala 15 Prozent weniger Fahrleistung - das wäre ein heftigerer Einbruch als in der Finanzkrise 2008/09. Dennoch zeichnen sich weder rote Zahlen noch ein Bedarf nach Staatshilfen ab.

11:55 Uhr: Österreich könnte sich an Lufthansa beteiligen

Die Republik Österreich könnte sich an der deutschen AUA-Mutter Lufthansa beteiligen, damit die österreichische Tochterairline AUA zu frischem Eigenkapital kommt. In einem unbestätigten Bericht der "Presse" ist von 267 Millionen Euro die Rede. Diese Summe würde laut aktuellem Börsenwert einer Beteiligung von knapp sieben Prozent an dem deutschen Luftfahrt-Konzern entsprechen. Das Geld würde dann von der Konzernmutter zur AUA kommen. Der Rest der Staatshilfe würde sich auf Kreditgarantien und einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss für Fixkosten aufteilen. Die AUA hat am Dienstagabend in Österreich 767 Millionen Euro an Staatshilfen aus dem Corona-Hilfsfonds beantragt.

11:49 Uhr: Unternehmen erwarten 20 Prozent weniger Umsatz 

Neun von zehn österreichischen Unternehmen gehen laut Wifo davon aus, dass sie wegen der Coronakrise heuer weniger Umsatz machen werden. Nur zwei Prozent erwarten Umsatzsteigerungen. "Die negative Betroffenheit ist höher als wir erwartet haben", sagt Wifo-Experte Werner Hölzl. Im Schnitt erwarten die Unternehmen 20 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr.

11.29: Kampagne für Kärnten-Urlaub vorerst nur in Österreich

Die Kärnten Werbung startet im Mai eine Kampagne in Österreich. Für Spots im ORF und im Privat-TV, später dann auch Radio, Print und online werden in der ersten Phase zwei Millionen Euro ausgegeben, kündigten Geschäftsführer Christian Kresse und Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (VP) am Mittwoch in einer Video-Pressekonferenz an. Für Tourismuswerbung im Ausland sei es derzeit noch zu früh. Die neue TV-Kampagne

10:50: Trafiken profitieren von Coronakrise

Vor allem jene Trafiken in Österreich, die in Grenzgebieten liegen, profitieren von der Cornakrise bzw. den Reisenbeschränkungen. In manchen Trafiken sollen die Umsätze zwischen 30 und 50 Prozent angestiegen sein, auch, weil die Kunden sich mit ganzen Zigarettenstangen eindecken statt einzelne Packungen zu kaufen.

10:45: Spar kehrt zu "alten" Öffnungszeiten zurück

Ab Samstag, 2. Mai sind österreichweit alle 500 Spar-, Eurospar-, und Interspar-Filialen wieder wie gewohnt geöffnet: also früher und länger.

10:04: "Weder Raffinerie-Stillstand, noch Kurzarbeit"

Angesichts des Ölpreisverfalls und der Coronavirus-Pandemie dreht OMV-Chef Rainer Seele an vielen Schrauben, um die Ausgaben heuer möglichst niedrig zu halten: Investitionen werden zurückgefahren, der Einstieg beim russischen Achimov-Gasfeld verschoben und der Borealis-Zukauf in Raten abgestottert. Eine Stilllegung der Raffinerie Schwechat und Kurzarbeit seien derzeit nicht geplant, sagt Seele.

10:00: Keimfreie Handlaufflächen für Rolltreppen

Der Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler reduziert wegen der Auswirkungen der Corona-Krise den bisherigen Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr, präsentiert aber gleichzeitig eine neue Entwicklung: keimfreie Handlaufflächen für Rolltreppen. Ein Ultra UV-Gerät desinfiziert Fahrtreppenhandläufe automatisch.

Schindler Handlauf
Schindler Handlauf Foto © Schindler/KK

9.48: Beschwerden gegen AUA und Lufthansa

Beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) gehen vermehrt Beschwerden ein, dass aufgrund der Corona-Pandemie stornierte Flugtickets nicht rückerstattet werden, sondern Kunden nur Ersatzleistungen wie Gutscheine oder Umbuchungen angeboten bekommen. Der VKI startete deshalb am Mittwoch eine Hilfsaktion, um beim Durchsetzen der Ansprüche zu helfen. Betroffene können sich unter www.verbraucherrecht.at/flugstorno2020 beim VKI melden. Die Aktion ist vorerst bis 31. Mai 2020 befristet. 

09:31 Uhr: Trump ordnet Fortsetzung der Fleischproduktion an

US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, dass die Produktion in Fleischfabriken des Landes trotz der Coronakrise weiterlaufen muss. Trump unterzeichnete am Dienstag ein entsprechendes Dekret. Darin wird die Fleischindustrie als wesentlicher Wirtschaftssektor eingestuft, der in Krisenzeiten weiterlaufen muss.

09:28 Uhr: Beratungen über Kfz-Kaufprämien

Volkswagen hat sich vor Beratungen der Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg über mögliche Auto-Kaufprämien in der Coronakrise für eine weitreichende Förderung ausgesprochen. Man werde sich dafür starkmachen, "dass die Politik Geld für diesen Impulsstoß bereitstellt", erklärte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh am Mittwoch in einem Brief an die Mitarbeiter. "Wir wissen, dass wir damit nach Steuermitteln rufen", heißt es in dem Schreiben von Osterloh, das der dpa vorliegt. "Aber wir wissen auch, dass sich dieses Geld für unsere gesamte Gesellschaft klug anlegen ließe und sich so gleich mehrfach rechnen könnte - nämlich ökonomisch, ökologisch und sozial."

09:15 Uhr: Deutsche Regierung rechnet mit schwerer Rezession

Die deutsche Regierung rechnet infolge der Coronakrise mit einer schweren Rezession in Deutschland. Sie erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 6,3 Prozent sinkt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Dies wäre ein stärkerer Wirtschaftseinbruch als in der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren. Erst 2022 wird laut Prognose das Niveau vor der Coronakrise erreicht werden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt die Projektion am Mittwochmittag (14.00 Uhr) in Berlin vor.

09:03: Strabag nach Rekordgewinn vorsichtiger

Der österreichische Bauriese Strabag hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 mit einer weiteren Steigerung der Ergebnisse abgeschlossen. Der Konzerngewinn legte gegenüber dem Jahr davor um 5 Prozent auf 371,7 Millionen Euro zu. Die Bauleistung weitete sich um 2 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro aus, der konsolidierte Umsatz um 3 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen Mittwochfrüh mitteilte. Der Ausblick? "Die kurzfristigen, signifikanten Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf unser Geschäft dürften überstanden sein", so Strabag-Chef Thomas Birtel. Aber viele Branchen wie der Tourismus oder der stationäre Handel seien stark betroffen. Deshalb müsse die Strabag nun die mittelfristigen Auswirkungen bewerten und auch ein Augenmerk auf ihre Produktivität haben. "Wir müssen mit Nachfragerückgänge aus dem privaten Sektor rechnen, doch könnten die durch öffentliche Wirtschaftsimpulse bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden", erwartet der CEO.

08:53 Uhr: Lufthansa-Chef trifft Österreichs Regierungsspitze

Der Vorstandschef der AUA-Mutter Lufthansa, Carsten Spohr, trifft heute, Mittwoch, in Wien Österreichs Regierungsspitze. An dem Treffen nehmen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) teil, wurde der APA Mittwochfrüh im Kanzleramt bestätigt. Die AUA hat am Dienstagabend in Österreich 767 Millionen Euro an Staatshilfen aus dem Corona-Hilfsfonds beantragt. Ein großer Teil der Summe bestehe aus rückzahlbaren Krediten, der andere Teil seien Zuschüsse, die noch zu verhandeln sind.

Die Lage am Dienstag

19:44 Uhr: Konjunkturprogramme nicht ohne Klimaschutz

Inmitten der Diskussion um Kaufprämien für Neuwagen in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgerufen, bei Konjunkturprogrammen dem Klimaschutz einen festen Stellenwert einzuräumen. Sie erwarte eine schwierige Verteilungsdiskussion bei den wirtschaftlichen Schäden der Corona-Pandemie, sagte Merkel am Dienstag beim Petersberger Klimadialog.

"Umso wichtiger wird es sein, wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, immer den Klimaschutz ganz fest im Blick zu haben und deutlich zu machen, dass wir nicht etwa am Klimaschutz sparen, sondern dass wir in zukunftsfähige Technologien investieren."

Um die in der Corona-Krise abgestürzte Nachfrage anzukurbeln, fordert die deutsche Autoindustrie staatliche Prämien für den Neuwagen-Kauf.

19:41 Uhr: Telekom Austria macht mehr Gewinn

Die teilstaatliche börsennotierte Telekom Austria hat im ersten Quartal dank einem gut laufenden Osteuropageschäft bei steigenden Umsätzen einen höheren Gewinn erzielt. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,4 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro, das Nettoergebnis erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 89,3 Millionen Euro, teilte der Telekomkonzern am Dienstagabend mit.

In Bulgarien, Weißrussland und Serbien verzeichnete die Telekom-Austria Gruppe steigende Umsätze und in Österreich stabile Erlöse. Die Coronakrise führte in den A1-Netzen bisher zu einem starken Anstieg im Daten- und Sprachverkehr. "Auf das Ergebnis des ersten Quartals hat Covid-19 nur wenig Einfluss", so der Chef der A1 Telekom Austria Group, Thomas Arnoldner, in einer Aussendung. "Allerdings sind die weiteren Auswirkungen aufgrund der ungewissen Dauer der Krise noch nicht absehbar und auch durchaus vielfältig." Es sei mit "negativen Auswirkungen auf Privat- und Businesskunden zu rechnen", erklärte der Telekom-Austria-CEO. Telekom-Austria-Vorstand Alejandro Plater vermeldete mehrere positive Entwicklungen für das erste Quartal 2020. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden sei im Jahresvergleich um 5,0 Prozent gestiegen.

18:51 Uhr: British Airways will 12.000 Jobs streichen

Die Fluggesellschaft British Airways will wegen der Coronakrise bis zu 12.000 Stellen streichen. Der Mutterkonzern der Airline, die IAG-Gruppe, begründete die Entscheidung am Dienstag damit, dass es voraussichtlich mehrere Jahre dauern werde, bis sich der Flugverkehr wieder normalisiert habe. Zur IAG-Gruppe gehören auch die Fluggesellschaften Iberia, Vueling, Air Lingus und Level.

IAG hat im ersten Quartal angesichts der Coronavirus-Krise einen milliardenschweren Verlust eingeflogen. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust habe zwischen Jänner und März 535 Millionen Euro betragen, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag in London auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Ein Jahr zuvor hatte IAG noch einen operativen Gewinn von 135 Millionen Euro gemacht.

17:30 Uhr: Auch Southwest Airlines in den roten Zahlen

Die Coronapandemie hat der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines den ersten Quartalsverlust seit Jahren eingebrockt. Die drei Monate bis Ende März wurden unterm Strich mit einem Minus von 94 Millionen Dollar (86,6 Millionen Euro) abgeschlossen, wie Southwest am Dienstag mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Billigflieger noch 387 Millionen Dollar Gewinn gemacht.

16:35 Uhr: Lufthansa: Staatsbetrieb oder Insolvenz?

Der Nervenkrieg um milliardenschwere Staatshilfen für die coronageschädigte Lufthansa wird härter. Während am Dienstagvormittag erste Meldungen über eine angebliche Einigung die Runde machten, denkt die Führung des AUA-Mutterkonzerns laut über eine mögliche Insolvenz nach, die nach dem Vorbild der Condor in Eigenverwaltung abgewickelt werden könnte.

16:05 Uhr: Gewinne bei Harley-Davidson brechen ein

Die Coronapandemie hat der ohnehin schon kriselnden US-Motorrad-Ikone Harley-Davidson weiter zugesetzt. Im ersten Quartal brach der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund 45 Prozent auf 69,7 Millionen Dollar (64,2 Millionen Euro) ein, wie das Unternehmen am Dienstag in Milwaukee mitteilte. Der Umsatz sank um gut 8 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar.

15:58 Uhr: Republik holt sich 1,15 Milliarden über Bundesanleihen

Die Republik Österreich wird sich in der kommenden Woche über die Aufstockung zweier Bundesanleihen 1,15 Milliarden Euro an frischem Kapital holen. Am kommenden Dienstag sollen eine 10-jährige sowie eine 30-jährige Bundesanleihe begeben werden, wie die Oesterreichische Finanzierungsagentur (OeBFA) am Dienstag auf ihrer Website mitteilte. Beide Papiere sind heuer erstmals emittiert worden.

15:05 Uhr: Gewinnrückgang bei OMV im 1. Quartal erwartet

Für die am Mittwochmorgen anstehenden Zahlen zum ersten Quartal 2020 des heimischen Öl- und Gaskonzerns OMV sehen Experten von 15 Analystenhäusern im Schnitt einen klaren Rückgang beim operativen Ergebnis. Auch der Periodenüberschuss soll deutlich sinken. Die Konsensusschätzung der Analysten beläuft sich beim Operativen Ergebnis vor Sondereffekten (CSS-EBIT) auf 573 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch annähernd 760 Millionen Euro zu Buche gestanden hatten.

14:15 Uhr: VKI-Expertin rät Reisewilligen zu Geduld

"Es ist eine schwierige Situation, die so noch nie da gewesen ist. Wenn man schon jetzt buchen will, ist es meiner Meinung nach am besten, auf eine möglichst lange kostenfrei stornierbare Option zu setzen", erklärte VKI-Expertin Cornelia Kern auf Ö1. Sonst empfehle man in vielen Fällen eher noch zuzuwarten und zu sehen, wie sich die Lage weiter entwickle. "Weil aus derzeitiger Sicht kann einfach niemand sagen, wann und wo welche Art von Reisen möglich sind. Man sollte vielleicht auch versuchen, auf Last-Minute-Aktionen zu setzen."

14:00 Uhr: Rekordtief in der Industrieproduktion im April

Die Ökonomen der Bank Austria orten aufgrund der Coronakrise einen "beispiellosen Fadenriss" der Industrieentwicklung in Österreich und sehen aufgrund des Nachfragkollapses "die historisch stärkste Verringerung der Produktion". Der Bank-Austria-Einkaufsmanagerindex stürzte im April um 14 Punkte auf ein Rekordtief von 31,6 Punkten ab und hat damit den Finanzkrise-Tiefstand von 2009 unterschritten.

13:40 Uhr: Werbewert-Einbruch im Sport hält sich in Grenzen

Geht es nach den neuesten Erkenntnissen der Marktforscher von Focus, hält sich der Einbruch bei den Werbewerten im heimischen Sport durch die Corona-Krise bisher in Grenzen. Wie das Branchenmagazin "Horizont" unter Berufung auf Focus jüngst berichtete, fällt die Bilanz im ersten Quartal 2020 mit einem - bereinigten - Minus von 4 Prozent angesichts der Pandemie gar nicht so schlecht aus. Einige Sportarten könnte durchaus zufrieden sein.

13:30 Uhr: Gewerkschaft und SPÖ klar gegen Sonntagsöffnung

Die Gewerkschaft sowie die SPÖ Burgenland erteilen dem Wunsch nach einer teilweisen Öffnung der Geschäfte am Sonntag eine klare Absage. Es sei unverschämt, für Beschäftigtengruppen, die in den letzten Wochen unglaubliches für die Gesellschaft geleistet haben, die Arbeitsbedingungen verschlechtern zu wollen, sagte GPA-Vorsitzende Barbara Teiber am Dienstag laut einer Aussendung. Sie hält sogar die bestehenden Sonntagsregelungen in den Tourismusgebieten wie sie beispieslweise in Kärnten bestehen für fraglich, da aktuell der Tourismus ausbleibe. 

12:45 Uhr: Umsatzeinbrüche bei Süßwarenhersteller Manner

Der Wiener Süßwarenhersteller Manner bekommt den Coronavirus bedingten Shutdown, fehlende Touristen und die Konsumzurückhaltung zu spüren. Nach einem guten Jahr 2019 mit einem Umsatzplus von fast 6 Prozent auf 222 Millionen Euro sind für 2020 "negative Abweichungen gegenüber den Vorjahren zu erwarten", heißt es. Das Unternehmen betreibt in Österreich 13 Shops sowie einen in Deutschland, die vor allem von Touristen leben. "Dabei ist uns ein relevanter Umsatz weggebrochen, den wir über andere Kanäle nicht abfedern konnten", ist im Jahresbericht zu lesen, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

12:35 Uhr: Comeback der Wizzair kleiner als geplant

Der Wiener Flugplan von Wizz Air Anfang Mai bröckelt. Von den ursprünglich insgesamt 16 geplanten Zielen am ersten Mai-Wochenende sollen nun nur noch vier Städte - Thessaloniki, Dortmund, Lissabon und Eindhoven - angeflogen werden, korrigierte die PR-Agentur der ungarischen Billigfluglinie am Dienstag Angaben vom Vortag.

So wurden beispielsweise die Flüge für Mailand, die ebenfalls mit 1. Mai starten hätten sollen, wieder aus den Buchungssystemen entfernt. Mailand soll nun wie Valencia und Tel Aviv sowie viele der anderen Strecken erst in der zweiten Monatshälfte aufgenommen werden. Wizz Air hatte vergangenen Freitag groß angekündigt, im Mai 20 Destinationen wieder aufnehmen zu wollen. Darunter waren auch Ziele, für die es ein Landeverbot und eine explizite Reisewarnung gibt.

12:10 Uhr: Gastronomie und Hotellerie begrüßen Öffnungen

Nach dem am Dienstag fixierten Wiedereröffnungstermin für die österreichische Gastronomie am 15. Mai sowie dem für 29. Mai festgelegten Wiedereinstieg der Hotellerie durch die Bundesregierung hat es erleichterte Kommentare aus der Wirtschaft gegeben. Gemeinsam mit den Sozialpartnern und den Ministerien seien konkrete Vorgaben und Regeln für Gäste, Unternehmen und ihre Mitarbeiter erarbeitet worden.

11:45 Uhr: Lufthansa lehnt laut SZ Staatshilfe-Bedingungen ab

Die Fluggesellschaft braucht dringend Hilfe, um eine Pleite abzuwenden - aber offenbar nicht um jeden Preis, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Nun prüft sie drastische Alternativen, wie sie trotz allem überleben kann. Die Verhandlungen mit der Bundesregierung drohen zu kippen, das Unternehmen lehnt die Bedingungen laut SZ ab. Ein Schutzschirmverfahren wird erwogen. Das wäre eine Vorstufe zum Insolvenzverfahren.

11:35 Uhr: Deutsche Wirtschaft bricht um 16 Prozent ein

Während der Corona-Schließungen ist die deutsche Wirtschaftskraft nach Schätzung des Ifo-Instituts um 16 Prozent eingebrochen. Das ergebe eine Auswertung der April-Umfrage unter 8800 Unternehmen aus fast allen Branchen, teilten die Münchner Forscher am Dienstag mit. "Damit dürfte das Bruttoinlandsprodukt bereits im ersten Vierteljahr um 1,9 Prozent gesunken sein und dann im zweiten um 12,2 Prozent einbrechen", erläuterte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

11:30 Uhr: Acht Prozent Minus im Tourismus in Wintersaison

Die behördlich verfügten Betriebsschließungen wegen der Coronavirus-Pandemie ab der zweiten Märzhälfte haben dem Tourismus den Lebensnerv gekappt. Sie lösten einen massiven Einbruch bei den gebuchten Nächtigungen im März gegenüber dem Vorjahr um 59 Prozent aus und rissen das Ergebnis der gesamten bisherigen Wintersaison um 8 Prozent nach unten. Das zeigen vorläufige Daten der Statistik Austria.

11:10 Uhr: AUA baut Langstreckenflieger zu Frachtfliegern um

Die AUA baut aus zwei Langstreckenfliegern (B777) den Großteil der Sitze aus, um sie besser für Warentransporte verwenden zu können. Die Frachtkapazität der Flugzeuge steige damit um ein Drittel von rund 210 Kubikmetern auf bis zu 280 Kubikmeter, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bisher seien für den Transport von Luftfracht, vorrangig aus China und Malaysia nach Österreich, neben der Frachtkapazität im Flugzeugbauch auch der Platz auf den Flugzeugsitzen in der Passagierkabine genutzt worden.

11:08 Uhr: Ansturm auf Firmenkredite in der Coronakrise

Unter dem Eindruck der Coronakrise ist die Nachfrage nach Firmenkrediten in der Eurozone deutlich gestiegen. Dies sei teilweise auf akuten Liquiditätsbedarf zurückzuführen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage unter 144 Geldhäusern mit. Für das zweite Quartal zeichne sich ein noch kräftigerer Anstieg der Nachfrage ab.

10:58 Uhr: Schramböck kritisiert hohe Bearbeitungsgebühr

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) hat am Dienstag in einer Pressekonferenz der Regierung hohe Bearbeitungsgebühren bei Banken kritisiert. Diese würden bis zu 2,5 Prozent der Kreditsumme betragen, so Schramböck. Mit den drei großen Instituten Raiffeisen, Bank Austria und Erste sei ihr eine Einigung gelungen. Diese hätten die Spesen auf 0,5 bis 0,8 Prozent gesenkt, sagte Schramböck.

10:07 Uhr: Bis zu 50.000 Insolvenzen in deutschem Einzelhandel

Der deutsche Einzelhandel erwartet wegen der Coronakrise bis zu 50.000 Insolvenzen in der Branche. Während der vierwöchigen Schließungen von Geschäften aus dem Nicht-Lebensmittel-Bereich habe die Branche bereits rund 30 Milliarden Euro Umsatz verloren, der auch nicht wiederzubekommen sei, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth.

09:30 Uhr: Airline SAS kündigt drastischen Stellenabbau an

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS will ihre Personalstärke im Zuge der Coronakrise um bis zu 5.000 Stellen fast halbieren. Grund dafür sei, dass sich das Unternehmen an die gesunkene Nachfrage nach Flügen anpassen müsse, teilte die Airline Dienstagfrüh mit. Von dem Schritt betroffen sein sollen demnach rund 1.900 Vollzeitkräfte in Schweden sowie 1.700 in Dänemark und 1.300 in Norwegen. Die Fluglinie rechnet damit, dass es einige Jahre dauern dürfte, bis die Flugnachfrage wieder das Niveau von vor der Coronaviruspandemie erreicht. "Covid-19 hat SAS gezwungen, sich einer neuen und beispiellosen Wirklichkeit zu stellen, die nicht nur in den kommenden Monaten, sondern auch in den kommenden Jahren nachhallen wird", erklärte SAS-Chef Rickard Gustafson. Das Unternehmen hatte während der Coronakrise bereits bis zu 10.000 Angestellte - das sind rund 90 Prozent der Belegschaft - vorübergehend beurlaubt.

09:12 Uhr: Deutschland erwägt größeren Gastro-Rettungsschirm

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier denkt über weitere Hilfen für die von der Coronakrise gebeutelte Gastronomie nach. "Sollte es wider Erwarten noch lange dauern, bis eine volle Öffnung möglich ist, dann müssen wir bei den Hilfen auch nachlegen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in der ARD. Dann sei ein größerer Rettungsfonds nötig. Die Branche kann bereits Hilfskredite und Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Außerdem haben die Spitzen der großen Koalition zuletzt beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr auf sieben Prozent zu senken.

09:05 Uhr: Deutsche Betriebe bereiten sich auf Kündigungen vor

Dem deutschen Arbeitsmarkt droht in der Coronakrise nach Einschätzung des Ifo-Instituts nach der Kurzarbeit auch ein Stellenabbau. "Die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor", fasste das Münchener Forschungsinstitut am Dienstag das Ergebnis einer Umfrage zusammen. Das anhand der Erhebung ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer sei im April auf ein Rekordtief von 86,3 Punkten abgestürzt, von 93,4 Punkten im März. Auch der Rückgang des Indexwertes war der stärkste, der vom Ifo-Institut jemals ermittelt wurde.

08:46 Uhr: Hotel-Öffnungen ab 29. Mai

Restaurants dürfen wie bereits angekündigt ab 15. Mai wieder aufsperren, Hotels sollen laut Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ab 29. Mai wieder öffnen. Für die Gastronomie gilt künftig, dass pro Tisch maximal vier Erwachsene plus die zugehörigen Kinder Platz nehmen dürfen. Die "Abstandsregel" gilt für die Gäste am Tisch nicht, das Personal muss aber Masken tragen. Es gebe eine "große Sehnsucht" bei Bevölkerung und Unternehmen, "dass wir wieder zurückkommen zu einem durchwegs auch normalen Leben", sagte Köstinger. Die nun angekündigten Lockerungsschritte werde man im Abstand von zwei Wochen evaluieren. Der Fahrplan gebe den Unternehmen aber Planungssicherheit: "Die Betriebe können sich jetzt auf die Öffnung vorbereiten." Die Öffnungszeiten für die Gastronomie bleiben wie zuletzt angekündigt bei 6:00 bis 23:00 Uhr.

06:42 Uhr: Trump rechnet mit "spektakulärer" Erholung

Trotz verheerender Schäden durch die Corona-Krise rechnet US-Präsident Donald Trump mit einer rasanten Erholung der Wirtschaft in den USA noch in diesem Jahr. Das dritte, vor allem aber das vierte Quartal würden mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt "spektakulär", kündigte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses an. Auch das kommende Jahr werde "phänomenal". Trump drängte erneut auf eine baldige Wiedereröffnung der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten - die "schnell, aber sicher" erfolgen müsse. So brachte er etwa eine Öffnung der Schulen ins Spiel, auch wenn dies wegen der Sommerferien nur kurz sein werde.

07:05 Uhr: Ölpreise gefallen, US-Öl zeitweise unter 11 Dollar

Die Ölpreise haben am Dienstag nach dem Preissturz vom Wochenstart weiter nachgegeben. Neben dem seit Mitte März anhaltenden Druck durch Nachfrageschwäche und Angebotsschwemme belasten sinkende Lagerkapazitäten und Verkäufe großer Ölfonds die Notierungen. Der Preis für US-Öl fiel daher im asiatischen Handel zeitweise unter die Marke von 11 Dollar. Vor einer Woche war der Preis für US-Öl zum Kontraktwechsel zeitweise in den Negativbereich gerutscht.

06:13 Uhr: US-Notenbank Fed weitet Hilfen aus

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) weitet ihre Finanzhilfen für die ländlichere Gebiete aus. Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren von Countys mit nur 500.000 Einwohnern und Städten mit nur 250.000 Einwohnern sind nun möglich. Die anfängliche Limitierung auf eine Bevölkerungszahl von 2 Millionen für Landkreise und 1 Million für Städte sei aufgehoben, teilt die Fed mit.

05:45 Uhr: Nissan will Produktion um 80 Prozent verringern

Der japanische Autohersteller Nissan will die Produktion massiv reduzieren. Die Zahl der Autos, die zu Hause produziert werden, sollen im Mai um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Nissan plane, im kommenden Monat nur rund 13.400 Fahrzeuge zu produzieren, verglichen mit fast 61.000 Einheiten, die im Mai letzten Jahres hergestellt wurden. Dies geht aus Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Im Juni soll die Inlandsproduktion auf 33.700 Fahrzeuge reduziert werden, ein Rückgang von rund 63.700 Einheiten im Vergleich zum vergangenen Jahr und ein Rückgang von 43 Prozent gegenüber dem vorherigen Zeil von rund 59.300 Autos. Nissan lehnte es ab, sich zu seinen Produktionszielen zu äußern.

05:30 Uhr: Boeing will 787 "Dreamliner"-Produktion aufnehmen

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Coronakrise gestoppte Produktion seines Langstreckenjets 787 "Dreamliner" wieder aufnehmen. Der Betrieb in den Werken im Bundesstaat South Carolina werde am kommenden Wochenende wieder gestartet, teilte der Konzern am Montag (Ortszeit) in North Charleston mit. Boeing hatte die Fertigung am 8. April wegen der Pandemie vorübergehend ausgesetzt. Inzwischen seien verschiedene Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden, teilte das Unternehmen mit.

Der Montag zum Nachlesen

20:16 Uhr: Gehaltskürzung bei Laudamotion geplant

Die Ryanair-Tochter Laudamotion verlangt wegen der Coronavirus-Pandemie einen neuen Kollektivvertrag. Die Gehälter der Piloten und der erfahreneren Flugbegleiter sollen um 10 Prozent oder mehr sinken, wie das Onlineportal AviationNet am Montagabend berichtete. In einem Interview mit dem Portal droht die Lauda-Führung erneut mit dem Aus der Airbus-Basis in Wien und der Kündigung der 560 Mitarbeiter.

Die Airline hat dem Bericht zufolge am Montag ihren Vertragsentwurf für den neuen Kollektivvertrag (KV) an Wirtschaftskammer und Gewerkschaft vida übermittelt. Bis 21. Mai soll er unterschrieben werden. Sonst werde man die derzeitige Kurzarbeit per 31. Mai 2020 beenden, ein Monat später würde dann der Kündigungsschutz enden.

19:40 Uhr: Modekette Tally Weijl in argen Nöten

Die Schweizer Modekette Tally Weijl braucht dringend Geld, um das Geschäft weiterbetreiben zu können. Die Coronakrise trifft die auf Mode für junge Frauen ausgerichtete Kette während dem geplanten Umbau des Geschäfts schwer. Seit Mitte März sind die 80 Schweizer Läden und viele der europaweit insgesamt 800 Filialen von Tally Weijl wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Um den Weg aus dem Finanzengpass zu finden, seien für die beiden Schweizer Gesellschaften Covid-19-Kredite im Gesamtumfang von 24,7 Millionen Franken beantragt worden, bestätigte Sprecher Sacha Wigdorovits.

Die Kreditgesuche seien derzeit bei den Banken anhängig, hieß es weiter. Doch ohne die Unterstützung der Banken, werde Tally Weijl nicht aus dem Corona-Loch hinausfinden, so Wigdorovits weiter. Der Firma drohe das Aus. Auf dem Spiel stehen viele Arbeitsplätze. In der Schweiz beschäftigt Tally Weijl in ihren Boutiquen und am Basler Hauptsitz rund 620 Angestellte. Insgesamt sind es 2.700 Angestellte. Tally Weijl trifft die Coronakrise mitten im Umbau. Die Firma will den Plänen zufolge ein digitales Omnichannel-Verkaufsmodell aufbauen. Im Zuge der ersten Umbauschritte seien rund 100 Läden geschlossen (darunter auch welche in Österreich) und die Kosten deutlich gesenkt worden, schreibt der Sprecher. Ein weiterer Personalabbau am Hauptsitz in Basel und in den Filialen seien geplant.

19:30 Uhr: Normalität erst wieder in zwei bis drei Jahren

Der US-Flugzeugbauer Boeing rechnet erst in zwei bis drei Jahren mit einer Rückkehr zur Normalität im internationalen Flugverkehr. Konzernchef David Calhoun sagte am Montag, das Niveau der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie dürfte erst in einigen Jahren wieder erreicht werden. Die Krise sei beispiellos. Calhoun kündigte zudem an, Boeing werde seinen Aktionären voraussichtlich erst in drei bis fünf Jahren wieder Dividende ausbezahlen. Er machte deutlich, dass eine Rückzahlung von Schulden und das Aufrechterhalten der Zuliefererkette größere Priorität habe.

19:04 Uhr: Einbruch um bis zu zehn Prozent in EU

Die EU-Kommission erwartet wegen der Corona-Krise einen Wirtschaftseinbruch um fünf bis zehn Prozent in der Europäischen Union. Genauere Zahlen würden Anfang Mai vorgestellt, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis am Montag dem Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments.

Harte Daten zum Arbeitsmarkt fehlten noch, fügte er hinzu. Doch könne er einige Beispiele nennen. So habe etwa Österreich 900.000 Menschen in Kurzarbeit und 500.000 Arbeitslose, was sich auf 35 Prozent der Beschäftigten summiere. In Frankreich seien 9,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Es handele sich um beispiellose Zahlen. Für Deutschland geht die Große Koalition nach einem Medienbericht von einem Wachstumsrückgang ähnlicher Größenordnung aus: Das Bruttoinlandsprodukt könnte 2020 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Montag) unter Berufung auf Zahlen, die am Mittwoch vorgestellt werden sollen.

18:00 Uhr: Debatte um Sonntagsöffnung flammt wieder auf

Der wochenlange Shutdown im Einzelhandel lässt eine alte Debatte wieder neu aufflammen. Mehrere Manager von Einkaufszentren sind für eine zumindest teilweise Öffnung am Sonntag, um die Umsatzeinbußen der vergangenen Wochen abfedern zu können. Richard Lugner etwa, der in Wien die Lugner City betreibt, möchte sonntags von 12 bis 18 Uhr aufmachen. Damit bliebe immer noch der halbe Sonntag frei, um in die Kirche zu gehen. Und im Unterschied zu der Gastronomie winke den Beschäftigten ein Zuschlag, der vor allem für Jüngere ein Anreiz sei, so Lugner laut einer Aussendung vom Montag.

Peter Schaider, Chef des Auhof Centers, wünscht sich je zehn offene Sonntag heuer und nächstes Jahr. Christoph Andexlinger, Centermanager der SES Spar European Shopping Centers, ist für eine Öffnung an sechs Sonntagen im Jahr. "Die Corona-Krise hat uns im Handel wie ein Blitz von heute auf morgen den Boden unter den Füßen weggezogen. Eine Öffnung an sechs Sonntagen im Jahr, denken wir, wäre daher eine Maßnahme, die dem stationären Einzelhandel und den damit verbundenen Arbeitsplätzen helfen würde."

Anders läuft die Debatte um die Handelsöffnung an Sonntagen in Kärntner Tourismusgebieten, wo sie ab 1. Mai wieder erlaubt ist. Die Gewerkschaft fordert aber ein Aussetzen der Regelung.

16:45 Uhr: Warenströme nach China legen wieder zu

Die Warenströme von und nach China kommen nach dem Hochfahren der dortigen Industrie wieder in Schwung. Die Schienengütertransporte der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) legen wieder zu, berichteten die Österreichischen Bundesbahnen am Montag. Nun sei der erste RCG-Zug der Strecke Jinan-Budapest angekommen, mit 12 bis 14 Tagen die schnellste Direktverbindung entlang der Seidenstraße.

15:45 Uhr: General Motors setzt Dividende und Aktienrückkäufe aus

Der größte US-Autobauer General Motors (GM) hat weitere Schritte zur Stärkung der Bilanz in der Coronakrise ergriffen. Das Unternehmen teilte am Montag in Detroit mit, die Quartalsdividende und Aktienrückkäufe ausgesetzt sowie weitere erhebliche Sparmaßnahmen beschlossen zu haben, um in der Pandemie das Geld beisammenzuhalten.

GM gab außerdem bekannt, Kreditvereinbarungen im Volumen von 3,6 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) bis April 2022 verlängert zu haben.

15:00 Uhr: Apple verschiebt angeblich Produktion der neuen iPhones

Der US-Konzern Apple verschiebt einem Medienbericht zufolge die Massenproduktion seiner neuen iPhone-Modelle wegen der Coronaviruspandemie um etwa einen Monat. Dies hänge mit der schwächelnden Nachfrage und Unterbrechungen in der Lieferkette zusammen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen laut "Wall Street Journal".

Zudem rechne das Unternehmen damit, in der zweiten Jahreshälfte rund ein Fünftel weniger Geräte zu verkaufen. Geplant sei, vier neue, 5G-fähige Modelle auf den Markt zu bringen. In der Regel präsentiert der US-Konzern neue Geräte im September. Apple war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Apple-Boss Tim Cook rechnet mit deutlichen Umsatzeinbußen
Apple-Boss Tim Cook rechnet mit deutlichen Umsatzeinbußen Foto © APA

14:30 Uhr: Italien führt Fixpreis für Atemschutzmasken ein

Die Regierung in Rom will Preistreiberei bei Atemschutzmasken stoppen. Daher sollen einfache chirurgische Masken künftig nicht mehr als 50 Cent pro Stück kosten, sagte Premier Giuseppe Conte. Dies löste jedoch den Protest der Maskenproduzenten aus, laut denen der Preis zu niedrig zur Deckung der Kosten sei.

Die Regierung will Apotheken unter die Arme greifen, die Atemschutzmasken zu höheren Preisen als 50 Cent pro Stück erworben haben. Darauf einigte sich die Regierung mit dem Apotheker-Verband.

14:00 Uhr: Schuhhandel in Bedrängnis, jeder Kunde bekommt einen Schuhlöffel

Der Coronavirus bedingte Lockdown macht dem Handel derzeit zu schaffen, vor allem modische Branchen wie der Bekleidungs- und Schuhhandel bemerken auch nach der Teilöffnung eine Kaufzurückhaltung.

Um die Anzahl der Kunden überschaubar zu halten, hat sich das steirische Unternehmen Leder & Schuh (Humanic, Shoe4You) etwas kurioses einfallen lassen. Jeder Kunde bzw. jede Kundin erhält beim Betreten des Geschäftes einen desinfizierten Schuhlöffel und gibt diesen beim Verlassen wieder ab. In jeder Filiale gibt es eine auf die Verkaufsfläche abgestimmte Anzahl von Schuhlöffeln. "Das System hat sich in den ersten Tagen gut bewährt."

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13:15 Uhr: Deutscher Arbeitsminister verteidigt geplantes Recht auf Homeoffice

Der deutsche Arbeitsminister Hubertus Heil hat Kritik an seinen Plänen für ein Recht auf Arbeit im Homeoffice zurückgewiesen. Nicht nur Arbeitgeber, sondern auch die Beschäftigten hätten Flexibilitätsbedürfnisse, sagte der SPD-Politiker am Montag. "Die muss man fair miteinander in Einklang bringen. Ich glaube auch, dass wir das schaffen werden."

11:20 Uhr: Ministerin sieht Welle von Kurzarbeitsanträgen bald abgearbeitet

In einigen Bundesländern wird voraussichtlich bis Ende April "die gesamte Welle" der in den vergangenen Wochen eingebrachten Kurzarbeitsanträge abgearbeitet sein, so Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Montag in einer Aussendung.

Spitzenreiter bei den Kurzarbeitsanträgen ist nach wie vor Wien mit 22.470 Anträgen, gefolgt von Niederösterreich mit 16.725 Anträgen und Oberösterreich mit 15.838 Anträgen. Dann folgt die Steiermark (12.642 Anträge), Tirol (8.799), Salzburg (7.656), Kärnten (5.681), Vorarlberg (4.981), Burgenland (2.917). Laut dem Arbeitsministerium hat Kärnten in den vergangenen Tagen Vorarlberg bei den Kurzarbeitsanträgen überholt.

In Summe wurden übrigens bereits Anträge für knapp 1,1 Millionen Jobs in Österreich eingereicht.

Arbeitsministerin Christine Aschbacher
Arbeitsministerin Christine Aschbacher Foto © APA/HELMUT FOHRINGER

11:00 Uhr: 43 Prozent der Haushalte haben weniger Einkommen

Die Coronakrise führt in ganz Österreich zu Einkommensverlusten. Besonders hart betroffen sind aber die Tourismus-Bundesländer Tirol und Salzburg, zeigt eine Umfrage im Auftrag von Durchblicker.at von voriger Woche. Demnach haben österreichweit 43 Prozent der Haushalte weniger Einkommen, in den beiden Bundesländern trifft es etwa die Hälfte, in Wien nur etwas mehr als ein Drittel.

10.00 Uhr: Italiens Gastronomie warnt vor Zusammenbruch

Die italienische Gastronomie protestiert gegen den Beschluss der Regierung in Rom, den Stopp für die Branche bis 1. Juni zu verlängern. Die Gefahr sei der Kollaps des ganzen Sektors, der seit Beginn der Coronaviruspandemie bereits Verluste in der Größenordnung von 34 Milliarden Euro gemeldet hat.

"Wahrscheinlich ist es nicht klar, dass man den Gastronomiebereich zur Schließung verurteilt. Über 50.000 Betriebe werden schließen und 350.000 Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Diese Lage betrifft Cafes, Restaurants, Pizzerien und die ganze Freizeitindustrie. Auch für Badeanstalten gibt es keinen Termin für den Neustart", hieß es in einem am Montag veröffentlichten Appell des italienischen Gastronomieverbands FIPE.

09:50 Uhr: Deutscher Staat stützt Ferienflieger Condor mit 550-Millionen-Euro-Kredit

Der angeschlagene deutsche Ferienflieger Condor bekommt neue Staatshilfen. Die EU-Kommission erteilte wegen der Coronaviruspandemie am Montag die Genehmigung für ein Kreditprogramm der deutschen Regierung und des Landes Hessen in Höhe von insgesamt 550 Millionen  Euro.

Deutschland vergibt Kredit an die Fluglinie Condor
Deutschland vergibt Kredit an die Fluglinie Condor Foto © APA

09:00 Uhr: Gewinn von Porr 2019 mehr als halbiert

Der börsennotierte Baukonzern Porr hat im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Gewinn deutlich abgebaut. Das Konzernergebnis brach 2019 gegenüber dem Jahr davor von 66,2 auf 27,8 Millionen Euro um 58 Prozent ein. Der Gewinn je Aktie (EPS) sank um 74 Prozent auf 0,5 Euro. Die Produktionsleistung entwickelte sich mit rund 5,6 Milliarden Euro stabil (minus 0,4 Prozent), wie das Unternehmen Montagfrüh mitteilte.

08:10 Uhr: VW schaltet auch am Stammsitz Bänder wieder ein

Nach fast eineinhalb Monaten Zwangspause in der Coronakrise fährt der VW-Konzern am Montag die Autoproduktion auch in der Wolfsburger Zentrale wieder langsam an.

Neben Wolfsburg sollen nun Hannover und Emden sowie weitere Standorte in Europa hinzukommen. Im Stammwerk Wolfsburg liege die Fertigungskapazität zu Beginn bei 10 bis 15 Prozent, in der Folgewoche bei rund 40 Prozent, teilte VW am Montag mit.

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Kommentare (12)

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brosinor
1
0
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4,8 %

Wegen 4,8% eine Headline?

styrianprawda
3
1
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..aM Lufthansa?

Wer ist "DER" oder "DAS" Lufthansa?

hermannsteinacher
10
3
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Sonntag ???

Danke ÖGB und SPÖ !!!

minerva
0
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Danke ÖGB und SPÖ !!!

für was ???

crawler
4
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Gut,

die Regierung hat Millarden für die darbende Wirtschaft bereit gestellt. Jetzt drängt diese Wirtschaft darauf (sogar mit Klagen) sofort wieder auf Normalbetrieb umzustellen. Wenn es aus diesem Grund aber zu einer nächsten (oder noch mehreren) Welle kommt und wieder wieder Schließungen erforderlich sind, werden dann wieder Milliarden für die Wirtschaft bereit gestellt? Hat der Staat dann noch so viel Geld? Natürlich hat der Staat Steuereinnahmen wenn die Wirtschaft läuft. Aber sind denn die Steuereinnahmen verhältnismäßig zu den Wirtschaftshilfen oder kommen dann wieder Steuererhöhungen für diejenigen die nicht durch diverse Steuerkonstruktionen steuersparend agieren können.

SoundofThunder
15
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🤔

Es wäre echt interessant zu erfahren wieviele Arbeiter unwissentlich für Kurzarbeit angemeldet wurden aber trotzdem voll durcharbeiten.

Balrog206
8
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Sound

Komisch bei uns mußte jeder persönlich unterschreiben da Gott sei dank keinen Betriebsrat gibt ! Obwohl da wäre es ein Vorteil gewesen dann hätte eine Unterschrift gereicht !
Und wann verstehst du es das nach dazächlich geleisteten std abgerechnet wird !

scionescio
2
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@Sound: entweder stimmt der Betriebsrat zu und informiert die Belegschaft ...

... oder jeder einzelne MA muss persönlich informiert werden und seine Einwilligung geben.
Wie das natürlich mit dem "Druck" auf die Arbeitnehmer, mehr zu arbeiten als zu stempeln, aussieht, ist natürlich eine ganz andere Sache.

rero03806
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...

Leider werden es viele Firmen ausnützen. Oft 60-70% Arbeiten und nur 10% anmelden. Im Endeffekt zahlts der Steuerzahler. Ist leider so, das System wird ausgenützt wo es nur irgendwie geht.

Ba.Ge.
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Gut erkannt.

Im Endeffekt zahlt es der Steuerzahler, also der Arbeitgeber genauso wie der Arbeitnehmer oder auch die meisten anderen Menschen. Klingt fair, ne? 😜

ber
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Null, wenn die Arbeitnehmer nicht mitspielen, geht das nicht, weil es auffliegen würde.

Aber es soll Fälle geben bzw. gegeben haben, in denen für Kurzarbeit angemeldete Beschäftigte, aufgefordert worden sind, voll zu arbeiten.

Allerdings beträgt der Durchrechnungszeitraum 3 Monate. Man kann als bei 30 % Kurzarbeit das erste Monat voll arbeiten, bis die 30 % aufgebraucht sind und dann den Rest gar nicht.

Übrigens: Nicht nur Arbeiter wurden für Kurzarbeit angemeldet, das geht auch mit Angestellten.

Miraculix11
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Und genau deswegen kann man derzeit gar nix behaupten

Sondern erst wenn die 3 Monate um sind und man danach die gemeldeten Nicht-Arbeitsstunden mit der tatsächlich geleisteteten Arbeit verglichen hat. Wenns hier zu einer Differenz kommt ist das klarer Betrug. Und man kann nur hoffen dass das kontrolliert wird. Finanzprüfern wirds auffallen.