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Wirtschaftliche FolgenDeutsche Autobauer sollen Medizinprodukte herstellen, Beratungen zu Baustellen in Österreich am Montag

Renault schließt Staatshilfen nicht aus+++Auch für Bundesmuseen wird Kurzarbeit möglich+++IHS-Chef: 38-Milliarden-Hilfspaket "reicht für "einige Monate"+++Italien: nur unverzichtbare Produktion geht weiter +++Bausozialpartner beraten am Montag mit Gesundheitsminister +++Härtefallfonds soll am Montag starten

 

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Die wichtigsten aktuellen Meldungen aus der Wirtschaftswelt im Ticker:

16:48 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Milliardenhilfen für deutsche und europäische Unternehmen gutgeheißen. "Das ist jetzt in der Krise richtig", sagte sie in einem WDR-Interview. Weil die EU-Staaten wegen der Ausbreitung des Coronavirus "das gesamte öffentliche Leben runterfahren mussten", gerieten auch gesunde Unternehmen ins Schlingern. EU-Staaten, Kommission, Europäische Zentralbank und Europäische Investitionsbank müssten nun mit aller Kraft investieren, verlangte von der Leyen - "auch wenn wir uns dadurch hoch verschulden müssen". Die Unternehmen müssten jetzt "überwintern". Wenn die Nachfrage nach der Viruskrise wieder anziehe, "müssen unsere Unternehmen noch da sein, am Markt sein, und sie müssen dann in der Lage sein, die Aufträge noch anzunehmen", sagte die Kommissionspräsidentin.

16:10 Uhr: Die Fluggesellschaft Emirates stellt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab kommenden Mittwoch sämtliche Passagierflüge vorerst ein. Emirates könne den normalen Betrieb für Passagiere erst sicherstellen, wenn "Länder ihre Grenzen wieder öffnen und das Vertrauen ins Reisen zurückkehrt", so Emirates-Chef Scheich Ahmed bin Said Al Maktum laut Mitteilung vom Sonntag. Die Passagierflüge würden so bald wie möglich wieder aufgenommen. Die weltweiten Frachtflüge fänden weiterhin statt. Die staatliche Airline mit Sitz in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten flog zuletzt 145 Ziele weltweit an. Bereits ab Montag fliegt die Fluggesellschaft Österreich nicht mehr an. Die Flüge zwischen Wien und Dubai werden bis 30. Juni 2020 ausgesetzt.

14:45 Uhr: US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärt, die geplanten Hilfen wegen der Corona-Krise würden auch Direkt-Überweisungen an Familien beinhalten. Der Betrag könne bei einer vierköpfigen Familie bei rund 3000 Dollar (2.790 Euro) liegen. Es solle sich um Einmalzahlungen handeln. Er hoffe, dass das Hilfspaket am Montag vom Kongress verabschiedet werde.

14:14 Uhr: Amazon nimmt in Italien und Frankreich in der Coronavirus-Krise keine Bestellungen mehr für einige Artikel an, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind. Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, erklärte ein Sprecher des Online-Händlers am Sonntag. "Wir müssen unsere vorhandene Kapazität auf Artikel von höchster Priorität fokussieren." Deswegen könnten auf den französischen und italienischen Websites von Amazon vorläufig "einige Artikel mit geringerer Priorität" nicht mehr bestellt werden. Bei Händlern, die ihre Waren über die Amazon-Plattform verkaufen, aber den Versand in Eigenregie übernehmen, gelte die Einschränkung nicht.

14:02 Uhr: Auch für Bedienstete in Bundesmuseen soll es die Möglichkeit der Kurzarbeit geben. Eine entsprechende Lösung haben Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) und Kultur-Staatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) am Sonntag bereits für die nächsten Tage angekündigt.

Zuvor hatte die SPÖ beklagt, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts wie zum Beispiel Museen von der Kurzarbeits-Regelung zur Bewältigung der Corona-Krise ausgeschlossen seien. Aschbacher und Lunacek seien dazu schon seit Donnerstag in enger Abstimmung, hieß es am Sonntag in einer Aussendung. Damit auch Bedienstete von selbstständigen öffentlichen Wirtschaftsbetrieben, unabhängig von der jeweiligen Rechtsform, wie die Bundesmuseen Kurzarbeit in Anspruch nehmen können, werde es bereits in den nächsten Tagen eine Lösung geben.

13:35 Uhr: Panikkäufe wegen der Corona-Pandemie könnten nach Ansicht eines hochrangigen UNO-Ernährungsexperten trotz ausreichender Vorräte zu einer Lebensmittelkrise führen. "Alles, was es braucht, um eine Krise herbeizuführen, sind Panikkäufe von großen Importeuren wie Mühlen oder Regierungen", sagte Abdolreza Abbassian, leitender Volkswirt bei der UN-Ernährungsorganisation FAO, zu Reuters.

13:15 Uhr: Die Schifffahrt auf der Donau ist wegen des Coronavirus ebenfalls eingeschränkt. Seit dem 16. März gibt es auf dem österreichischen Donauabschnitt eine behördliche Sperre für Fahrgastschiffe, wie es auf der Webseite der viadonau heißt. Die Sperre gilt vorerst für eine Woche. Von einer Verlängerung ist auszugehen, die Entscheidung obliegt der Schifffahrtsbehörde im Infrastrukturministerium. Damit dürfen seit einer Woche auf der Donau keine Passagiere befördert werden. Schon zuvor haben die Reedereien ihre Flusskreuzfahrten auf der Donau gestoppt. Der Gütertransport läuft aber weiter: Für die Güterschifffahrt gelten auf der österreichischen Donau besondere Sicherheitsmaßnahmen bei Grenzübertritten, dazu gehört unter anderem ein verpflichtendes Melden bei den Sicherheitsbehörden.

12:56 Uhr: Die deutsche Regierung hat einem Bericht zufolge bei den Autobauern angefragt, ob sie medizinische Ausrüstung herstellen können. Die Entscheidung darüber liege bei den Firmen, zitiert die Agentur "Bloomberg" das Wirtschaftsministerium in Berlin. Über solche Sonderproduktionen wird seit einigen Tagen diskutiert, unter anderem sprechen General Motors (GM) und Ford mit der US-Regierung über die Produktion von Beatmungsgeräten.

12:53 Uhr: Die tschechischen Grenzen sollen wegen der Coronavirus-Gefahr "viele Monate" für Ein- und Ausreisende geschlossen bleiben, mindestens aber ein halbes Jahr. Das sagte der Leiter des tschechischen Coronavirus-Krisenstabs, der Epidemiologe Roman Prymula, am Sonntag im Fernsehsender "Prima". Ausländer dürfen ausreisen, aber nicht wieder einreisen. Ausnahmen gelten für grenznahe Berufspendler, die in Österreich, Sachsen und Bayern arbeiten. Werde diese Sonderregelung massiv von Unberechtigten missbraucht, höre die Gutmütigkeit auf, warnte Innenminister Jan Hamacek. Auch Lkw-Fahrer dürfen die Grenzkontrollstellen passieren, um den Warenverkehr zu gewährleisten.

12:35 Uhr: Die Wirtschaftskammer teilte am Sonntag, dass der Corona-Infopoint auf der Webseite bisher bereits über 1,2 Millionen Mal aufgerufen worden ist. Die häufigsten Fragen drehen sich um das Corona-Schutzpaket für die Handelsangestellten, die Umsetzung der neuen Corona-Kurzarbeit sowie den Härtefallfonds. Eine "Lücke" in der Erklärung zu den potenziellen Bezugsberechtigten des Härtefallfonds, auf die Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, hingewiesen hatte, wurde inzwischen übrigens seitens der WK behoben. So waren die "Neuen Selbstständigen" nicht angeführt, seit Sonntagvormittag ist dies nun aber der Fall.

12:28 Uhr: Das 38 Milliarden Euro schwere Rettungspaket für die heimische Wirtschaft reicht laut IHS-Chef Martin Kocher "sicher für einige Monate". Das sagte er am Sonntag in der ORF-Sendung "Hohes Haus". Allerdings könner er sich auch Szenarien vorstellen, "wo wir noch mehr brauchen". Wenn man etwas aus der Situation gelernt habe, dann "dass wir nichts ausschließen sollten", so Kocher.

11:50 Uhr: Die ÖBB-Konkurrent Westbahn erkennt für die Zeit der Coronavirus-Pandemie Fahrscheine des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) an. VOR-Tickets würden ab Montag, 23. März bis auf weiteres auch in den Zügen der Westbahn akzeptiert, teilten VOR und Westbahn am Sonntag mit. Durch die kombinierten Angebote beider Unternehmen könne VOR-Kunden selbst in Zeiten von Corona auch auf der Weststrecke ein sehr dichtes Angebot unterbreitet werden, hieß es. Alle verfügbaren Verbindungen seien unter anachb.vor.at und in der VOR-App ersichtlich.

11:20 Uhr: Die Rückführungs-Flüge von Österreichern, die sich derzeit noch im Ausland aufhalten, werden in Kooperation zwischen Außenministerium und den Austrian Airlines (AUA), Lauda Motion und Level durchgeführt. AUA-Vorstandschef Alexis von Hoensbroech erinnerte bei der Pressekonferenz daran, dass nur die AUA in diesem Zusammenhang Fernflüge durchführt. Aktuell würden 130.000 Tonnen Schutzmaterial aus China nach Österreich gebracht werden. Für all diese Flüge sei die Arbeit von Freiwilligen immens wichtig. 3500 Österreicher sind seit Beginn der Coronakrise zurückgeholt worden, so Außenminister Alexander Schallenberg. Eine neue Webseite soll die Heimreise erleichtern - https://heimflug.austrian.com/

11:15 Uhr: Die deutsche Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen. Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

10:45 Uhr: Die börsennotierten Unternehmen in Großbritanniens sollen wegen der Corona-Krise der Finanzaufsicht zufolge mindestens in den nächsten zwei Wochen keine vorläufigen Bilanzen veröffentlichen. Die Anweisung solle es den Firmen ermöglichen, die Folgen der Epidemie auf ihre Geschäfte besser einzuschätzen, teilt die Behörde mit. Die Unternehmen, bei denen eine Bilanzvorlage anstehe, würden umgehend informiert.

10:41 Uhr: Die deutsche Bundesregierung rechnet offenbar aufgrund der Corona-Krise mit einem Wirtschaftseinbruch von fünf Prozent in diesem Jahr. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, geht Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in seinen Berechnungen für den Nachtragshaushalt laut Regierungskreisen von einem Schrumpfen der Wirtschaft in dieser Höhe aus. Das führe zu Mindereinnahmen im Haushalt 2020 von 33,5 Milliarden Euro. Scholz plant einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung in Höhe von 156 Milliarden Euro. Nach seiner Finanzplanung wird es 20 Jahre dauern, diese Corona-Krisen-Kredite zurückzuzahlen, berichtete die Zeitung weiter.

10:25 Uhr: Die SPÖ hat aus ihrer Sicht zwei Lücken in der neuen Regelung für Kurzarbeit entdeckt und fordert eine rasche Reparatur des Gesetzes. Konkret ist die entsprechende Richtlinie so formuliert, dass Arbeitnehmer, die in der Kurzarbeit krank werden - was gerade jetzt nicht so unwahrscheinlich ist - von den Unterstützungsmaßnahmen, die der Arbeitgeber im Fall der Kurzarbeit bekommt, ausgenommen sind. Ein zweites Problem sieht die SPÖ mit Körperschaften des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Museen. Diese seien gänzlich von der Regelung ausgeschlossen.

10:02 Uhr: In Österreich ist der Wasserverbrauch im Vergleich zum vergangenen Jahr um etwa fünf Prozent höher. Das sagte der Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW), Franz Dinhobl, Sonntagfrüh im ORF- Ö1-Journal um acht. "Eine flächendeckende Versorgung" sei aber gesichert, wurde einmal mehr bestätigt. Der höhere Verbrauch liege daran, dass angesichts der Coronavirus-Krise Hunderttausende Menschen zuhause arbeiten, betonte Dinhobl am heutigen Weltwassertag. Viele Menschen sind zudem in Quarantäne. Nach Angaben der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei eine Übertragung des Coronavirus über das Wasser nicht möglich. Leitungswasser könne in Österreich bedenkenlos genossen werden, beruhigte der ÖVGW-Präsident.

9:40 Uhr: Der französische Autobauer Renault schließt nach den Worten seines Vorsitzenden Jean-Dominique Senard in der Corona-Krise staatliche Garantien nicht aus, will aber eine Verstaatlichung vermeiden. "Wir könnten Staatsgarantien anstreben wie andere Firmen auch", sagte Senard. Eine Wieder-Verstaatlichung des Autobauers stehe aber nicht auf der Tagesordnung. Für einige Modelle seien die Bestellungen um 90 Prozent eingebrochen, sagte der Manager.

9:25 Uhr: Ein hochrangiger Vertreter von Chinas Zentralbank hat zu einem global koordinierten Vorgehen zur Bekämpfung der Corona-Krise aufgerufen. Alle Länder müssten dringend ihr Handeln auf Gebieten wie der Gesundheitspolitik, der Handels- und Wirtschaftspolitik sowie der Fiskal- und Geldpolitik besser koordinieren, sagte der stellvertretende Notenbankgouverneur Chen Yulu. China habe bei seinen Maßnahmen noch Spielraum. Chinas Notenbankgouverneur Yi Gang habe mit US-Notenbankchef Jerome Powell, dem Internationalen Währungsfonds und anderen Stellen gesprochen, hieß es.

7:00 Uhr: Der deutsche Wirtschaftsweise Lars Feld hält eine hohe Neuverschuldung Deutschlands in der Corona-Krise für gerechtfertigt. "Wenn der Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt nun von 60 Prozent auf 80 oder 90 Prozent steigt, ist damit nicht die finanzpolitische Solidität des Landes infrage gestellt", sagte der neu gewählte Vorsitzende des Sachverständigenrats der "Welt am Sonntag".

6:30 Uhr: Die italienische Regierung lässt im Zuge der Coronavirus-Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten schließen. Davon seien unter anderem Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgeschlossen, so Ministerpräsident Giuseppe Conte. Er sprach von der "größten Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg". "Wir haben beschlossen, jede produktive Tätigkeit zu schließen, die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren."

Samstag, 22. März 2020

17:20 Uhr: Die Golfairline Emirates fliegt Österreich ab Montag nicht mehr an. "Als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen bei den Reisebeschränkungen und der Kundennachfrage auf der ganzen Welt wird Emirates ihre aktuellen Flüge zwischen Wien und Dubai ab 23. März 2020 bis 30. Juni 2020 aussetzen", teilte ein Sprecher am Samstag auf APA-Anfrage mit.

16:39 Uhr: Der Versandhändler Amazon erhöht die Überstunden-Vergütung seiner Angestellten in den USA. Damit reagiert der Konzern auf die steigende Nachfrage, da viele Kunden wegen des Coronavirus-Ausbruchs zu Hause bleiben. Demnach soll das Entgelt für Überstunden das Doppelte des normalen Stundenlohns betragen. Bisher vergütet Amazon Überstunden mit dem Eineinhalbfachen des regulären Stundenlohns.

16:20 Uhr: Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz hat wegen der Coronavirus-Krise den Kurswechsel in der Haushaltspolitik bestätigt. "Wir stehen vor einer großen Herausforderung", sagte der SPD-Politiker. Arbeitsplätze müssten in der Krise gesichert, Firmen stabilisiert werden. "Deshalb ist es auch so, dass wir uns entschlossen haben, einen sehr großen Betrag zusätzlich aufzunehmen. 150 Milliarden Euro sind eine große Summe, aber sie verschaffen uns die Möglichkeiten, die wir jetzt auch brauchen."

15:35 Uhr: Piloten der Ryanair-Tochter Laudamotion sorgen sich wegen des Machtkampfes zwischen Geschäftsführung und Gewerkschaft vida um ihre Arbeitsplätze. Sie haben sich am Samstag mit einem offenen Brief an die Regierung gewandt. Sie werfen der Gewerkschaft vor, sie im Stich zu lassen und fordern Kurzarbeit auf Basis von Einzelvereinbarungen. Die österreichische Pilotenvereinigung ACA sieht dies anders.

14:31 Uhr:Die Gewerkschaft der Privatangestellten, GPA-djp, lobt die Firmen, die ihre Mitarbeiter nicht vor die Tür setzen, sondern auf Kurzarbeit umstellen. Dies sei "ein mustergültiges Instrument, um in dieser schwierigen Zeit der Corona-Krise möglichst viele Arbeitsplätze und den Fortbestand von Unternehmen zu sichern", so GPA-Chefin Barbara Teiber am Samstag in einer Aussendung. "Es gibt keinen Grund, dieses Modell nicht zu nutzen", so Teiber. Die Gewerkschaft bekommt nach eigenen Angaben "fast im Minutentakt" Anträge zur Kurzarbeit. "Wir wollen ganz bewusst Unternehmen vor den Vorhang holen, die in dieser schwierigen Zeit Verantwortungsbewusstsein für ihre MitarbeiterInnen an den Tag legen", so der Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Dürtscher.

13:30 Uhr: Eine Gruppe prominenter Volkswirte hat vorgeschlagen, Mittel aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zur Bewältigung der Corona-Krise zu nutzen. Der in der Eurokrise geschaffene ESM könne den EU-Staaten Kreditlinien zur Verfügung stellen, heißt es in einem Papier, das unter anderem von ifo-Präsident Clemens Fuest, DIW-Chef Marcel Fratzscher und der früheren "Wirtschaftweisen" Beatrice Weder di Mauro unterzeichnet wurde.

12:42 Uhr: Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat am Samstag klargestellt, dass nach der Corona-Krise wieder gespart werden muss. Wenn nach der Krise wieder ein gutes Wachstum gegeben sei, werde man die Schulden wieder abbauen, kündigte Blümel im Ö1-"Journal zu Gast" an. "Wir helfen in der Not und sparen, wenn's gut läuft." Der Finanzminister rechnet aber offenbar nicht damit, dass der Schuldenabbau schnell gehen kann: "Wenn wir gut durch die Krise kommen und danach auch eine gute Wachstumspolitik fahren, kann man innerhalb von zehn Jahren mit den Schulden ordentlich herunterkommen."

12:09 Uhr: Die Europäische Union will angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Budgetregeln aussetzen. Die EU-Kommission schlug  vor, die Ausnahmeklausel bei den Vorschriften zur Haushaltsführung zu aktivieren, damit den EU-Staaten genügend Mittel für die Eindämmung der Infektionen und zur Stützung der Wirtschaft zur Verfügung stehen. EU-Mitglieder sind unter normalen Bedingungen angehalten, die Neuverschuldung zu kürzen, bis ein ausgeglichener Haushalt ("Schwarze Null") erreicht wird. Zudem soll die Staatsverschuldung nicht größer als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sein.

11:43 Uhr: Die britische Regierung will sich einem Zeitungsbericht zufolge an British Airways und anderen von der Corona-Krise getroffenen Unternehmen beteiligen. Geplant sei der Erwerb von Kapitalbeteiligungen, die später an private Anleger weiterverkauft werden könnten, berichtete die "Financial Times" am Samstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Der Staat wolle dafür Milliarden Pfund investieren. Auch in Deutschland gibt es Forderungen, der Staat solle sich an Firmen beteiligen, deren Marktwert in der Corona-Krise eingebrochen ist, um so deren Verkauf ins Ausland zu verhindern.

11:35 Uhr: Der Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer "Eurochambres", Christoph Leitl, hat die Krisenmaßnahmen der EU im Kampf gegen die Corona-Pandemie begrüßt. Die EU habe "rasch, unbürokratisch und flexibel" reagiert, so wie man das bisher nicht gekannt habe, sagte Leitl am Samstag in einem Telefonat mit der APA von Linz aus. "Die EU hat gemacht, was sie machen konnte." Durch die aktivierte Ausnahmeklausel zur Lockerung der Haushaltsregeln könnten nicht nur Italien, sondern alle Länder, auch Österreich, ihre Wirtschaften unterstützen. Durch das EU-Krisenpaket hätten die Mitgliedstaaten freie Hand. Bisherige Regulierungen und De-Minimis-Beihilfenregeln seien angesichts der Krise gestrichen worden.

11:20 Uhr: Der amtierende Chef des deutschen Biotechunternehmens CureVac, Franz Werner Haas, hält bereits ab Herbst die Versorgung zehntausender Menschen mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus für möglich. Die entsprechenden Daten dafür sollten im dritten Quartal vorliegen, sagte Haas der neuen Ausgabe der "Wirtschaftswoche". "Wenn die Daten gut sind und die Behörden ihr Okay geben, können wir noch dieses Jahr eine größere Studie starten."Zehntausende Menschen könnten den Impfstoff dann bereits erhalten, sagte Haas. "Wann der Impfstoff für die breite Masse verfügbar ist - ob noch heuer oder erst 2021 - hängt vom Ausgang der klinischen Studie und der Entscheidung der Zulassungsbehörden ab."

11:17 Uhr: Im US-Kongress sind die Verhandlungen über ein gigantisches Hilfspaket zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise ins Stocken geraten. Bei den Beratungen im Senat über den von den Republikanern eingebrachten Entwurf zu Hilfen im Umfang von einer Billion Dollar (rund 926 Milliarden Euro) konnte am Freitag keine Einigung mit den Demokraten erzielt werden. Die republikanischen Senatoren hatten ursprünglich auf eine schnelle Einigung bis Freitagabend gedrängt, um bereits am Montag eine Abstimmung über das Paket in der Kongresskammer abhalten zu können.

11:07 Uhr: Die Wiener Kaffeehaus-Institution Cafe Landtmann kündigte ihre Mitarbeiter nicht. Die Familie Querfeld, die auch andere Kaffeehäuser in Wien betreibt, nutzt stattdessen die neue Corona-Kurzarbeit. "Durch die Kurzarbeit wird uns geholfen, das unternehmerische Risiko zu minimieren. Gleichzeitig wird es uns möglich, die Arbeitsplätze unserer rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern", teilte Berndt Querfeld der APA mit.

10:24 Uhr: Zur Linderung der Folgen der Corona-Pandemie plant die deutsche Bundesregierung in diesem Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 150 Milliarden Euro. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Koalitionskreisen. Zuvor hatte der Deutschlandfunk darüber berichtet.

10:15 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind massenhaft Urlaubsreisen absagt worden. Der Verbraucherschützer Peter Kolba warnt Kunden aber davor, Gutscheine zu akzeptieren. "Gutscheine sind - anders als Pauschalreisen - nicht gegen Insolvenz abgesichert" erinnerte er am Samstag in einer Aussendung. "Wer heute einen Gutschein akzeptiert muss damit rechnen, bei einer Insolvenz des Reiseveranstalters keinen Cent zu bekommen", warnte der ehemalige Klubchef der Liste Pilz. Die Kunden hätten Anspruch auf Rückzahlung des Reisepreises und müssten sich nicht mit Gutscheinen abspeisen lassen.

9:48 Uhr: In Vorarlberg haben sich angesichts knapper werdender Schutzausrüstungen und -mittel gegen das Coronavirus regionale Initiativen aus Wirtschaft und Sport gebildet, um Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel herzustellen. So haben mehrere Firmen ihre Kräfte gebündelt, um ab kommender Woche täglich 8000 Masken zu produzieren. Die Destillerie Freihof in Lustenau will Desinfektionsmittel herstellen.

8:25 Uhr: Der Zuckerkonzern Agrana darf ab sofort Bioethanol, das eigentlich für Treibstoffe gedacht ist, auch für Desinfektionsmittel verwenden. Desinfektionsmittel ist in Österreich seit Wochen Mangelware, auch weil der dafür nötige Alkohol knapp wurde. "Wir beliefern ab Montag per Tankwagen die Desinfektionsmittelhersteller", sagte Agrana-Sprecher Markus Simak am Samstag zur APA.

7:00 Uhr: Chinas Wirtschaft zeigt nach dem Schock der Coronavirus-Krise dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge trotz weiter bestehender Risiken Anzeichen einer Normalisierung. Die meisten größeren Unternehmen hätten ihren Betrieb wieder aufgenommen und viele Mitarbeiter seien an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Allerdings könnten die Infektionen wieder zunehmen, wenn der inländische und internationale Reiseverkehr wieder aufgenommen werde. Auch könnte der Virus-Ausbruch in anderen Ländern und die Turbulenzen an den Finanzmärkten die Geschäfte der chinesischen Exporteure erschweren.

6:45 Uhr: Der deutsche Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rechnet wegen der immer stärker um sich greifenden Coronavirus-Pandemie mit einer Rezession in Deutschland . Dies "ist jetzt wohl unvermeidlich", sagte er der Zeitung "Die Welt" in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Worauf es zunächst ankomme, sei, dass die Ausbreitung des Virus gestoppt werde. "Die Bundesregierung hat schnell und richtig gehandelt. Zentral erscheint mir, das Vertrauen der Bürger in das staatliche Handeln zu bewahren." Für die Wirtschaftspolitik bedeute dies, dass der Staat die wirtschaftlichen Folgen für die Menschen und die Unternehmen abfedere.

5:00 Uhr: Der deutsche Autobauer BMW stoppt die Produktion in seinem großen US-Werk in South Carolina wegen der Coronavirus-Krise. "Gesundheit und Schutz unserer Beschäftigten ist unsere oberste Priorität", teilte das Unternehmen mit. Volkswagen (VW) wird unteredessen auch seine Werke mexikanischen Bundesstaaten Puebla und Guanajuato wegen der Coronavirus-Pandemie bis auf weiteres schließen. Dies geschehe aus Gründen des Gesundheitsschutzes, kündigt die Mexiko-Sparte des Wolfsburger Autobauers an.

Samstag, 3:00 Uhr: Die Verkaufszahlen für Smartphones sind wegen der Coronavirus-Krise weltweit eingebrochen. Im Februar seien 38 Prozent weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahresmonat, teilten Marktbeobachter der Firma Strategy Analytics mit. Im Februar 2020 sei "der stärkste Rückgang in der Geschichte des weltweiten Smartphone-Handels" verzeichnet worden, sagte Neil Mawston von Strategy Analytics. Der Sektor bekam demnach sowohl Verzögerungen bei der Produktion als auch eine geringere Nachfrage zu spüren.

"Haben für rund 3800 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet"

Freitag, 21.45 Uhr: Der steirische Anlagenbauer und Technologiekonzern Andritz reduziert aufgrund der konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise womöglich die Arbeitszeit für seine Beschäftigten. "Ja, wir haben für die rund 3.800 Mitarbeiter in Österreich Kurzarbeit angemeldet", sagte Andritz-Sprecher Michael Buchbauer dem "Standard". Dies sei aber nur als Vorsichtsmaßnahme geschehen, um möglicherweise kommende Auslastungsschwankungen abfedern zu können.

21:26 Uhr: Die US-Börsen haben am Freitag eine extrem volatile, aber tiefrote Handelswoche klar im Minus beendet. Der Dow Jones gab um 4,55 Prozent oder 913,21 Punkte auf 19.173,98 Punkte nach und rutschte damit auf den tiefsten Stand seit November 2016.

21.06 Uhr: In den USA werden zwei Senatoren kritisiert, die kurz vor der Eskalation der Corona-Krise in großem Maße Aktien verkauft haben. Kritiker warfen den Republikanern Richard Burr und Kelly Loeffler am Freitag vor, gewissermaßen über Insiderwissen verfügt zu haben. Die bekannte demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez rief Burr zum Rücktritt auf. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, der von Geheimdiensten regelmäßig über Gefahren für die USA informiert wird, hatte am 13. Februar Aktien im Wert von 1,7 Millionen Dollar (1,57 Millionen Euro) verkauft. Das war einige Tage, bevor das Coronavirus Börsen auf Talfahrt schickte.

20.52 Uhr: Der deutsche Autokonzern Daimler stellt den US-Betrieb weitgehend ein. Im Mercedes-Benz-Werk in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama werde die Produktion für zunächst zwei Wochen gestoppt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch bei der Tochter Vans in Charleston, South Carolina, stehen die Bänder vorübergehend still.

20.47 Uhr: Die erwartete Rezession infolge der Coronavirus-Krise könnte für die Europäische Union nach Einschätzung der EU-Kommission deutlich heftiger ausfallen als zunächst gedacht. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung könnte 2020 vergleichbar mit dem Abschwung im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 sein, teilte die EU-Kommission am Freitagabend mit. Damals war die Wirtschaft in der EU um 4,3 Prozent geschrumpft und in der Eurozone um 4,5 Prozent.

19.30 Uhr: Um die schlimmsten wirtschaftlichen Konsequenzen der Coronavirus-Krise abzuwenden, will die Regierung in London Gehaltszahlungen für in Bedrängnis geratene Unternehmen und Vereine übernehmen. Das teilte der britische Finanzminister Rishi Sunak am Freitag mit. Arbeitgeber jeder Art und jeder Größe könnten dafür Beihilfen aus einem unbeschränkten Fonds beantragen, sagte Sunak bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Boris Johnson. Gezahlt werden bis zu 80 Prozent von Gehältern und maximal 2.500 Pfund (umgerechnet rund 2740 Euro) im Monat pro Angestellten, der nicht seiner Arbeit nachgehen könne.

19:23 Uhr: Auch der britische Autohersteller Jaguar Land Rover stellt seine Produktion wegen der Coronavirus-Pandemie vorübergehend ein. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Von kommender Woche an bis zum 20. April sollen die Fließbänder still stehen. Die Werke in Indien und Brasilien sollen aber weiterhin produzieren. Bereits BMW, Toyota, Honda, Nissan und Vauxhall hatten bereits vorübergehende Produktionsstopps in Großbritannien wegen der Coronakrise angekündigt.

18.57 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Amerikanern weitere direkte Hilfszahlungen in Aussicht gestellt, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zu stemmen. Sollte der erste Scheck von rund 1.000 US-Dollar für jeden US-Steuerzahler nicht ausreichen, werde es weitere Runden geben, versprach Trump am Freitag im Weißen Haus.

18:44 Uhr: Die Schweiz legt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie nach. Zusätzlich zu dem vor einer Woche angekündigten Hilfsprogramm von zehn Milliarden Franken stellt die Regierung am Freitag weitere 32 Milliarden Franken (30,4 Milliarden Euro) bereit.

17:50 Uhr: Die Wiener Börse ist am Freitag mit extrem hohen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der heimische Leitindex ATX stieg massiv um 10,74 Prozent auf 1.889,19 Einheiten. Seit Jahresbeginn liegt der ATX nach den jüngsten Kurseinbrüchen infolge der Corona-Krise aber immer noch rund 40 Prozent im Minus.

17:30 Uhr: Die EZB-Bankenaufsicht entlastet Banken in der aktuellen Krise weiter. Die Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigen sich vorübergehend flexibler bei der Bewertung von ausfallgefährdeten Krediten (Non-Performing Loans/NPL). Geldhäuser soll es so ermöglicht werden, staatliche Garantien uneingeschränkt zu nutzen, wie die EZB-Bankenaufsicht am Freitag mitteilte.

17:10 Uhr: Die heimischen Banken kämpfen derzeit mit einer hohen Nachfrage der Unternehmen nach Überbrückungskrediten. Im Laufe der Woche seien bereits "tausende Kredite umgeschuldet, zusätzliche Finanzierungen in Höhe von über drei Milliarden Euro vergeben und Aufschübe bei Leasingverträgen eingeräumt" worden, so Andreas Treichl, Obmann der Bundessparte Bank und Versicherung der WKÖ laut Aussendung.

17:00 Uhr: Der deutsche Unternehmer Heinz Hermann Thiele hat seine Beteiligung an der AUA-Mutter Lufthansa weiter ausgebaut. Thiele hält über sein Investmentvehikel nun zehn Prozent an der Fluggesellschaft, nach zuvor 5,29 Prozent, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Thiele war Anfang März bei der Lufthansa eingestiegen, zu seinen Absichten hat er sich bislang nicht geäußert. Über seine Investmentgesellschaft KB Holding ist der Unternehmer auch Großaktionär bei Vossloh und Knorr Bremse. Die Lufthansa muss wegen der Corona-Krise einen Großteil der Flugzeuge am Boden halten, der Börsenwert ist stark eingebrochen. 

16:15 Uhr: Die deutsche Regierung will zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ein Nachtragsbudget im Volumen von rund 150 Milliarden Euro auf den Weg bringen. Dies solle am Montag vom Kabinett beschlossen werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus deutschen Regierungskreisen.

16:10 Uhr: Die Corona-Krise lässt die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter steigen. Seit dem Start der Ausgangsbeschränkungen gibt es Montag bis Donnerstag zusammengerechnet um 97.500 mehr Arbeitslose als noch Sonntagabend, sagte AMS-Vorstand Johannes Kopf am Freitagnachmittag zur APA.

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15:50 Uhr: Die italienische Regierung geht nach Angaben von Insidern davon aus, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie um etwa drei Prozent schrumpfen wird. Der Ausblick sei aber sehr unsicher, heißt es. Voraussetzung sei, dass die Ausgangssperre wegen der Pandemie ab Ende April schrittweise gelockert werde.

15:30 Uhr: Nach den von der türkis-grünen Regierung angekündigten Hilfsmaßnahmen für Unternehmen, die aufgrund der Coronavirus-Krise in finanzielle Not geraten, haben sich die Anfragen bei den Banken diesbezüglich spürbar verstärkt. "Wir sehen seit Mittwoch dieser Woche einen Anstieg der Nachfragen nach Stundungen und Überbrückungskrediten", sagte der Österreich-Chef der Erste Group, Peter Bosek, zur APA.

15:00 Uhr: Während die Zahl der arbeitslos Gemeldeten steigt, werden 5.000 Erntehelfer und tausende Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie, darunter 9.000 in der Fleischverarbeitung, gesucht, sagte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Arbeitsministerin Christine Aschbacher (beide ÖVP) am Freitag im Bundeskanzleramt in Wien.

14:40 Uhr: Angesichts der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie lockert die EU-Kommission die Haushaltsregeln. "Heute, und das ist ganz neu, aktivieren wir die allgemeine Ausweichklausel", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Nationale Regierungen dürften nun unbegrenzt in die Wirtschaft investieren.

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14:10 Uhr: Die Buchhandelskette Thalia reagiert mit Kurzarbeit auf die Corona-Krise. Daneben wird versucht, so viel Umsatz wie möglich in den Onlinehandel zu verlegen, um die Ausfälle in Grenzen zu halten. Als bekannt wurde, dass die Geschäfte schließen, sei es auch bei Thalia zu Großeinkäufen durch manche Kunden gekommen, schilderte Thalia-Österreich-Geschäftsführer Thomas Zehetner im Gespräch mit der APA.

14:00 Uhr: Während die Zahl der arbeitslos Gemeldeten steigt, werden 5.000 Erntehelfer und tausende Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie, etwa 9.000 in der Fleischverarbeitung gesucht, sagte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Freitag in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Wien. Zur Vermittlung von Arbeitskräften wurde die Plattform "www.dielebensmittelhelfer.at" eingerichtet.

13:45 Uhr: Das Bauunternehmen Strabag wird seine Mitarbeiter nun doch nicht kündigen. In Österreich wird für drei Monate Kurzarbeit beantragt. Damit wird umgehend auf die gestern, Donnerstag, überarbeitete Bundesrichtlinie Kurzarbeitshilfe (KUA-COVID-19) reagiert.

13:30 Uhr: "Wir werden niemanden zurücklassen." Das sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien. Bereits kommende Woche soll es einen Härtefonds in Höhe von einer Milliarde Euro für stark betroffene Einpersonen- und Kleinunternehmen geben.

Die Regierung werde "alles, was es braucht" zur Verfügung stellen, um "dramatische wirtschaftliche und soziale" Einschläge zu verhindern.

13:20 Uhr: Wegen der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie will die EU-Kommission den EU-Staaten in Kürze das Aussetzen der europäischen Fiskalregeln vorschlagen. Das sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Freitag. Diese Initiative sei bereits von der Eurogruppe sowie den EU-Staats- und Regierungschefs begrüßt worden.

12:55 Uhr: Die Österreichische Post schließt sich den Vorsichtsmaßnahmen der Supermarkt-Ketten an und installiert wegen der Ausbreitung des Coronavirus Plexiglas-Trennwände. Um das Ansteckungsrisiko für die Mitarbeiter zu minimieren, werden in der kommenden Woche die Schalter der über 400 Postfilialen mit diesem Schutz ausgestattet.

12:45 Uhr: Den Shopbetreibern in Österreichs Einkaufszentren gehen wegen des Shutdown aufgrund der Coronavirus-Pandemie laut dem Berater Standort + Markt täglich 68,5 Prozent des Umsatzes verloren, das sind 29,7 Mio. Euro brutto. Als Beispiel für innerstädtische Shopping-Flächen hat man sich die Grazer City angeschaut: Der voraussichtliche durchschnittliche Umsatzverlust liege bei 2,2 Mio. Euro pro Tag.

12:30 Uhr: Auch der Autobauer Volvo will wegen der Corona-Pandemie vorerst seine Produktion in Europa und in den USA stoppen. Vorrang habe nun das Abstandhalten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, teilte Volvo am Freitag mit. Das Werk des Konzerns im belgischen Gent ist seit Dienstag geschlossen, die drei Werke in Schweden und das Werk im US-Bundesstaat South Caroline werden folgen.

12:20 Uhr: Apple lässt nach wochenlangen Produktionsengpässen in China nur noch zwei iPhones eines Modells pro Bestellung in seinem Online-Store kaufen. Das heißt, Kunden bekommen seit Freitag eine Warnmeldung, wenn sie zum Beispiel drei Geräte des iPhone 11 Pro zu ihrem Warenkorb hinzufügen - bei zwei iPhone 11 Pro und einem iPhone 11 gibt es dagegen keine Probleme.

11:45 Uhr: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und Hamsterkäufe der Verbraucher bringen die Lkw-Fahrer nach Darstellung des Branchenverbands an die Belastungsgrenze. Der seit Jahren herrschende Fahrermangel in der Logistik-Branche habe sich durch die Folgen der Virus-Ausbreitung weiter verschärft, sagte ein Sprecher des deutschen Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) am Freitag.

11:30 Uhr: Wegen eines drastischen Umsatzrückgangs in der Coronakrise ist die deutsche Restaurantkette Vapiano zahlungsunfähig. Damit sei der Vorstand verpflichtet, spätestens innerhalb von drei Wochen den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen, teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit.

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10:45 Uhr: Die deutsche Regierung plant laut "Spiegel" einen 500 Milliarden Euro schweren Rettungsfonds für Unternehmen, die wegen der Coronavirus-Pandemie in Not geraten. Er solle Firmen vor der Pleite bewahren, indem er Garantien für ihre Verbindlichkeiten ausspreche oder auch Kapital zuschieße, berichtete das Magazin am Freitag.

10:40 Uhr: Zum Schutz der Beschäftigten im Handel sollen alle Geschäfte - voraussichtlich ab Montag - nur noch bis 19 Uhr offen haben. Schwangere sollen freigestellt werden, Beschäftigte mit Vorerkrankungen bzw. Risikogruppen wie Ältere in Tätigkeitsbereichen eingesetzt werden, bei denen sie keinen direkten Kundenkontakt haben. Darauf haben sich Gewerkschaft und Wirtschaftskammer am Donnerstag verständigt.

10:00 Uhr: Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der Coronakrise eine mögliche staatliche Beteiligung an großen Unternehmen vorgeschlagen. Es gehe bei der Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie "auch um Großkonzerne, bei denen ja unglaublich viele beschäftigt sind", sagte Scholz am Donnerstagabend im ZDF.

09:30 Uhr: Die Wiener Börse hat am Freitag mit massiven Gewinnen eröffnet. Zu Wochenschluss dürfte die Wiener Börse ihren bereits am Donnerstag eingeleiteten Erholungsversuch damit fortsetzen. Gegen 9.30 Uhr legte der ATX um satte 10,6 Prozent auf 1.886,67 Punkte zu.

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09:00 Uhr: EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen schließt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise die gemeinsame Ausgabe von Anleihen durch die Euroländer nicht aus. "Wir gucken alle Instrumente an", sagte sie am Freitag im Deutschlandfunk. "Und das was hilft, wird eingesetzt." Das gelte auch für sogenannte Corona-Bonds. "Wenn sie helfen, wenn sie richtig strukturiert sind, werden sie eingesetzt."

Der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM wäre nach den Worten von EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni die beste Möglichkeit für europäische Bonds im Kampf gegen die Coronaviruskrise. Solche "Corona-Bonds" seien ein Marktvorgang und müssten über Finanzstrukturen begeben werden, sagte Gentiloni dem italienischen Sender RAI Radio 1. "Die am besten geeignete ist der ESM."

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08:00 Uhr: Die Ölpreise haben am Freitag ihre Erholung vom Vortag vorerst fortgesetzt. Die Notmaßnahmen führender Notenbanken im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise vom Vortag wirkten weiter stützend auf die Kursentwicklung. In der Früh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 29,14 US-Dollar (26,98 Euro). Das waren 67 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 82 Cent auf 26,04 Dollar.

06:00 Uhr: Trotz der schweren Virus-Krise verzichtet China vorerst auf eine weitere Zinssenkung. Die chinesische Notenbank ließ den einjährigen Referenz-Satz (LPR) am Freitag bei 4,05 Prozent. Sie hatte ihn erst im Februar von 4,15 Prozent auf diesen Wert gesenkt, um mehr Geld für die Kreditvergabe loszueisen und Firmen mit günstigen Darlehen zu versorgen, die in den Prozess der Prävention und Kontrolle des Coronavirus eingebunden sind. Experten hatten nun mehrheitlich mit einer weiteren Senkung gerechnet.

05:00 Uhr: Die Coronavirus-bedingte Ausnahmesituation könnte sich auch auf die Gespräche zwischen der EU und Großbritannien über die künftigen Beziehungen auswirken - und zwar nicht nur in praktischer, sondern in ganz grundsätzlicher Weise: Die Politologin Melanie Sully geht davon aus, dass die Brexit-Übergangsphase bis 2022 verlängert wird, auch wenn Premier Boris Johnson das bisher vehement abgelehnt hat.

03:00 Uhr: Die Republikaner im US-Senat wollen mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie stemmen. Die meisten Steuerzahler sollen unter anderem einen Scheck über 1.200 US-Dollar (1.111,01 Euro) bekommen, pro Kind soll es zusätzlich noch 500 US-Dollar geben, wie aus einem am Donnerstagabend (Ortszeit) vorgestellten Gesetzespaket hervorging.

01:00 Uhr: Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) erwartet, dass die Corona-Krise auch Auswirkungen auf die EU-Budgetverhandlungen hat. Der Zugang Österreichs, dass mit dem Geld der Steuerzahler sparsam umgegangen werden müsse, bleibe der gleiche. "Es ist der Schock dieser Krise allen in die Glieder gefahren, schön langsam sickert das auch", sagte Edtstadler am Donnerstag gegenüber "Puls 24".

Die Entwicklungen des 19. März

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ichbindermeinung
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industriemagazin at - GB Beatmungsgeräte

CORONAVIRUS17.03.2020 13:59
Boris Johnson will Beatmungsgeräte bei Honda und Dyson bestellen
Die Qualitätszeitung "Guardian" zitiert Expertenschätzungen, wonach in Großbritannien zwischen 300.000 und 530.000 Menschen am Coronavirus sterben könnten. Weil der Medizintechnik Kapazitäten fehlen, will Boris Johnson den Staubsaugerhersteller Dyson und den Autobauer Honda mit der Lieferung von Beatmungsgeräten beauftragen.

AndiK
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Das Kurzarbeitsmodell

bringt aber trotzdem für die Arbeitnehmer Einbußen von 10 - 20 % und das wird für nicht wenige existenzbedrohend sein, da sollte man sich auch nix vormachen.

Balrog206
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Servus Andi

Die % kann ich dir nicht für jeden 100% ig sagen aber es ist besser als arbeitslos gemeldet zu werden mit 55-60% Kohle und dafür braucht man auch nicht mit zb Auto ( Benzin ) zu Arbeit fahren !

tenke
3
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Lauda-Piloten sorgen sich um Jobs?

Oder dürfen sie nun erstmals der Tatsache ins Auge blicken, dass auch sie nicht unentbehrlich sind?
Halb Österreich sorgt sich um seinen Job.

kritiker47
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Die Lauda Piloten sorgen sich ?

Ein kleiner Streik zur Abwechslung wäre sehr unterhaltsam für sie, da haben sie ja Übung, nicht wahr ?

plolin
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Vapiano

ist sicher nicht wegen Corona pleite. Das Konzept, bzw. Preis - Leistung, hat vorher schon nicht gepasst.

stadtkater
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Der berühmte Tropfen,

der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Stratusin
2
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Die hatten vorher schon 12 Liter,

in ihrem 10 Liter Eimer. Da war der eine Tropfen schon egal.

sunny1981
1
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Vapiano

Dieser Konkurs passt denen genau ins Konzept die hoffen auf eine Coronaunterstützung der Regierung.
Skrupellos!

skitour1
0
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Vapiano

Da kann ich dir nur beipflichten. Die waren vorher schon eine Leiche

Lg

Miraculix11
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Aus Die Zeit, August 2019

Nun aber steckt die Kette in Schwierigkeiten. Schon seit 2015 häufen sich die negativen Schlagzeilen: Mäuse in der Küche, vergammelte Lebensmittel, schlechte Arbeitsbedingungen und lange Wartezeiten vor den Pizza- und Pastastationen. Seit dem Börsengang im Juni 2017 ist der Aktienkurs um mehr als 80 Prozent gefallen.

Stratusin
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Wer keine Woche durchhält,

hatte vorher schon keinen Atem mehr. Seit der Krise waren nichtmal Lohnzahlungen zu tätigen.
Da wird noch einiges Folgen. Der Steuerzahler wird einige Firmen unter die Arme greifen , die ohnedies schon längst Tod waren.