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20 Prozent weniger CO2BMW will in Europa heuer 140.000 E-Autos verkaufen

Der Münchener Autobauer BMW forciert den Verkauf von Fahrzeugen mit Elektro-Antrieb. Schon im nächsten Jahr strebt BMW einen E-Anteil von 25 Prozent an.

Der BMW i3
Der BMW i3 © BMW
 

Der Autobauer BMW will seine EU-Emissionsziele in diesem Jahr vor allem mit einem deutlichen Verkaufsplus von elektrifizierten Autos schaffen. 2020 wolle das Unternehmen rund 140.000 Autos mit E-Antrieb in Europa absetzen, sagte Finanzchef Nicolas Peter am Donnerstag vor Journalisten in München.

Im vergangenen Jahr verkaufte BMW demnach mehr als 85.000 Autos mit Elektromotor oder einem Mischantrieb aus Verbrenner und E-Antrieb. Insgesamt setzt der Dax-Konzern in Europa rund eine Million Autos ab und geht auch dieses Jahr von dieser Größenordnung aus. Über 40.000 Autos in diesem Jahr sollen rein elektrisch sein, darunter der i3 und ab Ende des Jahres der in China gebaute Vollelektro-SUV iX3. Den Rest will BMW mit den sogenannten Plug-in-Hybrid-Motoren verkaufen.

Peter bekräftigte die Aussagen von Konzernchef Oliver Zipse, die CO2-Emissionen in diesem Jahr um rund 20 Prozent senken zu wollen. Für 2018 hatte BMW in der neu verkauften Flotte im Schnitt einen Ausstoß von 128 Gramm gemeldet, im vergangenen Jahr ist dieser laut Peter nur knapp gesunken. Mit einem Wert von gut 100 Gramm CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer werde BMW seine EU-Ziele in diesem Jahr schaffen und damit Strafzahlungen vermeiden, so der Manager. Ein Drittel der Einsparungen bei den CO2-Emissionen sollen durch neue, emissionsärmere Modelle kommen.

Mit dem von gut 8,5 auf rund 14 Prozent steigenden Anteil elektrifizierter Antriebe will BMW in Europa auch den Grundstein legen, um im Jahr 2021 auf einen Elektro-Anteil von 25 Prozent zu kommen. 2021 gelten noch einmal schärfere Regeln für den CO2-Ausstoß in der EU, weil bestimmte Übergangsregelgungen wegfallen.

Kommentare (5)

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Weltreisender
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E-Autos

sind überteuerte Carrera Autos. Für die Batterien müssen täglich 20 Millionen Liter Trinkwasser in Chile zum Abbau von Kobalt verwendet werden. Was daran ist nachhaltig?

schadstoffarm
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Es ist

Lithium. Und deswegen willst weiterhin fossile Energie verblasen, richtig?

scionescio
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Man hätte auch schreiben können, dass BMW auf Hybrid setzt, weil von den 140.000 eAutos nur 40.000 BEVs sein werden ...

... und mehr als doppelt so viel (100.000) Hybride sein werden - wieder ein Hersteller, der nicht an den Erfolg von BEVs glaubt und sich der Strategie der Japaner und Koreaner anschließt!

Pablo63
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Hyprideantriebe sind bestenfalls kurzfristige Bilanzkosmetik

zur Abwendung von saftigen Strafen wegen Zielverfehlungen. Die langfristige Strategie kann nur sein sämtliche Ressourcen in BEV zu stecken oder die Liquidation des Unternehmens vorzubereiten.

scionescio
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@Pablo63: Es gibt keinen ernstzunehmenden Fachmann, der glaubt, dass BEVs jemals mehr als maximal 30% des Verkehrsaufkommens abdecken werden ...

... warum glaubst du daher, dass man mit einem schmalen Nischensegment besser dasteht, als wenn man einen Anteil am großen Kuchenstück hat?
Über 70% der zurückgelegten Kilometer gehen auf das Konto von Transport und Langstrecke - die 30% Kurzstrecke werden sinnvollerweise durch Öffis abgedeckt: welche Daseinsberechtigung haben also Milliardeninvestments für die Infrastruktur, wenn BEVs keinen sinnvollen Einsatzzweck haben und auch keine Lösung gegen den Klimawandel sind, weil sie zwar angeblich lokal emissionsfrei sind, aber das CO2 schon woanders früher bei der Produktion angefallen ist und zusätzlich Sondermüllberge in Form von ausrangierten Akkus bleiben?