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Robustes PortfolioAuftaktquartal von Infineon profitabler als erwartet

Chiphersteller Infineon meldet sinkende Umsätze und Überschüsse. Dennoch zeigt sich das Geschäft im ersten Quartal robuster als erwartet.

Infineon-Boss Reinhard Ploss
Infineon-Boss Reinhard Ploss © APA/Georg Hochmuth
 

Der Chiphersteller Infineon hat im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember mehr Gewinn erzielt als erwartet. Die Umsatzrendite (Segmentergebnis-Marge) schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um 2,7 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent, wie der deutsche Halbleiterhersteller am Mittwoch mitteilte. In Aussicht gestellt hatte der Vorstand allerdings lediglich eine Marge von 13 Prozent.

Der Umsatz ging zum Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 1,916 Milliarden Euro zurück. Der Überschuss sank um 17 Prozent auf 210 Millionen Euro und lag damit über dem Betrag von 190 Millionen Euro, den Branchenexperten erwartet hatten.

"Unser gut diversifiziertes Geschäft präsentiert sich zu Jahresbeginn robust", erklärte Infineon-Chef Reinhard Ploss. "Unsere Kostensenkungsmaßnahmen beginnen zu greifen. Dank ihnen sowie aufgrund mehrerer Sondereffekte fiel das Segmentergebnis etwas besser als erwartet aus."

Ploss bestätigte die Erwartung, dass der Konzern in dem Ende September ablaufenden Geschäftsjahr seinen Umsatz um fünf Prozent steigert und eine Segmentergebnis-Marge von 16 Prozent erreicht. Im zweiten Geschäftsquartal soll der Umsatz um fünf Prozent steigen und die Marge bei etwa 14 Prozent liegen. Voraussetzung sei aber, dass die Folgen des Coronavirus die Geschäftsentwicklung nicht signifikant beeinträchtigten.

Der Abschluss der Übernahme des US-Chipkonzerns Cypress Semiconductor verzögert sich. Der Vollzug werde für das Ende des laufenden oder den Beginn des kommenden Kalenderquartals erwartet, teilte Infineon mit. Im vergangenen Jahr hatte Ploss noch einen Abschluss der Übernahme um den Jahreswechsel herum angekündigt.

In Österreich ist Infineon mit Chip-Produktion sowie Forschung und Entwicklung vertreten. Im Geschäftsjahr 2018/19 (bis Ende September) hatte der Umsatz um 5 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zugelegt, das Vorsteuerergebnis stieg um 4 Prozent auf 306 Millionen Euro. Die Zahl der in Österreich Beschäftigten stieg um 10 Prozent auf 4609 Personen. Der Sitz in Villach wird weiter ausgebaut: Errichtet wird eine voll automatisierte Chip-Fabrik für 300-Millimeter-Leistungshalbleiter.

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