Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

StudieE-Autos: Je länger sie fahren, desto besser für das Klima

Seit dem immer mehr Autohersteller E-Autos auf den Markt bringen, wird diskutiert, ob diese wirklich klimafreundlich sind. Eine Schweizer Studie sagt ja.

Auf die Gesamtlebenszeit sind E-Autos am umweltfreundlichsten
Auf die Gesamtlebenszeit sind E-Autos am umweltfreundlichsten © Dan Race - stock.adobe.com
 

Mit wachsendem Umweltbewusstsein stellen sich Autokäufer zunehmend die Frage nach klimafreundlichen Antrieben. Antworten bietet nun eine Studie des Schweizer Paul Scherrer Instituts (PSI). Vor den ersten Kilometern schneiden Elektroautos in Sachen Klimabilanz noch schlechter ab als andere Fahrzeuge. Je weiter man jedoch damit fährt, desto besser wird diese Bilanz.

Grund dafür ist, dass die Herstellung der Batterie für E-Autos relativ viele Emissionen verursacht. Der Betrieb mit Strom aus erneuerbaren Quellen macht diesen anfänglichen Nachteil jedoch mehr als wett, zeigt die Studie, von der das Institut in seinem Magazin berichtet. Im Auftrag des Bundesamtes für Energie betrieben Brian Cox und Christian Bauer vom PSI eine groß-angelegte Recherche, um die Klimabilanz verschiedener Antriebe während des gesamten Lebenszyklus von Personenwagen zu ermitteln. Zudem wagten sie eine Zukunftsprognose, welche Antriebe sich bis ins Jahr 2040 bewähren werden.

Batterie vor Brennstoffzelle

In der Gesamt-Klimabilanz, von der Produktion des Fahrzeugs und seiner Komponenten über den Betrieb bis zur Entsorgung, schnitt der batterieelektrische Antrieb demnach am besten ab. Das gelte aufgrund des derzeitigen Schweizer Strommixes, der sich vor allem aus Wasser-und Atomkraft zusammensetzt, bereits heute, schrieb das PSI.

Den zweiten Platz in Sachen Klimabilanz fällt der Brennstoffzelle zu, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Bei diesem Antrieb kommt der Strom für den Betrieb des Elektromotors nicht aus der Steckdose, sondern aus einer Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser unter Freisetzung von Energie.

Zentral ist dabei jedoch, wie der Wasserstoff erzeugt wird, mit dem Brennstoffzellen-Fahrzeuge betankt werden. Wird er durch Aufspaltung von Wasser mithilfe von Solarstrom produziert, ist das sehr klimagünstig. Etwas schlechter schneidet dieser Antrieb mit dem derzeitigen Schweizer Strommix ab. Völlig ruiniert wird die gute Bilanz, wenn der Wasserstoff aus Erdgas gewonnen wird.

Methan als Speicher

Erdgas-betriebene Autos schneiden ähnlich ab wie Dieselfahrzeuge. Ein Antrieb mit Synthetic Natural Gas (SNG), einem künstlichen Erdgas-Ersatz, könnte sich dereinst lohnen, wenn in Zukunft große Mengen überschüssiger Strom aus erneuerbaren Quellen anfällt.

Das Gas hat den Vorteil, dass es sich sehr einfach und kostengünstig speichern lässt und auch dann zur Verfügung steht, wenn gerade weniger Ökostrom produziert wird, beispielsweise im Winter. Allerdings verbrauchen Erdgas-Autos, die mit SNG fahren, fünf- bis sechsmal so viel Strom wie E-Autos, wie Bauer im Magazinartikel festhielt.

Entscheidend für die Klimabilanz der verschiedenen Antriebe sei, wie das europäische Stromnetz der Zukunft aussehe, hiess es weiter. Wenn es zügig auf erneuerbare Energiequellen umgestellt wird, könnten die alternativen Antriebe wirklich trumpfen.

Kommentare (24)

Kommentieren
Hildegard11
0
1
Lesenswert?

Genau.

Wenn e-Fahren so einfach wird und alltagstauglich, kann man nicht dagegen sein. Aber Lehrgeld zahlen kann/will sich halt nur ein bemittelter Käufer leisten.

melahide
8
11
Lesenswert?

Ich

finde es so schön, dass die Personen hier immer so schön gegen Elektrofahrzeuge sind. JA, die böse Batterie. Es ist viel sauberer nach Öl zu suchen, nach Öl zu bohren, Öl zu fördern, dieses mittels Pipeline durch ein Land an einen Hafen zu karren, mit einem riesen Tankschiff durch die Welt zu führen, dann mit LKW´s in weitere Länder zu transportieren, dort zu verarbeiten, dann mittels Tanklaster an die - alleine in Österreich - 6000 Tankstellen zu beliefern damit die Diesel-Stinker und Benzin-SUVs dort dann lokal alles ausscheiden. Böse Elektroauto´s!!!

"Woher soll der Strom kommen?!?!". Hören wir auf mit dem Erdöl-Scheiß. Die Erzeugung von einem Liter Diesel und Benzin verursacht so einen hohen Stromverbrauch, damit kann man E-Autos betreiben. Den weiteren Strom erzeugen wir mit einer Million kleiner Anlagen (Dächer, Klein-Windkraftwerke usw.). Wo liegt eurer Problem?

hbratschi
3
8
Lesenswert?

ach,...

...so einfach ist das also. danke für die aufklärung... ;o)

Stratusin
4
8
Lesenswert?

Genau,

er hat absolut Recht! Die Öllobby verbreitet Lügen ohne Ende um ihre Haut zu retten. Ich mach mir aber auch Sorgen was dann in diesen Ländern abgeht, wenn das Öl nicht mehr gekauft wird, und deren einzige Einnahme versiegt. 50 Jahre haben sie Patente und Revolutionen aufgekauft. Vielleicht ist das dann deren Einnahmequelle.

melahide
1
1
Lesenswert?

Diese

Länder müssen sich halt auch umstellen. Sie hatten lange genug Zeit andere Wirtschaftszweige aufzubauen. Gerade die arabische Welt hat dich nur auf das Öl verlassen, gehört zu den größten CO2 Sündern weil sie einen Stromverbrauch haben das einem das Grauen kommt (Klimaanlagen...) und die Strom nur durch fossile Energie erzeugen. Mit E-Mobilität kann man sich ein bisschen unabhängiger machen (auch Wasserstoff ist E-Mobilität!)

Hazel15
0
4
Lesenswert?

Emirate investieren Milliarden in erneuerbare Energien

Das größte Solarkraftwerk der Welt steht nicht in Europa, sondern im Mittleren Osten. Die Kapazität von Noor Abu Dhabi soll ausreichen, um 90.000 Menschen mit Strom zu versorgen. Bis das Öl nicht mehr gekauft wird, haben sich die Ölländer schon in alle bedeutenden Unternehmem der Welt eingekauft und sogar übernommen. Deswegen brauchen Sie sich um diese Länder keine Sorgen. Die invesrieren ihre Milliarden schon klug genug, um weiter die Wirtschaft zu beherrschen.

GordonKelz
4
10
Lesenswert?

ZWISCHENDURCH EINE PLUS-STUDIE....

...kann nicht schaden, für das Glump das man auf Halde hat!
Gordon Kelz

schadstoffarm
9
3
Lesenswert?

Trete deinen diesel

Gordon

hbratschi
13
22
Lesenswert?

diese veraltete studie...

...bedient genau diejenigen, die noch immer an die "sauberen" e-autos glauben wollen...

scionescio
7
10
Lesenswert?

@hbratschi: Warum kommt in einem Medium, dass ursächlich dazu da ist, tagesaktuelle Neuigkeiten zu präsentieren, eine veraltete Studie aus 2018?

Da geht es klar um Meinungsmache, um die schleppenden Verkäufe anzukurbeln. Die Energiewirschaft und Atomlobby haben lange genug investiert und möchten schön langsam Fakten schaffen, damit sie sich dumm und dämlich verdienen können.
Man braucht sich nur die Papers der Energieversorger anschauen: nach der flächendeckenden Einführung der Smartmeter kommt der Spezialtarif für Spitzenlasten im 15min Takt ... die BEV Fahrer träumen immer noch vom Gratisladen und checken nicht, dass die Anfütterungsphase mit Gratisladen bald vorbei sein wird: dann heißt es 79Cent pro kWh fürs Schnellladen zahlen oder zuhause den Spitzentarif für die Spitzenlast zahlen. PV am Dach haben die Wenigsten und selbst da musst du erst gute 30.000 Euro investieren, damit du auch einen großen Akku hast, um in der Nacht laden zu können. Die Tesla Fanboys kommen dann mit ihrem Gratisladen (gilt auch nur mehr für ein paar Sonderfälle) und vergessen dabei, dass sie dafür schon vorab 50.000 Euro hingelegt haben (weil das Fahrzeug im Vergleich so grundlos überteuert ist) und sie sich damit ihren Ladestrom schon vorfinanziert haben.
Die Studie ist von den Modellierungsparametern so tendenziell, dass für jemanden vom Fach schon nach ein paar Seiten klar ist, was am Ende rauskommen wird ...

schadstoffarm
6
3
Lesenswert?

Scio

Nach teleshoppingmarketing auch noch Verschwörungstheorien bemühen? Wer mag.

hbratschi
7
10
Lesenswert?

@scio

ganz offensichtlich beschäftigst du dich ziemlich intensiv mit dieser materie und hast ahnung von dem worüber du schreibst. ist sehr erfrischend. im gegensatz zu den der e-auto lobby hinterherhechelnden fanboys...

Stratusin
2
3
Lesenswert?

Ein Blender mit Fachausdrücken,

der selbst Tesla-Besitzer war, eine eigene Firma und eine Yacht im Mittelmeer hat. Eben ein typischer Unternehmer der den ganzen Tag in Foren abhängt und seine Meinung ( oder wofür er bezahlt wird) hier kundtut. Münchhausen hätte einiges von ihm lernen können. Aber sich nicht zum Thema!

JHlive
8
12
Lesenswert?

und was sagt die neue....

SUV 2.500kg 280PS super sauber!!!

hbratschi
6
8
Lesenswert?

jhlive

tolles argument. weil das eine scheiße ist, deshalb investieren wir jetzt in die nächste. bravo... :o)))

Dilandau
2
12
Lesenswert?

Ideen gibt es genug

aber hat auch schon mal irgendjemand einen Plan entwickelt wie wir die Ölgroßkonzerne daran hindern sollen, uns den Umstieg auf weniger klimaschädliche Autos zu erschweren?
Und hat auch schon irgendwer sich mal Gedanken gemacht, wie man E-Autos bzw. H² Autos so bauen kann, dass es sich auch jemand mit einen Durchschnittsgehalt leisten kann?

scionescio
11
16
Lesenswert?

Warum bringt die KLZ im Jahr 2020 eine längst überholte Studie aus dem Jahr 2018 ...

... die neben anderen sehr gewagten Modellierungsparametern davon ausgeht, dass der Strom für die BEVs aus Wasserkraft und Atomkraft kommt (nur für die Schweiz relevant) - weltweit gesehen kommt der überwiegende Anteil des Stroms immer noch aus Kohle- und Gaskraftwerken und daran wird sich auch die nächsten Jahrzehnte leider nichts ändern ... und ob wir wirklich wieder Atomkraftwerke haben wollen, bezweifle ich sehr.

scionescio
9
9
Lesenswert?

Aus der Einleitung der Studie, sieht man schon, wie veraltet das verwendete Material ist und auch nur für Schweizer Verhältnisse betrachtet wurden ...

"Die Umweltauswirkungen von heute konventionellen Benzin- und Dieselautos sowie Batteriefahrzeugen
sind ein Thema, das in der wissenschaftlichen Literatur in letzter Zeit häufig behandelt
wurde (Bauer, Hofer et al. 2015, Ellingsen, Singh et al. 2016, Ellingsen, Hung et al. 2017, Peters,
Baumann et al. 2017, Romare and Dahllöf 2017), ebenso in populären Medien (Tietge, Díaz et al.
2016, Ferroni and Reichmuth 2017, Irle 2017, Kristensson 2017, Leuthard 2017, Mock 2017). Die
darin gezeigten und diskutierten Resultate sind sehr unterschiedlich, abhängig von den jeweils
getroffenen Annahmen, den verwendeten Daten und den Berechnungsmethoden. Die Ergebnisse
werden oft aus dem Zusammenhang gerissen und missbräuchlich verwendet, was bei Konsumenten
und Entscheidungsträgern zu Verwirrung und teils falschen Schlussfolgerungen führt. Ziel dieses
Hintergrundberichts ist es, eine umfassende und ausgewogene Analyse der Umweltauswirkungen
verschiedenster Arten von Personenwagen auf den Schweizer Strassen zu präsentieren und zu
dokumentieren – für heute und die mittelfristige Zukunft. Diese Analyse basiert auf Ökobilanzen
(englisch: “Life Cycle Assessment” (LCA)). Das bedeutet, dass der gesamte Lebenszyklus der
Fahrzeuge berücksichtigt wird, nämlich Produktion, Betrieb und Entsorgung. Nur diese Methodik
ermöglicht es, die gesamten Umweltauswirkungen, die von den einzelnen Fahrzeugtechnologien und
den zugehörigen Treibstoffversorgungsketten verursacht werden, zu messen. "

scionescio
8
8
Lesenswert?

... die Ökobilanzen stammen sogar aus 2017 und schon damals war der Fachwelt unkla, wie der zusätzliche Strombedarf gedeckt werden soll - da hat sich bis heute nichts daran geändert!

"Technologien wie Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge befinden sich in einem vergleichsweise
frühen Entwicklungsstadium. Erhebliche technologische Verbesserungen können in den kommenden
Jahren erwartet werden. Auch Verbrennungsmotoren befinden sich in ständiger Weiterentwicklung,
zum Grossteil getrieben von politischem Druck zur Reduktion der CO2- und Schadstoffemissionen.
Um die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Umweltbilanz von Personenwagen abschätzen
zu können, werden Ökobilanzen für heutige (hergestellt im Jahr 2017) und zukünftige (Jahr 2040)
Fahrzeuge erstellt. Da unsicher ist, wie die Schweizer Stromversorgung in Zukunft strukturiert sein
wird, sind drei verschiedene Szenarien anhand der Schweizer Energieperspektiven (Prognos 2012)
Bestandteil der Analysen, welche die Zukunft betreffen; so wird der Einfluss verschiedener Szenarien
zur Stromversorgung für das Laden der Batteriefahrzeuge und die Produktion von Wasserstoff und
synthetischem Erdgas beleuchtet. Ausserdem wird gezeigt, wie sich die Stromversorgung aus
einzelnen Technologien auf die Ökobilanz auswirkt, da aus heutiger Sicht unklar ist, aus welchen
Quellen ein zusätzlicher Strombedarf für die Elektromobilität gedeckt werden kann."

scionescio
9
10
Lesenswert?

... und noch ein paar Schmankerl, um die Qualität der Studie zu demonstrieren ...

"Konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren (Internal Combustion Engine Vehicles – ICEV)
können mit den Treibstoffen Diesel (ICEV-d), Benzin (ICEV-p) oder Gas (ICEV-g) betrieben werden. Es
wird angenommen, dass alle zukünftigen Autos mit Verbrennungsmotoren Hybridfahrzeuge mit
einer 48 Volt Batterie sein werden."

"Im Rahmen dieser Arbeit werden nur die Unsicherheiten bei den Fahrzeugparametern berücksichtigt,
nicht jedoch jene in den Hintergrunddaten und in den Ökobilanz-Bewertungsmethoden
(“Life Cycle Impact Assessment” – LCIA). Der Einfluss verschiedener Fahrprofile auf die Ergebnisse
der Ökobilanzen wird hier ebenfalls nicht untersucht."

scionescio
7
7
Lesenswert?

... und der Energieverbrauch basiert auf dem WLTC - da erzielen die BEVs Reichweiten, die noch nie jemand in der Praxis "erfahren" hat - dagegen sind ja die früher angegeben Durschnittsverbräuche der Hersteller ja fast schon exakt;-)

"Für die Berechnung des Energiebedarfs wird das Fahrprofil des „Worldwide harmonized Light vehicles Test Cycle“ (WLTC) verwendet, welcher den „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) ablöst."

Geerdeter Steirer
2
5
Lesenswert?

@scionescio ich will nicht tadeln, ich lese und belese vieles auch immer sehr genau, ..........

jedoch hineinkopiert hast du es recht ausführlich, die Absätze und die Leerzeichen sind jedoch schon verbesserungswürdig, nimm dir ein wenig mehr Zeit da es viel besser rüberkommt und optisch aussieht, vielen herzlichen Dank im voraus........... ;-)

scionescio
5
8
Lesenswert?

@Geerdeter Steirer: ich habe gerade nur mein Smartphone zur Verfügung ...

... und da ist das Entfernen der Zeilenumbrüche, wenn man aus einem schlechten PDF kopiert, recht mühsam - wenn ich das nächste Mal mehr Zeit habe, werde ich den Ratschlag gerne befolgen!

schadstoffarm
13
9
Lesenswert?

Geh bitte

Deine mickey mouse argumente gelten genauso für h2 Autos.