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OnlinehandelDeutschland: Neuer Höchststand bei Rücksendungen

Der Onlinehandel boomt. Anbieter werben mit gratis Rücksendungen. Das führt zu einem starken Anstieg der Retouren.

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Symbolbild © fotomowo - stock.adobe.com
 

Der boomende Onlinehandel hat im vergangenen Jahr nach Angaben eines Experten zu einem neuen Rekord bei den Retouren in Deutschland geführt. "Allein im vergangenen Jahr wurden etwa 500 Millionen Produkte zurückgeschickt. Das ist ein neuer Höchststand", sagte Björn Asdecker, Leiter der Forschungsgruppe Retourenmanagement an der Universität Bamberg, der "Wirtschaftswoche".

Die Quote der zurückgeschickten Artikel liege über alle Warengruppen hinweg konstant bei etwa 13 Prozent.

Zwar würden Onlinehändler viele Anstrengungen unternehmen, um Kunden mehr Informationen über Artikel oder Größen zu geben. Allerdings schreckten sie vor Maßnahmen zurück, die dazu führen könnten, dass die Kunden weniger kaufen, sagte Asdecker dem Magazin: "Die Angst davor, dass ein Kunde einen Bestellvorgang abbrechen könnte, ist viel größer als die Angst vor einer Rücksendung."

Handel gegen Gebühren

Eine wirksame Maßnahme zur Senkung der Retourenzahlen könnten nach Erhebungen der Forschungsgruppe die Ausweitung von Retourengebühren sein. Bisher erhebe nur rund ein Siebentel der Onlinehändler solche Gebühren, schrieb die "Wirtschaftswoche".

Laut einer Umfrage des Magazins wollen große Onlinehändler auch weiter an kostenfreien Retouren festhalten. Zalando erklärte gegenüber der "Wirtschaftswoche", kostenloser Versand und Rücksendung seien "fester Bestandteil unseres Serviceversprechens". Lidl hat demnach "kein Interesse daran", im Onlineshop "die Retourenfrist zu verkürzen oder Gebühren für die Rücksendung zu verlangen". Otto wolle an kostenlosen Rücksendungen als "Standard in der Branche" festhalten.

Lediglich der Online-Möbelhändler Home24 erklärte gegenüber der "Wirtschaftswoche", er stehe einer branchenweiten Gebührenlösung "positiv gegenüber". Die Einnahmen sollten dann dazu verwendet werden, die Produktpreise zu senken.

Kommentare (4)

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tenke
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Wer glaubt, dass Einnahmen aus Rücksendungen

zur Senkung von Produktpreisen verwendet werden, hat von der Realität nicht viel Ahnung.

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dude
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Der Transport ist einfach viel zu billig!

Wenn im Transport Kostenwahrheit bestehen würde, lösen sich viele Probleme von alleine!

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X22
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Jaja, da wabbeln schon die ersten Gretaansagen daher,

nur blöderweise, gibt es das Transportproblem schon ein weniger länger und den Onlinehandel auch schon, mal Kurz zurückgerechnet, die Gretageneration war so ungefähr zwischen Planung der Eltern und Kindergarteneinschreibung, und das hängen wir jetzt dieser Generation um, wie naiv man nur sein kann, gell Pijo

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PiJo
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Der Transport

das ist Umweltschutz pur, wird aber sicher nicht nur von der "älteren " Generation verursacht. Greta lässt grüßen

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