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Bei LufthansaNach Flugbegleiter-Streik nun längere Wartezeiten

Der Streik der Kabinenbeschäftigten hat die Flugpläne der Lufthansa durcheinandergewirbelt. Noch immer passieren vereinzelt Flugausfälle in Frankfurt und München. Die Passagiere müssen mit längeren Wartezeiten rechnen.

© APA/AFP/dpa/Boris Roessler
 

Nach dem Ende der zweitägigen Streiks der Flugbegleiter ist der Flugverkehr bei der AUA-Mutter Lufthansa am Samstag wieder weitgehend normal verlaufen. An den beiden größten deutschen Flughäfen Frankfurt und München gab es noch vereinzelte Flugausfälle.

Der Flugplan normalisiere sich wieder, doch die Auswirkungen des Streiks sind noch zu spüren. Passagiere müssen aufgrund des erhöhten Fluggast-Aufkommens mit längeren Wartezeiten rechnen. Ihnen wird empfohlen, zweieinhalb Stunden vor dem Start am Airport zu sein.

Auf dem Weg zum "richtigen Einsatzort"

Nach Angaben von Fraport hat es am Samstag "einige Flugausfälle" gegeben, darunter seien rund 20 Flüge der Lufthansa gewesen. Auch am Münchner Flughafen fielen einige Flüge aus. An die 20 Verbindungen seien für Samstag annulliert worden. Zahlreiche Lufthansa-Flüge starteten oder landeten zudem mit Verspätung.

Eine Lufthansa-Sprecherin sprach von "vereinzelten Streichungen", ohne Zahlen zu nennen: "Es dauert etwas, bis das System wieder angelaufen ist." Hier und da müssten sich Maschinen und Crews erst wieder zum richtigen Einsatzort begeben.

"Streik war voller Erfolg"

Die Gewerkschaft Ufo bewertet den Streik als "vollen Erfolg". Ufo-Vize Daniel Flohr sagte, leider habe der Ausstand zu Stress bei den Passagieren geführt.

Zugleich gibt es etwas Hoffnung auf ein Ende des Tarifkonflikts für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter. Ufo und die Airline wollen über eine mögliche Schlichtung beraten. Beide Seiten vereinbarten Stillschweigen. Dem Vernehmen nach sollen die Gespräche am Sonntag an einem geheimen Ort beginnen. Man brauche die Vertraulichkeit, um schwierige juristische Fragen auszuräumen, so Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Wegen der Streiks der Ufo hatte die Lufthansa mit einem Sonderflugplan insgesamt 1500 Flüge weltweit abgesagt. Sie sprach von 200.000 betroffenen Passagieren. Es traf vor allem die Drehkreuze Frankfurt und München. Zwischen Wien und den beiden Lufthansa-Drehkreuzen fielen 15 Flüge aus.

Neuer Streik ist möglich

Sollte es bei den Gesprächen kein Einlenken der Lufthansa geben, will die Ufo erneut streiken. Am Montag werde das weitere Vorgehen verkündet.

Die Ufo hatte am Donnerstag und Freitag die Lufthansa-Kerngesellschaft bestreikt. Nach Urabstimmungen ist sie aber auch bei vier Lufthansa-Töchtern streikbereit, nämlich Germanwings, Eurowings Deutschland, LufthansaCityLine und SunExpress Deutschland.

Ufo fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Konflikt geht es aber hauptsächlich um die Frage, ob Ufo überhaupt Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann.

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