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Ein Jahr verlängert Feiert die Aktion 20.000 ein abgespecktes Comeback?

Wird die Beschäftigungsaktion für Langzeitarbeitslose in einer abgespeckten Form fortgesetzt? Zumindest wird sie im Parlament noch einmal diskutiert.

Langzeitarbeitslose tun sich besonders schwer, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen
Langzeitarbeitslose tun sich besonders schwer, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen © APA
 

Die SPÖ machte nie einen Hehl daraus: Die Beschäftigungsaktion 20.000 - älteren Langzeitarbeitslosen wird dadurch der Wiedereinstieg auf den Arbeitsmarkt erleichtert - muss aus ihrer Sicht verlängert werden. Im Juli 2017 war die Aktion von der damaligen SPÖ-ÖVP-Regierung ins Leben gerufen worden, nach dem Stopp durch die ÖVP-FPÖ-Regierung lief sie mit 30. Juni aus.

Jetzt aber scheint sich eine interessante Koalition zu bilden. Der Antrag der SPÖ, das Programm in seiner abgespeckten Form um ein weiteres Jahr zu verlängern, soll nämlich Rückendeckung von FPÖ (die diese Aktion schon einmal als "Sackgasse" bezeichnete) und Liste Jetzt bekommen, wie der Standard heute, Dienstag, berichtet. Jedenfalls wurde beschlossen, dass der SPÖ-Antrag in der nächsten Plenarsitzung des Nationalrats behandelt werden muss.

Der Antrag sieht vor, schreibt das Medium, "dass Dienstgeber, die vor dem 1. Juli 2019 Personen im Rahmen der Aktion 20.000 beschäftigt haben, für weitere zwölf Monate eine Förderung durch das AMS beantragen können, wenn sie die betreffende Person weiterbeschäftigen. Die Förderung wird auch rückwirkend ab Juli ausbezahlt."

Auf Anfrage der APA aber reagierte die FPÖ ablehnend. Man werde nicht für eine Verlängerung votieren, richtete die FPÖ-Pressestelle aus.

Anzahl der älteren Arbeitslosen legt zu

Klar ist: Trotz rückläufiger Arbeitslosenzahlen steigt die Anzahl der Erwerbslosen über 50 Jahre. Während die allgemeine Arbeitslosigkeit im Juli in Österreich um 4,5 Prozent beziehungsweise um 15.387 Personen gesunken ist, legte sie bei den Arbeitssuchenden über 50 Jahre um 1,4 Prozent auf 89.154 Arbeitslose zu. Auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen waren um 3,5 Prozent öfter arbeitslos. Deren Zahl stieg um 2.025 auf 60.605 Personen. Bei Menschen mit Behinderungen gab es einen deutlichen Anstieg von 4,2 Prozent (+496 Personen) auf 12.396 Arbeitslose.

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