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Denzel-ChefDer typische E-Auto-Käufer ist eine Firma

Trotz Förderung würden Privatkunden bisher vom Kauf eines E-Autos zurückschrecken, sagt der Chef des Autohändlers Denzel. Firmen hingegen setzen auf E-Mobilität.

Vor allem Firmen kaufen E-Autos
Vor allem Firmen kaufen E-Autos © APA/dpa/Christophe Gateau
 

Denzel-Chef Gregor Strassl sieht die Elektromobilität in der Marktanlaufphase und plädiert für ein Nebeneinander von Verbrennungsmotoren, Elektroantrieben und Mischformen. In Summe würden künftig sieben verschiedene Antriebsformen auf den Straßen unterwegs sein. Eine Abkehr vom Auto sieht er keineswegs, vielmehr gebe es "ein Thema zwischen Stadt und Land".

Der Ausbau der Elektromobilität müsse kommen, schon alleine damit die Pkw-Hersteller die CO2-Vorgaben für ihre Flotten erfüllen können. Andernfalls drohten Strafen in Höhe von hunderten Millionen Euro. "Hier lastet gewaltiger Druck auf den Herstellern", so Strassl im Gespräch mit der APA. Obendrein stehen noch riesige Investitionen für das autonome Fahren und das vernetzte Auto an.

Private Käufer verunsichert

Österreich fördere E-Autos für Private "de facto nicht". "Der typische Kunde ist eine Firma", erklärt Strassl. Außerdem seien die Kunden verunsichert, für welchen Antrieb sie sich entscheiden sollen. "Es tut sich mehr als die letzten 50 Jahre zusammen", betont Strassl, der auf die Händler gewaltige Herausforderungen zukommen sieht.

Für diese läuft die Marktbereinigung europaweit seit rund fünf Jahren, insbesondere für mittelgroße Händler ist es schwierig. Die Marge beim Autoverkauf sei minimal, verdient werde an der ganzen Wertschöpfungskette. Denzel, Österreichs größter privater Autohändler, verkauft 16 verschiedene Marken, das macht in Summe 45.000 abgesetzte Autos im Jahr.

Umbruch in Industrie

Spannend wird es auch für die heimische Kfz-Zulieferindustrie, die zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes gehört, insbesondere im Motor- und Getriebebereich. Denn ein E-Motor braucht weit weniger Einzelteile und kein Getriebe. Für Strassl wird es daher für die Zulieferer wichtiger, sich als Komponentenhersteller zu etablieren. Ein Markt, in den chinesische Firmen sehr stark drängen würden.

Die größte Herausforderung für Händler wie Hersteller ist aber der Fachkräftemangel. Denzel habe 1.400 Mitarbeiter und 45 unbesetzte Stellen - und das in allen Bereichen. Gleichzeitig habe Denzel rund 9.000 Bewerbungen im Jahr. Man investiere daher sehr viel in die Weiterbildung.

Stadt-Land-Unterschied

Dass das Auto bei den Jungen an Attraktivität verloren haben könnte, glaubt Strassl nicht. Dies sei keine Frage von Jung und Alt, sondern von Stadt und Land. "Teilen statt besitzen" sieht er ebenfalls als Stadtthema. Ein rasches Ende des Diesels erwartet der Denzel-Chef nicht. Immerhin sei Österreich ein Dieselland mit einem Fahrzeugbestand von über fünf Millionen Pkw.

Eine interessante Entwicklung sieht Strassl bei den Taxis. Hier sehe man immer mehr Plug-in-Hybride fahren, bei denen der E-Motor in erster Linie beim Anfahren unterstützend eingreift. Dadurch sind "echte" fünf bis sieben Liter Verbrauch im Taxibetrieb möglich.

 

Kommentare (8)

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Rick Deckard
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E Autos sind Sondermüll

Alleine der CO2 Fußabdruck bei der Herstellung von Auto und Batterie ist so groß,
daß ich mal das eine oder andere Jahr mit meinem Diesel fahren kann - bis wir auf gleich sind. Und dann ist noch die Frage: woher den ganzen Strom nehmen wenn wir alle auf Elektroautos umsteigen??? Windkrafträder erschlagen die Vögel, Wasserkraftwerke sind riesige Eingriffe in die Natur und dann???

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77ebb8cbcdcaeb9db3ad652831220f4b
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.. sind Unternehmen!

Na dann hoffe ich mal, dass die Unternehmer diese Autos nicht als Privatfahrzeuge „missbrauchen“! Denn die Mehrlasten auf die Mitarbeiter abschieben, das GEHT GARNICHT!

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77ebb8cbcdcaeb9db3ad652831220f4b
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Und das mit dem Startup Flair ist auch so eine Farce!

Günstige Mitarbeiter, weil „wir sind ja ein Startup“! Und dann noch fleißig subventioniert werden! Wer nimmt denn fleißig Startup Subventionen? Kleine Unternehmen oder Konzerne?

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baumi1000
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Bei 250 km Reichweite

Brauche ich keinen hybrid mehr und erspare mir eine Menge an wartung
Und die Entwicklung der Akkus schreitet voran und im betrieb ist die Effizienz eine e- Autos unschlagbar ,verbraeuche zwischen 12 un 20 kWh sind die Regel ,also umgerechnet max 2 Liter Diesel auf 100km

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georgXV
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???

LEIDER "schreitet die Entwicklung der Akkus NICHT so voran" wie es DRINGENDST notwendig wäre !!!
Eine Reichweite von 250 km ist genug für den Lokal- und Regionalverkehr, aber leider NICHT für Vielfahrer und weitere Strecken !!!
Heerscharen von Forschern und Entwicklern suchen nach neuen Batteriekonzepten, haben aber LEIDER noch NICHT "den Stein der Weisen" gefunden !!!
Auch für sie gelten die Gesetze der Physik und Chemie !!!

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Geerdeter Steirer
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Ich selbst weiß es aus Erfahrungswerten und Erprobungen......

nun nur ein Beispiel : E-KFZ mit 41Kw/h Akku , wirkliche (tatsächliche)Reichweite 300 - 320 km reale Fahrleistung , 1x in der Woche an die 380er Haussteckdose mit fahrzeugspezifischen dazugekauftem Ladekabel mit 11Kw laden, Kosten durch die Haushaltsstarkstromdose ca. € 8,40, für den Kurzstreckenbetrieb (Stadt Graz und Graz Umgebung) also meiner Meinung und Auffassung eine Top - Effizienz !

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wirklichnicht
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Falsch: Man sehe nicht mehr "Plug-in Hybride" fahren

.. sondern normale Hybride. Ein "Plug-In" hat nämlich einen Stecker zum Aufladen, ein normaler Hybrid nicht. Ein Plug-In Hybrid fährt auch viel länger elektrisch und nicht nur beim Anfahren, wie im Artikel beschrieben! Bitte besser recherchieren.

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Geerdeter Steirer
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Korrekt und richtig .......

Ein Plug-In Hybrid fährt auch viel länger elektrisch und nicht nur beim Anfahren !

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