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Bad RadkersburgAkku-Zug: ÖBB plant weitere Tests in der Steiermark

Ende des Jahres soll der Akku-Zug von Siemens zwischen Graz und Bad Radkersburg im Regelbetrieb getestet werden.

Die ÖBB sucht Alternativen für nicht-elektrifizierte Strecken
Die ÖBB sucht Alternativen für nicht-elektrifizierte Strecken © APA/NEUE RADKERSBURGER BAHN
 

Nach der ersten Probefahrt des neuen "Cityjet eco" in der Steiermark hat die ÖBB eine erste Zwischenbilanz der Testserie mit den akkubetriebenen Zug-Garnituren gezogen. Die Bilanz fiel positiv aus. Die bisherigen Evaluierungsfahrten der gemeinsam mit Siemens entwickelten Triebwagen seien sehr vielversprechend verlaufen.

"Derzeit sind wir dabei, die Erfahrungen der Testfahrten zu sammeln und anschließend auszuwerten. Für die zweite Jahreshälfte sind weitere Fahrten mit Fahrgästen im Echtbetrieb geplant, von denen wir uns weitere wertvolle Erkenntnisse erwarten", hieß es am Dienstag auf Anfrage der APA seitens der ÖBB.

Gegen Ende des Jahres soll der salopp "Akku-Zug" genannte Cityjet eco erneut zwischen Graz und Bad Radkersburg getestet werden - diesmal im regulären Fahrplanbetrieb. Nach der Auswertung der Ergebnisse der Probefahrten und den Tests im Fahrgastbetrieb soll evaluiert werden. Sollte alles zur Zufriedenheit verlaufen sein, plant die ÖBB künftig 25 derartige Züge auf Strecken in mehreren Bundesländern einzusetzen.

Hoffen auf neue Bahntrasse

In der Südsteiermark begrüßt man die Pläne der ÖBB. Armin Klein von der Interessengemeinschaft Neue Radkersburger Bahn sieht das in den Sommermonaten von Jahr zu Jahr zunehmende Hitzeproblem der Dieselgarnituren, insbesondere auf der südsteirischen Strecke, durch das Vorhandensein einer Klima-Anlage im Cityjet eco als gelöst an. Augenzeugen der Probefahrt vergangenen Freitag zeigten sich zudem von der Geräuscharmut der neuen Züge beeindruckt: "Er ist total leise. Man hört nur Rollgeräusche", hieß es gegenüber der APA.

Der Prototyp des Cityjet eco besitzt ohne Stromzufuhr eine Reichweite von 80 Kilometer. Durch technische Verbesserungen soll die endgültige Version sogar 120 Kilometer weit fahren können - bei einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 140 km/h.

Damit könnte der Cityjet eco im Falle einer "Wiedervereinigung" der Radkersburger Bahn mit der Strecke jenseits der Murgrenze im heutigen Slowenien weit kommen: Die wieder zu aktivierende Verbindung von Gornja Radgona (Oberradkersburg) nach Ljutomer (Luttenberg) wäre mit der von Spielfeld aus gerechneten Gesamtstreckenlänge von zwei Mal 55 Kilometern zu bewältigen. Außerdem könnte der 14 Tonnen schwere, auf dem Zugdach montierte Akku am (elektrifizierten) Bahnknoten in Ljutomer laut Spezifikationen in nur zehn Minuten voll aufgeladen werden, verwies Klein auf das vielfältige Zukunftspotenzial des elektro-hybriden Triebwagens.

 

Kommentare (3)

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Chocabeck
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Erfreulich!

Beides ist wichtig:
Verbesserung der Zugsgarnitur und
Wiedererrichtung der Bahnstrecke über die Mur nach Slowenien
Das ist einmal ein erfreulicher Bericht.

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2franky2
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Keineswegs erfreulich!!!

Das Motorengeräusch eines Zuges hat noch kaum jemanden gestört!!!!!
Vielmehr stört das Zugsignal, welches eine Lautstärke erreicht dass man fast gehörschaden davon bekommt. Von der allgemeinen Lärmbelästigung durch dieses Signals ganz zu schweigen! Den Politikern sind die Anrainer eh WURSCHT!
Hauptsache sie können wieder ein teures Prestigeprojekt umsetzen, welches eh kein Mensch braucht!

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Bahnhof-Halbenrain
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Sehr wohl erfreulich !!!!!!

Im Falle der Bahnverlängerung werden natürlich alle aktuellen, wie auch die zu errichtenden Bahnübergänge technisch gesichert, was für die Anrainer bedeutet, dass es keine "Zugsignale" mehr geben wird. Man hat eher den Eindruck, dass den Anrainern die Zukunft der Region Wurscht ist, Hauptsache sie können wieder gegen was sein und können wieder was zusperren! Das diese Verbindung lebenswichtig für den Erhalt der Strecke ist wurde auch mannigfaltig kommuniziert.

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