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Tankerstreit am Persischen GolfWarum die Ölpreise wieder ansteigen

Die angespannte Situation am Persischen Golf treibt die Ölpreise auch am Montag weiter an.

Konflikt am Persischen Golf lässt Ölpreise weiter steigen: Brent stieg auf 63,88 US-Dollar je Barrel.
Konflikt am Persischen Golf lässt Ölpreise weiter steigen: Brent stieg auf 63,88 US-Dollar je Barrel. © AP/Hasan Jamali
 

Die Ölpreise steigen auch am Montag weiter an. Nachdem die Preise bereits am Freitag anstiegen, kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Montagvormittag 63,88 US-Dollar (56,95 Euro). Das waren 1,41 Dollar mehr als am Freitagabend. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 43 Cent auf 56,06 Dollar.

Grund dafür ist die Sorge vor einer Eskalation der Lage am Persischen Golf. Zuletzt hatte Großbritannien die sofortige Freigabe des unter britischer Fahne fahrenden Tankers "Stena Impero" gefordert, der am Freitag von den Iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus gestoppt und beschlagnahmt worden war. Die Meerenge im Golf von Oman ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Fast ein Drittel des globalen Ölexports wird durch dieses Nadelöhr verschifft.

Damit setzte sich eine Kette von Zwischenfällen mit Tankschiffen vor dem Hintergrund eines Konflikts zwischen den USA und dem Förderland Iran fort.

Politische Auseinandersetzungen stützen Ölpreise

Zuletzt erreichte der Ölpreis der Sorte Brent im Herbst 2018 ein 4-Jahres-Hoch und stieg auf über 80 US-Dollar. Grund dafür waren Angebotsengpässe aus dem drittgrößten OPEC-Produzenten Iran, der von US-Sanktionen wegen des Streits über das iranische Atomprogramm betroffen war. Auch in Venezuela drückte eine massive Wirtschaftskrise die Ölproduktion. Ängst wegen des rückläufigen Angebots sorgten für den Anstieg der Preise.

Im April dieses Jahres löste der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China einen Anstieg der Ölpreise aus. Gestützt wurden die Ölpreise durch Spekulationen auf ein Ende der Zollstreits zwischen China und den Vereinigten Staaten was eine höhere nachfrage zur Folge hatte.

Strafmaßnahmen möglich

Im Schulterschluss mit den USA hatte Großbritannien dem Iran nach der Festsetzung des Öltankers  mit ernsthaften Konsequenzen gedroht. Kurz vor dem Wechsel an der Spitze seiner Regierung will Großbritannien den Iran nach den Tankervorfällen mit Strafmaßnahmen belegen. Außenminister Jeremy Hunt will das Parlament am Montagnachmittag über den Stand unterrichten. Nach Angaben britischer Medien wird erwogen, Vermögen des iranischen Staates einzufrieren.

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