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TechnologierieseSamsungs Gewinn bricht um mehr als die Hälfte ein

Das dritte Quartal in Folge erzielt Samsung weniger Gewinn. Der südkoreanische Technologieriese leidet aber nicht nur unter dem Handelskrieg zwischen den USA und China.

CHINA-TELECOM-MWC
Samsung am Mobile World Congress in Shanghai am 26. Juni © APA/AFP/HECTOR RETAMAL
 

Der Technologieriese Samsung fährt das dritte Quartal in Folge weniger Gewinn ein und kämpft weiter mit einer Übersättigung des Chipmarkts und den US-Sanktionen gegen seinen wichtigen Kunden Huawei. Der Betriebsgewinn sei im zweiten Quartal vermutlich um 56 Prozent auf umgerechnet 4,93 Milliarden Euro eingebrochen, der Umsatz um 4,2 Prozent auf 42,45 Milliarden Euro gesunken, teilte Samsung am Freitag mit.

Nachfrage nach Elektrogütern sinkt

Dem südkoreanischen Konzern, dessen Produktpalette von Smartphones über Fernseher, Hausgeräte, Bildschirme bis hin zu Halbleiter reicht, setzt der Handelskonflikt zwischen den USA und China zu, der sich auf Smartphone-Verkäufe und Chippreise auswirkt. Die endgültigen Geschäftszahlen sollen Ende Juli vorgelegt werden. An der Börse in Seoul gab die Samsung-Aktie gegen den allgemeinen Trend um gut ein Prozent nach.

Speicherchip-Hersteller wie Samsung und das ebenfalls in Südkorea ansässige Unternehmen SK Hynix leiden unter den steigenden Zöllen weltweit, die die Nachfrage nach Elektrogütern dämpft. Südkorea musste sein Wachstumsziel am Mittwoch wegen des Exporteinbruchs auf den niedrigsten Wert seit sieben Jahren korrigieren.

Streit mit Japan

Die südkoreanischen Technologiekonzerne werden auch vom Streit mit Japan über dessen Einsatz von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs belastet. Japan hat deshalb den Export von Materialien zum Bau von Speicherchips und Smartphones an Südkorea beschränkt.

"Es gibt noch keine Anzeichen, dass wieder ein Gewinnwachstum bevorsteht", sagte Lee Kyoung-min von Daishin Securities. "Der verschärfte Konflikt zwischen China und den USA, die japanischen Exportbeschränkungen und Hinweise auf sich global ausweitende Handelsstreitigkeiten dürften die Erholung verzögern."

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