AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

US-MilliardäreSuperreiche fordern höhere Steuern auf ihr Vermögen

Mit einer eher ungewöhnlichen Forderung lassen 19 US-Milliardäre aufhorchen. Sie fordern, dass ihr Vermögen höher besteuert wird. Das sei Amerikas Verantwortung.

Die demokratische Senatorin ist eine jener US-Politikerinnen, die eine höhere Besteuerung von Superreichen fordert
Die demokratische Senatorin ist eine jener US-Politikerinnen, die eine höhere Besteuerung von Superreichen fordert © AP
 

"Besteuert uns stärker" - mit dieser Botschaft haben rund 20 US-Milliardäre Präsidentschaftskandidaten aufgefordert, sich für höhere Steuern für Superreiche einzusetzen. "Amerika hat eine moralische, ethische und wirtschaftliche Verantwortung, unser Vermögen stärker zu besteuern", erklärte die Gruppe am Montag, darunter der US-Milliardär George Soros, Facebook-Mitbegründer Chris Hughes, Erben von Walt Disney und die Besitzer der Hotelkette Hyatt.

Die Einnahmen der Vermögenssteuer könnten für den Kampf gegen den Klimawandel oder zur Stärkung der Wirtschaft genutzt werden, heißt es in dem Aufruf weiter. Zudem könnten dadurch Chancengleichheit gefördert und die demokratischen Freiheiten gestärkt werden. Die Einführung einer solchen Steuer "ist im Interesse unserer Republik".

Buffet zahlt weniger Steuern als seine Sekretärin

Die Unterzeichner verweisen unter anderem auf den Großinvestor Warren Buffet, der nach eigenen Angaben niedriger besteuert wird als seine Sekretärin. Sie signalisieren Unterstützung für die Vorstöße einiger demokratischer Präsidentschaftsbewerber zu höheren Steuern für Superreiche, darunter Pete Buttigieg und Beto O'Rourke. Sie mahnen aber einen überparteilichen Konsens an. "Einige Ideen sind zu wichtig für Amerika (...)."

Die Superreichen loben einen Vorschlag der Senatorin Elizabeth Warren, die Steuern für diejenigen anzuheben, die mehr als 50 Millionen Dollar (44 Millionen Euro) an Abgaben zahlen. Diese Maßnahme würde die 75.000 reichsten Familien des Landes treffen.

Der Aufruf trägt die Unterschriften von 18 Unterzeichnern aus elf Familien und wird zusätzlich von einem weiteren Superreichen unterstützt, der anonym bleiben möchte. Viele von ihnen engagieren sich bereits für Initiativen gegen den Klimawandel oder die wachsende Schere zwischen Arm und Reich.

Kommentare (3)

Kommentieren
paulrandig
1
6
Lesenswert?

Kompromissvorschlag (auch bei uns möglich):

Die Verwaltung einer Kommune erstellt Listen erwünschter und benötigter Projekte zum Gemeinwohl. Das können Kindergärten sein, öffentliche Grünanlagen, Gemeinschaftsgärten, Nahwärmenetze, geschützte Werkstätten, öffentliche Verkehrlinien, bis hinunter zum Lohn einzelner Pflegekräfte.
Diese Projekte sind konkret geplant und kalkuliert, aber für die Kommunen gerade nicht finanzierbar.
Firmen oder reiche Einzelpersonen können sich nun eines dieser Projekte aussuchen und anstatt Steuern in dieser Höhe zu zahlen dieses Projekt finanzieren.
Das hätte mehrere Vorteile:
Die Leute hätten die Gewissheit, dass das Geld nicht zu einem Großteil in Bürokratie versumpft.
Projekte, die sonst ewig aufgeschoben würden, könnten realisiert werden.
Und letztendlich könnten die Financiers auch von der Assoziation zwischen sich und dem Projekt werben.

Antworten
schadstoffarm
2
1
Lesenswert?

und wie gleichst Steuerentgang aus ?

.

Antworten
paulrandig
0
3
Lesenswert?

schadstoffarm

Der Vorschlag ist als Angleich gedacht, wie ihn die Amerikaner im KLZ-Artikel vorschlagen. Also zur Investition der Differenz zwischen den jetzigen, zu niedrigen Steuern und dem gerechteren Steuersatz.
Die derzeitigen Steuern für Reiche blieben also bestehen, und die vorgeschlagenen Investitionen gälten nur darüber hinaus.

Antworten