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Hoffen auf ZinssenkungWarum schwache US-Arbeitsmarktzahlen die Börsen beflügeln

Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag nach den Verlusten tags zuvor wieder mit Gewinnen geschlossen. Für Rückenwind sorgte ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht und die damit verbundene Hoffnung auf sinkende US-Zinsen.

© AP/Richard Drew
 

Die europäischen Leitbörsen haben den letzten Handelstag der Woche - nach den Verlusten tags zuvor - wieder mit Gewinnen geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 gewann deutliche 39,97 Einheiten oder 1,20 Prozent auf 3.378,38 Zähler. Auch die Wiener Börse hat am Freitag mit Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg um 23,06 Punkte oder 0,79 Prozent auf 2.934,88 Einheiten. Und der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag mit einem Plus von 0,77 Prozent über die Marke von 12.000 Punkten zurückgekehrt.

"Das macht Zinssenkungen wahrscheinlicher"

Der am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht fiel zwar enttäuschend aus, galt an den Märkten aber dennoch als Stimmungsaufheller. Dem Bericht zufolge hatte die US-Wirtschaft im Mai deutlich weniger Jobs geschaffen als erwartet. Darüber hinaus wurde der Stellenaufbau in den Monaten April und März nach unten korrigiert. Ein schlecht laufender Arbeitsmarkt erhöht allerdings die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen der US-Notenbank, die in der Regel wiederum den Aktienmarkt anschieben. "Die schwachen Arbeitsmarktdaten machen Zinssenkungen wahrscheinlicher", formulierte eine Expertin.

Ein weiterer Analyst führte die schwachen Arbeitsmarktdaten vor allem auf die Handelskonflikte der USA mit dem Rest der Welt zurück und warnte: "Trump spielt mit dem Feuer". Der US-Präsident versuche nicht nur den Rivalen China in die Schranken zu weisen, sondern auch den für die US-Industrie so wichtigen Nachbarn Mexiko. Das wecke die Sorge, "wozu dieser Präsident noch fähig ist".

 

 

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