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Kelag-AktionärInnogy-Zerschlagung: EU will länger prüfen

Der deutsche Stromkonzern Innogy soll zwischen RWE und E.On aufgeteilt werden. Doch noch fehlt das grüne Licht der EU.

Symbolbild
Symbolbild © APA/AFP/INA FASSBENDER
 

Die EU-Wettbewerbshüter nehmen sich für die Prüfung der geplanten Übernahme von Innogy durch E.ON mehr Zeit. Wie die Europäische Kommission nun auf ihrer Webseite mitteilte, wurde die Prüffrist erneut gestoppt. Bereits im März hatte es einen Stopp gegeben, der am 11. April endete.

Der Stopp der Prüffrist sei nicht ungewöhnlich, hieß es bei E.ON. "Bei so großen und komplexen Transaktionen ist es durchaus üblich, dass dies mehr als einmal passiert", sagte eine Sprecherin. Von kurzen Verzögerungen sei E.ON bereits bei der Planung der Transaktion ausgegangen. "Sie ändern daher weiterhin nichts an unserem generellen Zeitplan." E.ON-Chef Johannes Teyssen hatte Mitte März bei der Vorlage der Bilanz für 2018 gesagt, er sei "zuversichtlich, dass wir die erforderlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte erhalten werden".

Netz und Produktion getrennt

Innogy steht vor der Zerschlagung durch die Energiekonzerne RWE und E.ON. E.ON will die aktuell noch zu RWE gehörende Tochter komplett übernehmen und im Gegenzug den bisherigen Mehrheitsaktionär am eigenen Unternehmen mit knapp 17 Prozent beteiligen. Dabei will E.ON das Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, während die erneuerbaren Energien beider Konzerne unter dem Dach von RWE vereint werden sollen. Den RWE befindlichen Teil der Transaktion haben die Wettbewerbshüter bereits genehmigt.

In Österreich ist Innogy maßgeblich an der Kärntner Kelag beteiligt, zu der auch die Stadtwerke Kapfenberg gehören. Im RWE-Aufsichtsrat sitzt der frühere österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.

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