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Schweinepest treibt PreiseSchinken wird teurer - aber erst nach Ostern

Die Schweinepest in China treibt international die Preise in die Höhe. Auch die Konsumenten müssen sich auf höhere Preise für Schinken und Co. einstellen.

Produkte aus Schweinefleisch werden bald teurer
Produkte aus Schweinefleisch werden bald teurer © KLZ/Helmuth Weichselbraun
 

Die Preise für Schweinefleisch, Würste und Schinken werden für die Konsumenten bald merkbar steigen. Wegen der Schweinepest in China mussten bereits Millionen von Tiere notgeschlachtet werden, dies hat auch die Preise an der heimischen Schweinebörse um ein Viertel steigen lassen. Der Preisanstieg kostet uns "massiv Geld", sagte Rudolf Berger, Chef des Familienunternehmens Fleischwaren Berger.

Berger mit Sitz in Sieghartskirchen (NÖ) ist der größte Schinkenhersteller in Österreich und hat im vergangenen Jahr mit Schinken, Wurst und Fleisch einen Umsatz von rund 144 Millionen Euro erzielt, davon 85 Prozent in Österreich. Nach Ostern werde es Gespräche mit dem Handel geben, damit man den Anstieg der Einkaufspreise auch ausgeglichen bekomme, sagte Berger. Es gebe Verständnis von den Handelsketten und "sehr positive Signale". In den Berger-Filialen und Abholmärkten steigen die Preise für Produkte mit Schweinefleisch nach den Osterferien. Schinken soll um rund 60 bis 70 Cent pro Kilogramm teurer werden. Die drei Wochen vor Ostern bringen Berger einen Mehrumsatz von rund zehn Prozent.

Konkurrenz durch Handelskonzerne

Die größte Herausforderung für die heimischen Fleisch- und Wurstwarenerzeuger sind laut Berger die Handelsketten mit ihren eigenen Groß-Fleischereien. Die Lebensmittelhändler seien damit gleichzeitig Produzenten und Verhandlungspartner im Einkauf. Das Tann-Werk von Spar in St. Pölten wird heuer ausgebaut, bei Rewe (u.a. Billa, Merkur, Penny) kommt zu den drei bestehenden Fleischbetrieben 2019 noch ein weiterer Standort im oberösterreichischen Eberstalzell dazu.

Der Schweinepreis schwankt je nach Jahreszeit deutlich, hat aber in den vergangenen zehn Jahren insgesamt nicht zugelegt. Agrarvertreter haben in der Vergangenheit mehrfach davor gewarnt, dass viele Schweinebauern in Österreich aufgrund des Preisverfalls in den kommenden Jahren möglicherweise zusperren müssten. Mit dem aktuellen Schlachtschwein-Preisanstieg von 1,48 Euro auf 1,79 Euro/kg gibt es nun eine Verschnaufpause für die Bauern.

Geringer Bio-Anteil

Berger ortet bei Konsumenten ein steigendes Interesse für Tierschutz und Regionalität. Die Bezahlbereitschaft für höhere Standards sei aber nicht so hoch. Der Bio-Anteil bei Fleisch liegt österreichweit aktuell zwischen zwei und drei Prozent. Berger hat vor zehn Jahren sein "Regional-Optimal"-Programm gestartet. Die Schweine dafür kommen von 44 Bauern aus einem Umkreis von 50 Kilometern rund um den Standort in Sieghartskirchen und werden mit gentechnikfreien Soja aus Österreich und dem ausländischen Donauraum gefüttert. Rund 25 Prozent der Schweine für Berger-Produkte stammen aus dem "Regional-Optimal"-Programm, der Rest kommt von Schweinemästern aus anderen Regionen von Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark. 4 Prozent des Schweinefleisches für die Produktion stammt aus Deutschland.

Ab Sommer will Berger auch Produkte mit einem Tierwohl-Label anbieten, mit dem es deutliche Verbesserungen gegenüber der konventionellen Intensivtierhaltung gibt. Unter anderem soll es eine doppelt so große Fläche pro Tier geben, keinen Vollspaltenboden, Stroh-Einstreu, die Möglichkeit zum Auslauf und Kastration unter Narkose.

 

Kommentare (3)

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struge1
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Wer braucht ein Schwein aus China??? 🤔

ICH JEDENFALLS NICHT!! 😃

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rebuh
0
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Andersrum

China braucht unsere Schweine!

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Estarte
11
10
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FLEISCH ESSEN MACHT KRANK

Ab jetzt gibt es also noch MEHR Hormone, Antibiotika,
Antibiotika resistente Keime im Schweinefleisch......
Die Millionen notgeschlachteten Schweine müssen wieder raschest unter widerwärtigster Massentierhaltung nachgezüchtet, und mit Hormonen und Antibiotika vollgepumpt werden.
Tierwohl Label und AMA Güte Siegel hilft..... leider nicht, denn es wird NICHT und/oder zu wenig, wenn überhaupt, kontrolliert.

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