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AK-StudieSo lang brauchen die Österreicher in die Arbeit

Der Weg zur Arbeit wird laut einer AK-Studie immer länger. In Kombination mit ausgedehnten Arbeitszeiten eine starke Belastung.

Die Meisten fahren mit dem Auto zur Arbeit
Die Meisten fahren mit dem Auto zur Arbeit © APA/dpa/Lino Mirgeler
 

Die Österreicher brauchen laut Arbeiterkammer immer länger in die Arbeit. "Derzeit rasen zwei Züge aufeinander zu: immer längere Arbeitszeiten und immer längere Wegzeiten. Auf der Strecke bleiben das Familien- und das Privatleben", warnte Renate Anderl, Präsidentin der Wiener Arbeiterkammer, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien, bei der eine Studie zum Thema Arbeitswege präsentiert wurde.

"Die Arbeitswege werden länger und stressiger", stellte auch Sylvia Leodolter, Leiterin der Abteilung Umwelt und Verkehr in der Arbeiterkammer, fest. Die Zahl derjenigen, die österreichweit über die Bezirksgrenzen hinweg pendeln, habe stark zugenommen, berichtete Leodolter. Zwischen 2009 und 2016 sei sie von rund 730.000 auf 880.000, also um 20 Prozent, gestiegen. Die Zahl der Pendler in ein anderes Bundesland oder ins Ausland sei um rund 10 Prozent auf etwa 555.000 gewachsen. 30 Prozent der Pendler beurteilten das Öffi-Angebot laut Umfragen der AK für ihren Arbeitsweg als ungenügend.

Mehrheit unter 20 Minuten

Um Daten zu den Arbeitswegen der Österreicher zu erhalten, ließ die Arbeiterkammer die Ergebnisse der Befragung "Österreich unterwegs 2013/2014" (18.232 befragte Haushalte) spezifisch auswerten. Laut der Studie brauchen 28 Prozent der Österreicher bis zu 10 Minuten pro Richtung, 26 Prozent benötigen zwischen zehn und 20 Minuten und 19 Prozent zwischen 20 und 30 Minuten. 13 Prozent brauchen hin und zurück jeweils mehr als 45 Minuten.

Die Wiener müssen durchschnittlich 32 Minuten pro Richtung einrechnen - das sind fünf Minuten mehr als im Österreichdurchschnitt. Die Vorarlberger brauchen am wenigsten lang zur Arbeit: Hier ist der Anteil der Arbeitswege unter 15 Minuten im Bundesländervergleich am höchsten (59 Prozent). In Wien liegt er dagegen nur bei 24 Prozent.

Die meisten Arbeitswege werden mit dem Auto zurückgelegt (68 Prozent). 14 Prozent der Österreicher sind öffentlich unterwegs, 12 Prozent zu Fuß und 6 Prozent mit dem Fahrrad.

Ausbau der Öffis

"Die Menschen brauchen immer länger in den Job und kommen zusätzlich unter Druck wegen der neuen Möglichkeit für längere Arbeitszeiten", sagte Anderl. Um das zu ändern, müsse an zwei Schrauben gedreht werden: "Das neue Arbeitszeitgesetz muss zurück an den Start", forderte sie.

Zusätzlich müsse der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut und verdichtet werden, um Wartezeiten für Pendler zu reduzieren. Sie bekräftigte unter anderem die Forderung nach einem durchgängigen 15-Minuten-Mindesttakt auf allen S-Bahnlinien und dem Ausbau der Südbahn. Zudem müsse die Abstimmung zwischen der Verkehrsmitteln verbessert werden.

Kommentare (9)

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ragnarok
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Luxenburg

machts vor. Öffis gratis und Pendler stärker besteuern.
Was machen die Konservativen bei uns?
Die bekommen sogar noch Geld für das Pendeln!
Unser Steuergeld für euren Dreck, den ihr in unsere Städte bringt, damit ihr im Grünen wohnt!
Pendlersteuer her!
Wer alleine in seinem Tonnenschweren Auto sitzen will:
Alleinfahrsteuer her!
Wer glaubt, zum Pendeln bedarf es 2,5 Tonnen:
SUV Steuer her!
Gemma! Zack Zack!

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Balrog206
5
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Ragnaok

Nur Stadtpflanzen können so etwas schreiben!

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ragnarok
1
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Stadtpflanzen können Schreiben?

Sie leben in einer sonderbaren Welt.
Überdenken sie die Einnahme von gefährlichen Substanzen.

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Gotti1958
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Ragnarok

Vergleich doch mal, wo mehr SUVs gemeldet sind und du wirst staunen wer die Nase vorn hat. Es sind die Städter, die brauchen solche Gefährte. Selten Pendler mit SUV gesehen, außer der Herr Doktor oder die Frau vom Doktor beim Einkaufen.

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ragnarok
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Whataboutism

Natürlich braucht es in der Stadt keinen SUV. War aber nicht mein Thema!

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Butterkeks
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...

Ja ganz schlau. Bei mir hier am Land fährt in der Stunde genau ein Zug jeweils in eine Richtung... Abgesehen davon, das gar kein Zug fährt, zu der Zeit bei welcher ich in die Arbeit fahre, würde der Weg auch mal gut eine Stunde länger dauern. Zurück vermutlich sogar noch länger, da da die Verbindungen noch schlechter sind.
Und ein 15 Minuten Takt hier auf der Strecke? Geht sich gar nicht aus, da teilweise nur eingleisig. Und dann schreien wieder alle, Güterverkehr auf die Schiene. Da frag ich mich nur, ja welche Schienen denn? Die, die man erst mit Milliarden von Steuergeld bauen müsste und Grundstücksbesitzer zwangsenteignen müsste um überhaupt dafür den Platz zu haben?

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altbayer
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Studie 2013 / 2014 ??

Da hat die AK aber schnell und flexibel eine wissenschaftliche Auswertung der Umfrage von 2013 / 2014 erstellt.
Da fragt man sich schon, wie lange gibt es diese Auswertung schon - wieso wurde die Studie nicht schon vorher veröffentlicht.

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SoundofThunder
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🤔

Das interessiert dem IV-Kanzler nicht. Im Gegenteil:Er wird die Zumutbarkeitsgrenzen noch ausweiten.

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Balrog206
3
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Sound

Und passt jetzt dein Post zu den angegeben Zeiten in der Umfrage ????

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