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Durch RegierungssprecherFix: Regierung bestätigt Ende der Lehre für Asylwerber

Regierungssprecher Launsky-Tieffenthal: „Asylrecht soll künftig nicht mehr mit einer Lehre umgangen werden können.“

Regierungssprecher Launsky-Tieffenthal
Regierungssprecher Launsky-Tieffenthal © APA/Roland Schlager
 

Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal hat gegenüber der APA am Sonntag bestätigt, dass die Regierung die Möglichkeit für Asylwerber, eine Lehre zu beginnen, abschaffen wird. Man arbeite an einer Neuregelung. „Das Asylrecht soll künftig nicht mehr mit einer Lehre umgangen werden können.“

Gleichzeitig soll ein eigener Aufenthaltstitel für Lehrlinge geschaffen werden und die Rot-Weiß-Rot-Karte attraktiviert werden, „um den Bedürfnissen der Wirtschaft zu entsprechen“, so der Sprecher.

Seit 2012 war die Lehrlingsausbildung für bis 25 Jahre alte Asylwerber in Mangelberufen erlaubt.

 

Zuvor hatte Vizekanzler Heinz-Christian Strache betont, dass man prüfen werde, „den falschen Erlass von damals möglicherweise zurückzunehmen“.

WK für humane und pragmatische Lösung

Die Wirtschaftskammer hat auf das Vorhaben der Regierung, den Zugang zur Lehre für Asylwerber wieder abzuschaffen, verhalten reagiert und eine "gemeinsame Lösung angeboten". Was bestehende Lehrverhältnisse von Abschiebung bedrohten Asylwerbern betrifft, sprach sich die WKÖ "im Sinne unserer Betriebe für eine humane und pragmatische Herangehensweise, die sich an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert", aus. Die Wirtschaftskammer plädierte für eine "pragmatische Lösung" für das Thema. "Wichtig ist eine klare Regelung die sauber zwischen Asyl und qualifizierter Zuwanderung unterscheidet. Dabei tritt die Wirtschaftskammer für einen eigenen Niederlassungstitel zur Absolvierung einer Ausbildung für Lehrlinge aus Drittstaaten, als auch eine Verbesserung und Ausweitung der Rot-Weiss-Rot-Karte ein."

Neos und SPÖ kritisieren Ende der Lehre für Asylwerber

Empört reagiert die SPÖ auf die Pläne von Türkis-Blau. "Asylwerbern eine Lehre in gesuchten Berufen zu verunmöglichen und gleichzeitig über die Regionalisierung der Mangelberufsliste vermehrt Arbeitskräfte aus Drittstaaten zu holen, ist so unsinnig wie bösartig. VP und FP vergrößern damit die Probleme, die sie vorgeben zu lösen. Wir haben in Österreich bereits heute die Situation, dass es mehr freie Lehrstellen als Lehrstellensuchende gibt. Die Politik der Regierung schadet unserer Wirtschaft und ist völlig widersinnig", sagte SPÖ-Chef Christian Kern in einer Stellungnahme.

Mit völligem Unverständnis hat Neos-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn auf die Ankündigung der Regierung, die Lehrlingsausbildung für Asylwerber bis zum Alter von 25 Jahren in Mangelberufen zurückzunehmen, reagiert. „Das ist völlig realitätsfremd und zynisch.“ Die Regierung setze das Spalten der Gesellschaft munter fort. Die Bedürfnisse der Unternehmer seien Türkis-Blau aber offenbar egal.

„Außerdem tritt die Bundesregierung mit solchen Maßnahmen die Integrationswilligen in diesem Land mit Füßen“, ärgert sich Schellhorn.

 

Kommentare (35)

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KlausLukas
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im Gegensatz...........

und die meisten von ihnen sie Blauwähler

raspel
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Wenigstens klare Verhältnisse,..

..dann hört endlich das Gezerre um Abschiebung oder Bleiberecht auf. Es gibt mehr als genug Jugendliche im Lehrlingsalter, die einen positiven Asylbescheid haben.

dude
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Es ist unerträglich...

... welche Figuren die Mehrheit der Österreicher gewählt haben! Hoffentlich bereuen schon einige der Kurz/Strache-Wähler ihre Entscheidung und noch mehr hoffe ich, daß sie bei der nächsten Gelegenheit anders wählen!!!

Balrog206
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Dude

Was wäre den die heilbringende Alternative ?

Planck
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Korrektur bitte:

Eine der möglichen Mehrheiten.

Die Katastrophe schluckt der Heilsbringer höchstpersönlich.
Vielleicht nicht ganz sofort, aber auf jeden Fall spätestens in den Geschichtsbüchern.

Planck
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Der Zynismus dieser Truppe ist unfassbar.

""Man hat lange nichts getan", meint Kurz, nimmt dabei auch seine eigene Partei nicht aus. Nun müsse der Wille zur Integration vor allem bei Jungen genutzt werden, wie müssten erfahren, dass man sich hier in Österreich durch Leistung etwas aufbauen könne." Dann kommt auch die Identifikation mit dem Land." (Ein gewisser Integrationsstaatsekretär 2011)

Ein gewisser Heilsbringer 2018: Aber nein, ganz falsch, auf wen hauen wir denn drauf, wenn Migranten plötzlich willig wären, sich zu integrieren?
Viel besser ist doch, wir lassen sie am Bahnhof herumhocken, dann können wir mit Fingern auf sie zeigen und ihnen unterstellen, dass sie unser Sozialsystem ausnützen.

Das sagt er natürlich nicht, weil er sowieso nie etwas sagt. Das würde ihn nur anpatzen ^^

Lodengrün
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Ich finde es so schade

und auch unverständlich das dieser so hochgebildete und sensible Mann sich so von den beiden vor den Karren spannen lässt. Der steckt sie intellektuell alle in die Tasche, und das zusammengenommen.

voit60
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ich verstehe diesen älteren Mann auch nicht wirklich,

dass der sich von dieser Laientruppe einspannen läßt. Ist es die Eitelkeit, welche man sich bei dem Mann gut vorstellen kann, oder ist im einfach nur langweilig im Alter.

KlausLukas
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Regierungssprecher

Im Grunde ist es ja gut, einen gebildeten Regierungssprecher in den Reihen zu haben. Der Bundeskanzler spricht eh nur einstudierte Sätze und der Vizekanzler bringt neben den Standard Attacken keinen sinnbildeten Satz rüber.

Irgendeiner
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Asylrecht konnte auch bis jetzt nicht mit einer Lehre umgangen werden,

das ist schlicht und ergreifend ein rechtlicher Vollholler und eine glatte Unwahrheit und der Sprecher weiß das so gut wie die,die ihn vorschicken,denn wenn dem so gewesen wäre hätten wir gar nicht mögliche Gnadenakte für Lehrlinge diskutieren müssen.Es ist die Gangart dieser Regierung von jeder Faktizität ungehindert daherzuschwafeln was gerade als brauchbar durchs Kopferl schießt,es mißfällt einem zutiefst wenn man für völlig vertrottelt gehalten wird, ich hoffe ich war deutlich.Aber vielleicht sagt mir ja Herr Launsky-Tieffenthal ja welche NGO da geschleppt hat,er ist ja der Sprecher, während der Schweiger sich da ziert.

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