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InflationTürkische Notenbank hebt Zins wegen schwacher Lira an

Die türkische Lira befindet sich seit Monaten auf Talfahrt und verlor in nur einem Monat 14,6 Prozent ihres Werts. Als Notmaßnahme wurden Mittwoch Abend die Zinsen angehoben.

© AP
 

Die türkische Notenbank stemmt sich gegen die Talfahrt der Landeswährung Lira und die hohe Inflation. Einer ihrer Leitzinsen - der Spätausleihungssatz - werde von 13,5 Prozent auf 16,5 Prozent angehoben, teilt die Zentralbank am Mittwochabend in Ankara überraschend mit. Die anderen Zinssätze wurden nicht angetastet.

Es handelte sich um eine außerordentliche Sitzung, nachdem die türkische Lira am Mittwoch erneut stark unter Druck geraten war.

Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.

Am Mittwoch hat sich der Sinkflug beschleunigt.

Die Lira befindet sich seit Monaten auf Talfahrt und verlor in nur einem Monat 14,64 Prozent ihres Werts. Für Besorgnis sorgen das hohe Leistungsbilanzdefizit und die Inflation von knapp elf Prozent. Für zusätzliche Unruhe sorgte Präsident Recep Tayyip Erdogan, als er vergangene Woche Bloomberg TV sagte, dass er nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Juni die Geld- und Wirtschaftspolitik stärker kontrollieren wolle.

Die Ratingagentur Fitch warnte nun, "eine explizite Drohung zur Einschränkung der Unabhängigkeit der Zentralbank" führe zu erhöhter Unsicherheit. Es bestehe die Gefahr, dass die Wirtschafts- und Währungspolitik nach den Wahlen weniger vorhersehbar würden. Erdogan drängt die Zentralbank seit langem, die Zinsen zu senken, obwohl nach Ansicht von Ökonomen eine deutliche Anhebung notwendig wäre, um den Verfall der Währung zu stoppen.

Die staatliche russische Sberbank teilte unterdessen mit, dass sie die türkische Denizbank verkaufe, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Laut Sberbank geht das türkische Geldinstitut für rund 2,7 Milliarden Euro an NBD in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sberbank hatte Denizbank 2012 von der französisch-belgischen Dexia für 6,5 Milliarden Lira gekauft. Heute erhält sie 14,6 Milliarden Lira, doch ist dies weniger als der ursprüngliche Kaufpreis in Euro.

Kommentare (1)

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Simpo
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erdowahn

des wär einfach des schönste wenn der erdowahn einfach nur pleite gehen würd, leider triffts nur seine untertanen und recken ... hoffentlich wird der bald gestürtzt

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