AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

89 Mitarbeiter betroffen 15 Millionen Euro Überschuldung: Grazer Anlagenbauer in Konkurs

Als Anlagenbauer zählt "CTP Chemisch Thermische Prozesstechnik" zu den Marktführern in Sachen industrielle Abgasreinigung. Nun meldet das Unternehmen Insolvenz an, 89 Mitarbeiter sind betroffen.

Die CTP in Graz schlittert in die Pleite
Die CTP in Graz schlittert in die Pleite © CTP
 

Die CTP Chemisch Thermische Prozesstechnik GmbH mit Sitz in Graz-St. Peter brachte beim Landesgericht für ZRS Graz den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens ein. Die Überschuldung beträgt 15,4 Millionen Euro, 89 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen.

"Wir haben extrem positive Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018 und die dafür notwendigen Aufträge im Haus", sagt Robert Kobierski, einer der beiden Geschäftsführer des auf Anlagen für die industrielle Abgasreinigung spezialisierten Betriebs.

Problematisch sei aber gewesen, dass die dafür notwendigen Finanzierungen im Vorfeld  "von den Eigentümern nicht unterstützt bzw. bereitgestellt worden sind". Zudem sorgte das vermehrte Auftreten von Billig-Anbietern dafür, dass "zahlreiche Standardprojekte nicht mehr wie in der Vergangenheit akquiriert werden konnten".

Unternehmen braucht "strategischen Partner"

Auch Rechtsanwalt Clemens Jaufer verweist auf "volle Auftragsbücher, einen sehr guten Kundenstock und ein funktionierendes Geschäftsmodell". Eine Fortführung ist jedenfalls geplant, es sollen bereits "intensive Gespräche mit strategischen Partnern" geführt werden.

Michael Klimisch, zweiter CTP-Geschäftsführer, sieht diesbezüglich noch "zumindest zwei potenzielle inländische Interessenten auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Rennen."

"Es steht fest, dass das Unternehmen einen strategischen Partner braucht. Ob am Ende ein Sanierungsplan beantragt wird, hängt dann vom konkreten Angebot beziehungsweise der Angebotsstruktur des zum Zug kommenden Interessenten ab", lässt Jaufer wissen. Die CTP gehört laut Firmenbuch zurzeit zu 25,1 Prozent der japanischen Sintokogio Ltd. und zu 74,9 Prozent der CTP Beteiligungsmanagement GmbH.

Von rund 390 Gläubigern sprechen die Gläubigerschützer vom KSV1870 und AKV. Aktiva von 6,2 Millionen Euro würden Passiva von 21,5 Millionen Euro gegenüberstehen. 

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

blackfoxx
3
41
Lesenswert?

funktionierendes Geschäftsmodell...

...wenn damit die Sanierung auf Kosten der Steuerzahler bzw. Gläubiger gemeint ist, stimmt das natürlich...ansonsten halte ich diese Aussage für sehr gewagt

Antworten
Bisdumoped
2
31
Lesenswert?

Ja,

Diese Art der Entschuldung ist offensichtlich eine neue Modeerscheinung. Die Verantwortlichen putzen sich ab und tun auf Kosten der Gläubiger weiter, als wäre nichts gewesen. Diesem Treiben gehört ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben.

Antworten
Rundblick
0
0
Lesenswert?

Riegel vorschieben

ist überhaupt KEIN Problem. Finanzierungen durch Banken oder Waren von Lieferanten, NUR gegen Absicherungen und wenn nicht möglich, dann gibt es auch KEINE Investitionen oder KEINE Waren und daher auch KEINE Geschädigten!

Antworten