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LuftfahrtNiki-Insolvenz: Gericht weist Beschwerde zurück

Das österreichische Internet-Portal Fairplane hatte Beschwerde dagegen eingelegt, dass die Niki-Insolvenz in Deutschland abgewickelt wird. Ein Berliner Amtsgericht wies diese Beschwerde zurück.

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© APA/AFP/ALEX HALADA
 

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat die Beschwerde gegen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki in Deutschland an das Landgericht Berlin weitergeleitet. Das Amtsgericht gehe weiter davon aus, international zuständig zu sein, weil der Mittelpunkt des Interesses von Niki in Berlin und nicht in Wien sei, erklärte das Gericht am Donnerstag.

Das Flugrechte-Portal Fairplane aus Wien hatte gegen den Insolvenzort Beschwerde eingelegt. Da das Amtsgericht seinen eigenen Beschluss zum Verfahrensort von Mitte Dezember bestätigte und die Beschwerde abwies, muss die nächste Instanz entscheiden. Letztlich könnte das Verfahren beim Bundesgerichtshof landen.

Fairplane rechnet sich bessere Chancen aus, für seine Kunden Erstattungen für ausgefallene Flüge über ein Insolvenzverfahren in Österreich eintreiben zu können.

Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther zufolge müssen die geprellten Kunden ihre Forderungen allerdings an die Niki-Mutter Air Berlin stellen. Die Airline selbst hatte sich für ein Verfahren in Deutschland entschieden, weil die operative Führung von Niki am Konzernstandort von Air Berlin in Berlin beheimatet war.

Kommentare (1)

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gerbur
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Lesenswert?

Komische Vögel!

Die Mutter geht pleite, die Tochter in Österreich überlebt die Mutter zumindest ein halbes Jahr und jetzt soll wieder der Wohnort der längst verblichenen Mutter die Zuständigkeit der Gerichte bestimmen? Fairplane hat offensichtlich den Versuch der Deutschen durchschaut, sich den gesamten Verkaufserlös zu krallen und die österreichischen Kunden völlig leer ausgehen zu lassen. Soviel zur "Unabhängigkeit" der Gerichte von der Politik.

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