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Neue RegelungIm Zweifel dürfen Unternehmen fortgeführt werden

Ein Fachgutachten des Klagenfurter Wirtschaftsprüfers Anton Schmidl trägt zur Entkriminalisierung der Bilanzlegung in der Krise bei.

Im Zweifel darf ein Unternehmen bilanzrechtlich von der Fortführung ausgehen
Im Zweifel darf ein Unternehmen bilanzrechtlich von der Fortführung ausgehen © Fotolia
 

Das Bilanzieren in der Krise zu entkriminalisieren ist ein Ziel der Wirtschaftstreuhänder. Die Regeln der Rechnungslegung seien vom Insolvenzrecht stärker zu trennen. Der Klagenfurter Wirtschaftsprüfer Anton Schmidl, Partner von SOT Crowe Horwath, leitete jene Arbeitsgruppe, die in ihrem Fachgutachten bestehenden gesetzliche Regeln „strukturiert interpretiert“: Firmen sollen von der bilanzrechtlichen Fortführungsannahme, dem „going-concern“-Prinzip, erst zu einem sehr späten Zeitpunkt abgehen, selbst eine Insolvenz sei noch kein Grund dafür.

Der Unternehmer darf nicht automatisch wegen falscher Bilanzen belangt werden, wenn eine Entscheidung negativ ausgehe. Nach dem Gutachten muss der Bilanzersteller erst zu Liquiditionswerten bilanzieren, wenn „die Planungsannahmen in hohem Maße unwahrscheinlich“ sind. „Und das ist der Konkurs und noch nicht das Sanierungsverfahren.“ Aufrecht bleibt die Pflicht, bei negativem Eigenkapital im Anhang Angaben zur Überschuldung zu machen. Zusätzlich sind die Unsicherheiten zu beschreiben, die gegen die Fortführung sprechen können. „Damit ist der Bilanzleser ausreichend informiert.“

Anton Schmidl
Anton Schmidl Foto © KK

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