GailtalModine: Neue Verhandlungen über Sozialplan

Im Kampf der Mitarbeiter um einen Sozialplan keimt neue Hoffnung. Modine-Leitung aus den USA schaltet sich in Konflikt um Soziaplan ein. Intervention von Landeshauptmann Kaiser. Verhandlungen Mitte nächster Woche.

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Im Kampf der Mitarbeiter um Sozialplan keimt in Kötschach-Mauthen neue Hoffnung © Kulmer
 

Nachdem letzte Woche die Verhandlungen um einen Sozialplan für die 146 Modine-Mitarbeiter in Kötschach-Mauthen, die nach der Schließung des Werkes arbeitslos werden, gescheitert sind, keimt jetzt plötzlich neue Hoffnung. Wie berichtet wurden die Verhandlungen nach mehreren Runden Mitte letzter Woche gestoppt, Arbeitnehmervertreter, ÖGB und Arbeiterkammer organisierten einen bedrückenden Trauerzug durch Kötschach-Mauthen.

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Jetzt zeichnet sich eine Entspannung im Konflikt ab. Betriebsratsvorsitzender Michael Gassmayer bestätigt der Kleinen Zeitung, dass heute Vormittag bei ihm ein E-Mail eingetroffen sei, in dem Modine zwei neue Termine für weitere Verhandlungen um einen Sozialplan anbietet - Mittwoch und Donnerstag kommender Woche. Ausschlaggebend dafür sei demnach, so Gassmayer,, dass das "Corporate Management in den USA gewillt ist, ein Ergebnis zu erzielen."

Diesen Willen haben natürlich auch für die Sozialplan-Verhandler auf Arbeitnehmerseite: "Wir sind für alle Lösungen offen und würde am liebsten noch vor Weihnachten Ergebnisse haben", sagt Gassmayer. Man sei aber auch weiter "in Vorbereitung für eine Klage beim Arbeits- und Sozialgericht."

Landeshauptman Peter Kaiser hat bereits letzte Woche von Brüssel aus intensiv in der Modine-Zentrale in Wisconsin interveniert - offenbar keineswegs ergebnislos. Die Antwort von Vice President Brian Agen löst im LH-Büro jedenfalls Zuversicht aus. Demnach trete man in der Konzernführung für "ehrliche Verhandlungen" ein und wolle einen Sozialplan erreichen, um den Betroffenen, die nun in einer schwierigen Lage sind, zu helfen. Eine Schließung des Modine-Werkes im Gailtal sei aufgrund der Verluste und fehlgeschlagener Restrukturierungsversuche jedoch unumgänglich gewesen.

LH-Sprecher Andreas Schäfermeier hofft, dass "Weihnachten für die Modine-Mitarbeiter doch nicht so dunkel wird wie befürchtet."

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