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Laut InsiderNiki vor dem Aus: EU-Kommission gegen Kauf durch Lufthansa

Die Fluglinie Niki war mit ihren Ferienfliegern das Filetstück der Air Berlin. Doch nun dürfte die EU-Kommission den Kauf durch die Lufthansa stoppen.

Niki könnte nun doch nicht an die Lufthansa gehen
Niki könnte nun doch nicht an die Lufthansa gehen © APA/ROBERT JAEGER
 

Die Übernahme der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki durch die Lufthansa droht einem Insider zufolge zu scheitern. "Die EU-Kommission neigt derzeit dazu, den Niki-Deal für die Lufthansa zu untersagen", sagte am Mittwoch eine Person, die mit der Situation vertraut ist. Lufthansa-Chef Carsten Spohr werde im Laufe des Tages mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Lage erörtern.

Die Lufthansa lehnte einen Kommentar dazu ab. Von der Brüsseler EU-Kommission war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Zuvor hatte auch "Spiegel"-Online darüber berichtet.

Zwischenfinanzierung fraglich

Reuters hatte jüngst von Insidern erfahren, dass die Lufthansa die aktuelle Zwischenfinanzierung von der bisher nicht insolventen Air-Berlin-Tochter Niki wohl einstellen werde, falls die EU-Kommission eine vertiefte Prüfung des Air-Berlin-Deals plane. Denn so eine Untersuchung würde 90 Werktage dauern - dann wäre Niki wohl ebenfalls pleite.

Die Lufthansa hatte im Oktober von der insolventen Air Berlin die Töchter Niki und LGW Walter für rund 210 Mio. Euro übernommen. Die Brüsseler Behörde muss dem noch zustimmen.

Prüfung dauert an

Klar ist, dass die EU-Kommission noch zu keiner entgültigen Entscheidung gekommen ist. In der kartellrechtlichen Prüfung großer Teile der Air-Berlin-Übernahme durch die Lufthansa gibt es nach Angaben der EU-Wettbewerbshüter noch keine Entscheidung. "Die Untersuchung dauert an, und wir können ihr Ergebnis zu diesem Zeitpunkt nicht vorwegnehmen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Die Frist für die Prüfung läuft bis zum 7. Dezember.

Die Kartellwächter könnten die Übernahme dann - gegebenenfalls unter Auflagen - durchwinken oder aber eine vertiefte Prüfung einleiten. Letzteres erscheint derzeit wahrscheinlicher. In der Vergangenheit hat die EU-Kommission allerdings vergleichbare große Fälle wie etwa die Fusion der Biergiganten Anheuser Busch und SABMiller nach Zusagen auch schon in der ersten Phase durchgewunken.

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