Slowenische Medien

Magna könnte in Slowenien ein Werk errichten

In Slowenien werden Spekulationen über die Pläne von Magna Steyr, im Nachbarland ein Werk zu bauen, immer lauter. Bei Magna Steyr wird indes betont: "Noch ist nichts entschieden".

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© (c) APA/HARALD SCHNEIDER (HARALD SCHNEIDER)
 

Die Entscheidung der slowenischen Regierung, die Errichtung eines Werks in der Nähe von Maribor finanziell zu unterstützen, wird von lokalen Medien mit den bisher unbestätigten Expansionsplänen des Grazer Autozulieferer nach Slowenien verbunden.

Bei Magna Steyr werden die Berichte slowenischer Medien indes relativiert. Dass man auf der Suche nach einem weiteren Fertigungsstandort ist, weil Graz durch die neuen Aufträge an die Kapazitätsgrenze stoßen wird, sei kein Geheimnis. Ob dieser Standort in Slowenien errichtet werde, sei indes nicht entschieden, "dafür ist es noch zu früh", wird bei Magna betont. Man sei nach wie vor in einer Phase der Sondierung.

Industriezone nahe Maribor

Slowenische Medien berichten, dass die Regierung für die Errichtung einer großen Industriezone in den nächsten zwei Jahren 10 Millionen Euro beisteuern werde, das sei bei einer Kabinettssitzung am Donnerstag beschlossen worden. Damit sollen Investoren in dieses Teil des Landes angezogen werden, hieß es. Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek bestätigte, dass bereits Gespräche mit konkreten Investoren geführt werden. Bei der Frage, welche Investoren das sind, halten sich die Behörde jedoch bedeckt, solange es keine Vereinbarung gibt. Inoffiziell werden die Regierungspläne jedoch mit Magna verbunden.

Gerüchte über das neue Magna-Werk im Nachbarland bekamen zzuletzt zusätzliche Nahrung durch die Tatsache, dass Magna ein Tochterunternehmen in Slowenien registriert hat. Das slowenische Unternehmen "Magna Steyr, Autozulieferer" wurde als eine GmbH mit Sitz in Ljubljana von der Wiener Magna Metalforming AG gegründet, geht aus dem Firmenregister der Staatsagentur AJPES hervor. Ins Firmenbuch wurde die Magna-Tochter am Donnerstag eingetragen.

Spekulationen über Lackieranlage

Früheren Medienberichten zufolge soll Magna in den nächsten zwei Jahren eine große Lackieranlage bauen. Als Standort wurde in slowenischen Medienberichten ausgerechnet jenes Gelände in der Gemeinde Hoce-Slivnica gehandelt, wo nun die von der Regierung unterstützte Industriezone errichtet wird.

Das 100 Hektar große Gelände hat gute Verkehrsverbindungen. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Flughafens und der Bahn sowie am Knotenpunkt wichtiger Autobahnen, die Wien, Budapest, Zagreb und Ljubljana verbinden. Der Standort soll bis Juli 2017 bereit für den Bau sein.

Für das Grazer Magna-Werk laufen derzeit umfangreiche Personalrekrutierungen und -schulungen. Bis zu 3.000 Personen könnten hier in den nächsten Jahren Arbeit finden, zusätzlich zu den rund 5.700 Beschäftigten derzeit. Grundlage ist die gute Auftragslage: Der Mercedes "G" wird mindestens bis 2020/22 gefertigt. Für BMW wird ab 2017 bis 2022/23 gebaut, dazu zwei Typen aus dem Hause Jaguar Land Rover ab 2017. Rund 600 Slowenen sind bereits für Magna in der Steiermark tätig.

 

So schaut der neue 5er BMW aus: Fertigung auch bei Magna in Graz

Der neue 5er BMW

Der deutsche Autobauer BMW hat nun erstmals Bilder der mit Spannung erwarteten neuen 5er Limousine veröffentlicht. Der Marktstart in Österreich ist für den 11. Februar 2017 vorgesehen. Die Business-Limousine wird – neben dem Stammwerk in Dingolfing – auch bei Magna in Graz vom Band rollen.

(c) www.daniel-kraus.com (www.daniel-kraus.com)

Der neue 5er BMW

Magna Steyr baut ab Anfang 2017 in Graz für BMW Autos der 5er Serie. Nach 6-jähriger Pause werden damit erstmals wieder in Graz BMW-Modelle vom Band laufen, bestätigte BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse in der "Kleine Zeitung". Graz werde neben Dingolfing der zweite Standort für die Produktion. Der Vertrag mit Magna zum Bau der 5er Limousine laufe den gesamten Zyklus.

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Der neue 5er BMW

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Der neue 5er BMW

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Der neue 5er BMW

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Der neue 5er BMW

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Kommentare (17)
5OV1E4A3VC3PGVMR
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Find ich recht gut. Da ist hoffentlich ein europäischer Gedanke dahinter.
Wenns nur um Lohnnebenkosten geht?; naja, besser als zuwenig Aufträge.
Und Slowenien ist immerhin ein Nachbarland.
Das macht schon Sinn, diese Nachbar-Region wirtschaftlich zu stärken.
Das wär sicher förderlich in jeder Hinsicht.
Toll.

smithers
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zufällig

beamter?

weinsteirer
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was spricht dagegen?

wenn im zentralraum graz marburg investiert wird?

wenig freunde wird mach sich jedoch beiderseits der grenze damit machen wenn man die bisher in graz beschäftigten slowenischen steirer in marburg mit den niedrigen slowenischen gehältern abspeisen will.

schadstoffarm
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was ist ein slowenischer Steirer ?

das selbe wie ein belgischer Deutscher ?

weinsteirer
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ein slowenischer steirer ist...

ein slowene der in der region stajerska wohnt! das hakerl am s kann mei tastatur ned!

Brudervagabund
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weinsteirer hat recht!

da es mit meiner tastatur funktioniert, kann ich gerne die richtige schreibweise beisteuern: štajerska! das ist übrigens jenes gebiet, welches ein gewisser herr hitler mittels etnischer säuberungen germanisieren wollte.

walter1955
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magna

hat doch vor jahren unter stronach in ilz ca.50 ha grund gekauft
warum sollen sie dann nach Slowenien gehen?
antwort:die lohnnebenkosten sind Österreich zu hoch u.wieder wird ein konzern mit unserem no how abwandern
danke bundesregierung

theissue
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Re: magna

"No How"?

Herrlich.

Und bei uns wird diskutiert ob Kindern Fremdsprachen früher beigebracht werden sollen?
Mehr Beweis bedarf es nicht warum wir hier dringend an uns arbeiten müssen.

H260345H
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ENGLISCH lernen

oder DEUTSCH schreiben!

walter1955
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habe noch vergessen

hr.landeshauptmann bez.stellvertreter sie sind gefordert

top8
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geht nicht

weil die ganzen Slowenen arbeiten ja schon in der Steiermark bzw. bei Magna Graz wo es tägliche Shuttle-Busse aus Slowenien gibt die wollen sicher nicht um ein Viertel von dem Arbeiten was sie bei uns bekommen!

5OV1E4A3VC3PGVMR
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das dient dazu,das eines Tages der Lohn auf Österreichisches Level kommt.
Und das geht nur mit Investitionen, dazu fehlt hier einigen wohl der Weitblick.
Ist die beste Idee, zuerst mal die direkten Nachbarländer zu stärken und unser Know How zu verbreiten.

tecmen15
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Leasing

Glaubst du, dass in Slowenien die Personenfreizügigkeit nicht gilt?

In Slowenien arbeiten dann halt Leasing Ungarn, Rumänen und Bulgaren. Kein Problem. Billiger geht immer.

tecmen15
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Standort

Anstatt sich Österreich um solche großen Industrieprojekte reißt, wird weiter gewurschelt wie bisher.

Es ist egal, dass eine eigentlich von Österreich aus gesteuerte und durchaus in Österreich zu investieren bereite Firma, lieber vor den Toren des Heimatlandes 3000 neue Mitarbeiter beschäftigen will.

Bitte Regierung wacht auf und attraktiviert den Standort.

sidestep
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Das ist jetzt die Rache des Frank Stronach

Wie hat man ihn bei uns behandelt? Wie ein Tschapperl. Das ist jetzt seine Rache an uns!

vertico1
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Der Frank hat nur schon lange nichts mehr zu sagen in der Magna

.

horst99
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in österreich

fabrik eröffenen dürfte sich nichtmerh rentieren bei den lohnnebenkosten.

egal, oder...?