Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Ab 14. Juli

Fernbus: ÖBB steigen mit Kampfpreisen ein

Die ÖBB steigen in das europaweit boomende Fernbusgeschäft ein. Der Start der 28 ÖBB-Fernbusse ist ab 14. Juli geplant, der Einstiegspreis liegt bei 15 Euro. Elf internationale Verbindungen werden gefahren.

Zwischen Graz und Klagenfurt pendeln IC-Busse © ÖBB
 

Die ÖBB-Fernbusse starten ab Mitte Juli. Die Bundesbahn informierte heute über Details des eigenen Fernbusprogramms.

Ab 14. Juli fahren die ÖBB unter der Marke Hellö mit 28 barrierefreien Mercedes-Bussen elf internationale Verbindungen. Zentraler Busbahnhof ist der Terminal am Wiener Hauptbahnhof. Strecken sind unter anderem Wien-Straßburg und Graz-Venedig. Weitere Ziele: Zürich, Genua, Triest, Ljubljana, Bozen, Dresden, Berlin, Karlsruhe und Budweis.

Die längste angebotene Fahrt von Wien über Salzburg, Innsbruck, Bozen, Mailand nach Genua dauert fünfzehn Stunden. Auf mehreren Strecken, etwa nach Berlin, werden auch Nachtfahrten angeboten.

Einstiegspreis 15 Euro

Mit Hellö wollen die ÖBB bis 2020 eine Million Fahrgäste zusätzlich in ihren Zügen und Bussen transportieren. Die ÖBB Fernbus GmbH ist eine Tochtergesellschaft der ÖBB Personenverkehr AG und der ÖBB-Postbus GmbH. Der Einsteigerfixpreis für Fahrten von 14. Juli bis 30. September beträgt 15 Euro, sie können unter helloe.com, via App, in den ÖBB-Reisebüros und in den Hellö-Bussen erworben werden.

Der ÖBB-Fahrplan

Innerhalb Österreichs kann nicht ein- und ausgestiegen werden, eine Hellö-Fahrt Wien-Graz oder Linz-Salzburg ist also nicht möglich. Mit dem Fernbus muss nämlich eine internationale Grenze überschritten werden, eine Busfahrt etwa nur zwischen den Stationen Mailand-Genua ist also ebenfalls ausgeschlossen. In Deutschland kooperieren die ÖBB mit BerlinLinienBus von der Deutschen Bahn, damit sind für Hartgesottene Busreisen bis nach Skandinavien möglich.

Der Fernbusmarkt wuchs in den letzten Jahren sehr stark, sodass die ÖBB um einen Einstieg in das Geschäft nicht mehr herumkommen.

Tobias Hann, Geschäftsführer ÖBB- Fernbus GmbH, Valerie Hackl, Vorstand ÖBB- Personenverkehr AG
Tobias Hann, Geschäftsführer ÖBB- Fernbus GmbH, Valerie Hackl, Vorstand ÖBB- Personenverkehr AG Foto © ÖBB/Knopp

Bisher gibt es auf zwei Strecken sogenannte Intercitybusse der ÖBB, die zwischen Klagenfurt und Graz sowie Klagenfurt und Venedig fahren. Im Nah- und Regionalverkehr ist der ÖBB-Postbus größter Anbieter.

Kommentare (44)

Kommentieren
denktnach
2
1
Lesenswert?

Re: @funkpower betr. haustuere

Ja, zum Glück! Aber "haustuere" will wahrscheinlich auf kürzestem Wege zu einem der beliebten "Hausmeisterstrände" (Grado, Jesolo...). Da gibt es in der Badesaison aber eh einige Angebote von den Reisebüros - auch Tagesfahrten.

Amadeus005
6
3
Lesenswert?

Bus ist billig und langsam

Wie Bahn vor 30 Jahren.

d265a3640f947e31a66995d9a852b2b3
5
22
Lesenswert?

da werden Milliarden in die schiene investiert z.b Koralmtunnel und dann fährt die Bahn auf der Strasse.
was soll das?

Bergschratt
1
1
Lesenswert?

Diese Frage hat sich vor einigen Monaten auch der CEO der Deutschen Bahn gestellt

und festgehalten, daß manche Entscheidungen bezüglich der Infrastruktur nicht unbedingt die Wünsche der Kunden umfassend berücksichtigt haben ... die Manager der Bahn sehen sich aus Prestigegründen zu sehr im Wettbewerb mit den Flugverkehr, aber das Hauptgeschäft der Bahn liegt in der Beförderung der Nahverkehrskunden ... (entsprechend dem ÖBB Geschäftsbericht 2015 sind im letzte Jahr 34 Millionen Fahrgäste im Eisenbahnfernverkehr, 204 Mill Personen im Eisenbahnnahverkehr transportiert worden, der ÖBB Postbus hat 221 Mill Menschen transportiert ..)

kostet eine Fahrt eines Busses je Kilometer rd. 3.5 €, müssen für eine S-Bahn rd. 10 € und für einen Railjet rd. 30 € kalkuliert werden (Zahlen, die in den letzten Monaten in Zeitungsartikeln angeführt worden sind)

da die Fahrgäste sich meist kurze Intervalle wünschen, ist der zwischen Wien und Graz pendelndende Fernbus bereits nach kurzer sehr erfolgreich ....

aberEigentlich
1
14
Lesenswert?

Auf der Strasse fahren alle (siehe Flixbus und ähnliche) weils tlw. billiger ist und (zumindest in Deutschland) die Zielgruppe "preisbewusste" Kunden sind.

Die ÖBB will halt an diesem Kuchen mitnaschen.

denktnach
2
5
Lesenswert?

Re: Zug vs. Bus

In Zeiten wie diesen hat der Bus einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil (besonders für Alleinreisende: das Gefühl größerer Sicherheit. Schaffner lassen sic ja in den Zügen leider kaum noch blicken, wohl aber jede Menge nicht gerade Vertrauen erweckende Fahrgäste.

OmicronIII
12
14
Lesenswert?

ÖBB

Noch fragen?

Lauter tolle und fähige Mitarbeiter-darum nur 5MRD € Defizit pro Jahr!!

WernStein
0
4
Lesenswert?

Ja schon...

viele, aber sie werden sie nicht beantworten können.
Sie brauchen sich nicht einmal die Mühe machen, zu beweisen, dass sie im Unrecht sind.
Sie vernadern pauschal einen großen Betrieb mit allen dazugehörigen Mitarbeitern ohne Argumente auf den Tisch zu legen.
Es ist natürlich immer "in" einmal auf die Eisenbahner, dann auf die Lehrer und dann wieder einmal auf die Beamten hinzudreschen. Ein paar Klatscher finden sich immer....

aberEigentlich
1
16
Lesenswert?

Die ÖBB baut Bahnstrecken im Auftrag der Republik, fährt Nahverkehr und Postbus im Auftrag der Länder, muss ihre eigenen Pensionistn finanzieren,...

Es läuft sicher nicht alles rosig aber "5MRD € Defizit pro Jahr" sind falsch!

Mitarbeiter gibts sicher - wie in jedem Betrieb - fähige und unfähige.

joektn
2
12
Lesenswert?

Re: ÖBB

So einfach kann man das nicht sehen. Immerhin wird sehr viel Geld in die Infrastruktur gesteckt. Das ist dann eben gebundenes Kapital für die kommenden Generationen. So große Projekte legt man für rund 100 Jahre aus also von dem her ist das vertretbar. Weiters darf man nicht vergessen dass die ÖBB auch auf Strecken fahren muss wo man unmöglich Gewinne erzielen kann. Selbst die WESTbahn schreibt jedes Jahr Verluste obwohl sie nur auf der profitabelsten Strecke verkehrt.

Natürlich geht es ohne große Zuschüsse vom Staat nur dann würde ein Ticket so viel Geld kosten dass sich das niemand leisten könnte. Der Staat möchte ja dass die Leute Bahn fahren und die Infrastruktur nutzen. Das ist ihm auch das Geld wert.

Wobei man fairerweise dazu sagen muss dass sich die ÖBB in den letzten Jahren wirklich ganz massiv verbessert haben.

OmicronIII
12
10
Lesenswert?

ÖBB in den letzten Jahren wirklich ganz massiv verbessert haben.

Und wo bitte???

BEI DEN VIELEN FRÜHPENSIONEN NACH WIE VOR!!

Die Bahn macht schon 40zig Jahren einen enormen Defizit,plus die vielen Beamtenpensionen mit 50zig!!!!!

Und die Beamtenpensionen sind weit aus besser als die von ASVG.

Zusätzlich darf dann der Frühpensionist dazu verdienen was er will oder kann-der Hr.FRÜHPENSIONIST.Nimmt dann obendrein den Jüngeren noch den Arbeitsplatz weg!!

Ich kenne da einige die dann auf wundersame Weise plötzlich voll gesund wurden.......Und nicht vom hören nach!!

57dc766621e1d8c4c103962b2e060284
0
1
Lesenswert?

Re: ÖBB in den letzten Jahren wirklich ganz massiv verbessert haben.

1. Die ÖBBler zahlen mehr für die Pension ein als alle anderen.

2. Für die gibt's keine Abfertigung.

3. Die alten ÖBBler bekommen die Pension von der ÖBB, die jungen zahlen aber nicht mehr in dieses System ein, sondern zahlen genau in das selbe System wie wir alle ein, daher fehlt der ÖBB das Geld.

Außerdem muss man die Tunnelinvestitionen und Streckenausbau rechnen, das kostet eben Geld.

joektn
0
1
Lesenswert?

Re: ÖBB in den letzten Jahren wirklich ganz massiv verbessert haben.

- Neues Rollmaterial im Nah und Fernverkehr
- Einheitliche Taktfahrpläne
- Pünktlichkeit stark gestiegen
- duzende Stationen und Bahnhöfe wurden modernisiert
- viele neue (auch internationale) Verbindungen
- Kombiangebote
- Vereinfachter Ticketkauf
- Die Bürokratie ist wesentlich geschrumpft
Usw usw. Die Liste lässt sich noch um duzende Punkte erweitern.
Bezüglich Pensionen sind sie übrigens schon lange nicht mehr am aktuellen Stand. Das was sie hier ansprechen würde schon vor einigen Jahren abgeschafft.

Übrigens gibt es weltweit kein einziges Eisenbahnverkehrsunternehmen welches Gewinne schreibt, ohne direkte oder indirekte Zuschüsse von außen. Personenverkehr ist nirgendwo (!) auf der Welt rentabel. Die Infrastruktur ist eben vergleichsweise teuer und rein vom Personenverkehr kommt man da auf keine schwarzen Zahlen. Nur Personenverkehr und Güterverkehr bringen Geld.
Gern erläutere ich das ganze Thema näher allerdings gibt es dafür hier zu wenige Zeichen.

WernStein
2
2
Lesenswert?

Sie haben die Wende bei den Öbb..

..noch nicht geschnallt. Vor 15 Jahren hätten sie z.Teil recht gehabt. Das Pensionsantrittsalter ist mittlerweile gleich wie bei allen anderen Österreichern und liegt bei knapp unter 60 Jahren. Das ist Fakt. Ja, ich weiß: Sie kennen einen Eisenbahner, der ist mit 35 in die Pension gegangen und bekommt 5000 Euro Pension.
Warum regen sie sich überhaupt so auf?
Sie arbeiten scheinbar viel, bekommen wenig Lohn und mit 65 eine Minipension.
Die Eisenbahner tun fast nichts, erhalten riesige Löhne und gehen mit 45 Jahren mit 5000 Euro in Pension.
Da sage ich nur: Die Eisenbahner machen etwas richtig und sie etwas falsch.

bianca50
2
2
Lesenswert?

Warum bist du nicht zu den ÖBB gegangen? Hat jeder die gleiche Chance.ich weiß schon das das nicht zum Thema passt

3aa13fff73f1a70e98bc8ea20c0a9507
1
8
Lesenswert?

Halte ich für eine sehr gute Idee.
Nur: Wien-München bringt gar nix, wie unten schon erwähnt. a
Aber in Städte die weiter weg sind und keine vernünftige Zugverbindung haben, das würde Sinn machen.
Wie wärs mit Bregenz-Bordeaux Wir könnten Vorrreiter sein in dieser Rolle, bevor uns das andere EU Staaten wegnehmen.
Und die paar Busse mehr verursachen auch keine Umweltkatastrophe.

joektn
4
11
Lesenswert?

Hmm....

Völlig falscher weg in meinen Augen. Weg von der Schiene und auf die Straße kann mir gut sein. Die beiden aktuellen Intercity Bus Verbindungen sind als moderner "Schienenersatzverkehr" anzusehen bis einerseits die Koralmbahn fertig ist und andererseits man die Italiener wieder begeistern kann die Züge aus Österreich an der Grenze zu übernehmen. Die legen sich da ja leider ziemlich quer.
Zudem ist es absurd zB Wien - München zu fahren wo nebenher eine viergleisige für bis zu 250 km/h ausgebaute Strecke existiert wo man ein sehr gutes Angebot hat.

Anstatt auch auf Busse zu setzen sollte man sich lieber fragen wie man die Kunden von den Bussen wieder in die Züge bekommt. Jeder der mal Fernbus gefahren ist weiß wie "bequem" so eine Reise ist. Da zahle ich gerne ein paar Euro mehr und hab eine entspannte bequeme Reise im Zug.

kukuro05
1
2
Lesenswert?

bin ganz der gleichen Meinung!

Anstatt den Tarife-dschungel endlich zu durchforsten und die Bahn zu favorisieren setzt man stattdessen auf den Bus. Völlig daneben, diese Handlungsweise! Ich bleibe bei der Bahn - auch weil ich dort meinen Hund komfortabel und billig mitnehmen kann.

Centaurea
1
7
Lesenswert?

Finde Züge auch gemütlicher als Buse.

Leider gibt es Regionen in Österreich, die komplett ohne Schienen sind.

Kommentare 26-44 von 44