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Folgepleite

Nach Borckenstein-Pleite: Auch HiTex meldet Insolvenz an

Nach der Pleite des oststeirischen Textilexperten Borckenstein muss nun auch die 100-Prozent-Tochter HiTex Insolvenz anmelden. Eine Fortführung wird nicht angestrebt.

Die Borckenstein-Pleite zieht weitere Kreise
Die Borckenstein-Pleite zieht weitere Kreise © Kirin Kohlhauser
 

Nachdem über das Vermögen des Neudauer Textil-Spezialisten Borckenstein ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden war, hat nunmehr auch die Schwestergesellschaft HiTex die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das melden heute die Kreditschützer des AKV.

Die Hauptgesellschafterin von Borckenstein, die italienische Fil Man Made Group ist auch hundertprozentige Gesellschafterin der HiTex. Wie die große Schwester ist auch die HiTex im Großhandel mit Textilien tätig. Wobei die Kreditschützer "hervorheben, dass die von der Borckenstein GmbH genutzten Maschinen ausschließlich von der HiTex GmbH geleast werden".

Kredit und Eigentümer retten Borckenstein

Ähnlich sieht es auch auf Mitarbeiterseite aus: "Die HiTex GmbH wurde im Jahr 2010 gegründet und sie beschäftigt neun Dienstnehmer, welche jedoch an die Borckenstein GmbH verleast sind." Eine Weiterführung von HiTex ist laut dem AKV "nicht beabsichtigt". Vielmehr "soll eine Zusammenführung mit der Borckenstein GmbH im Zuge einer Liquidation erfolgen".

Bei Borckenstein, 1789 wurde das Unternehmen als erste mechanische Spinnerei Österreichs gegründet, waren zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung 286 Dienstnehmer beschäftigt. Die Produktionsleistung belief sich im letzten Jahr auf rund 12500 Tonnen. Über einen Massekredit der Hausbank und Akontozahlungen der italienischen Mutter wurde vorerst eine Fortführung gesichert.

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