Bis 2019

VW will Belegschaft in China um 30.000 aufstocken

Trotz konjunktureller Probleme soll China für VW ein sehr wichtiger Wachstumsmarkt bleiben. Volkswagen will dafür auch seine Belegschaft in China bis 2019 von derzeit 90.000 auf 120.000 Beschäftigte aufstocken.

© APA/EPA/OLE SPATA
 

Volkswagen erwartet für dieses Jahr in China einen Absatzanstieg im Rahmen des Marktwachstums. Dabei werde der Pkw-Markt in der Volksrepublik so stark oder vielleicht sogar stärker zulegen als die Wirtschaftsleistung, sagte VW-China-Chef Jochem Heizmann in Peking. Diese wuchs 2015 mit 6,9 Prozent so wenig wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

Nach Angaben des Managers will Volkswagen seine Belegschaft in China bis 2019 auf 120.000 Beschäftigte aufstocken von derzeit 90.000. Heizmann fügte hinzu, Volkswagen sei in ersten Gesprächen mit dem chinesischen Autobauer JAC Motors, um Möglichkeiten einer Kooperation auszuloten.

"Ich bin ganz optimistisch"

Nach dem Absatzrückgang 2015 in China rechnet Volkswagen heuer jedenfalls wieder mit rund sechs Prozent Wachstum auf seinem wichtigsten Markt. "Ich bin ganz optimistisch", sagte China-Vorstand Jochem Heizmann am Dienstag in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Trotz der im Vorjahr schlechten Absatzzahlen 2015 sei auch der Profit in China weiter "ordentlich".

Die Auswirkungen des Abgasskandals auf China seien nicht so groß, betonte Heizmann. Ohnehin seien nur wenige importierte Autos betroffen gewesen. "Das Vertrauen ist weiter da." Auch habe der Konzern seine ursprünglichen Pläne mit Investitionen von jährlich mehr als vier Milliarden Euro in China nicht verändert.

Trendwende im Vorjahr

Jedoch werde die unabhängig vom Investitionsprogramm geplante Aufstockung des Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen mit First Automotive Works (FAW) von 40 auf 49 Prozent um zwei bis drei Jahre verschoben. "Aus Liquiditätsgründen machen wir das jetzt nicht", so Heizmann. Es gehe um einen "nennenswert hohen Milliardenbetrag".

Das letzte Quartal 2015 und der Jänner hätten auch für die VW-Gruppe eine "Trendwende" gebracht, nachdem im Oktober die Verkaufssteuern verringert worden seien, sagte Heizmann. In der ersten Jahreshälfte 2016 sollen jetzt drei neue Modelle, die große Volumina erwarten ließen, den Absatz der Kernmarke Volkswagen in China ankurbeln.

Auch die Pläne für das "Budget-Car" genannte Billigauto laufen auf Hochtouren. Es soll 2018 oder 2019 unter einer eigenen Marke auf den Markt kommen. Neben der Limousine in der Preisklasse bis 80.000 Yuan (11.000 Euro) sind jetzt auch noch zwei Geländewagen für 80.000 bis 120.000 Yuan geplant.

Kommentieren