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Laut Wifo

Russland-Sanktionen gefährden in Österreich bis zu 45.000 Jobs

Exportminus ist aktuell um vier Prozent höher als bisher, schätzt das Wirtschaftsförderungsinstitut. Mindestens 9000 Arbeitsplätze seien gefährdet, die Zahlen seien aber mit Vorsicht zu genießen.

Lebensmittel-Branche ist von den Russland-Sanktionen stark betroffen © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Durch EU-Russland-Sanktionen sowie entsprechende Gegenmaßnahmen Moskaus sind laut Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) im Extremfall rund 45.000 Arbeitsplätze in Österreich gefährdet und ein Wertschöpfungsverlust von 2,9 Milliarden Euro möglich, heißt es in der Studie. Im Minimalszenario wird ein Rückgang von 9000 Jobs prognostiziert.

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen sei der Bericht "nicht sehr belastbar", schränkt Wifo-Vizechef Marcus Scheiblecker auf APA-Anfrage ein. In der Schätzung konnten keine Handels-Umlenkungseffekte über Drittstaaten - wie etwa die Schweiz - und verhinderte zukünftige russische Investitionen berücksichtigt werden. "Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen", betonte der Wifo-Experte. Bei den zahlungskräftigen russischen Tourismusgästen in Österreich habe man im November und Dezember einen "deutlichen Einbruch" gesehen. Der Warenaußenhandel mit Russland habe sich aber "nicht so schlimm" entwickelt.

Wifo-Vizechef relativiert

Die mit Dezember 2014 datierte Wifo-Studie "Makroökonomische Effekte des Handelskonflikts zwischen der EU und Russland" prognostiziert drei mögliche Szenarien. Der Bericht wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt und ist auf der Homepage des Ministeriums abrufbar. "Im Vergleich zu den anderen EU-27 Ländern leidet Österreich aufgrund seiner engen Lieferbeziehungen in einigen Ländern mit einem hohen Exportanteil nach Russland (insbesondere Deutschland, aber auch die osteuropäischen Nachbarländer) stärker unter den indirekten Effekten der Russlandkrise als andere europäische Länder", heißt es in der Wifo-Studie.

Für den Fall eines temporären Exportausfalls und Tourismusrückgangs, bei dem bereits im 1. Halbjahr 2014 entstandene Exportverluste aller EU-Länder fortgeschrieben werden und sofern es zu keiner zusätzlichen Anpassungen von Konsum- und Investitionsausgaben kommt, würde der volkswirtschaftliche Schaden für Österreich einen Beschäftigungsrückgang von circa 9000 Arbeitsplätzen und einen Bruttowertschöpfungs-Verlust von 0,6 Milliarden Euro bedeuten, schreiben die Studienautoren. Dieser Effekt würde als Schaden einer diplomatischen Verstimmung interpretiert, die im Laufe des Jahres 2015 wieder behoben wird.

Für Österreich seien vor allem die indirekten Wirkungen der Sanktionen (über Drittländer, insbesondere über Deutschland) sowie die wirtschaftlichen Verstimmungen im Allgemeinen von hoher Bedeutung, so die Wifo-Experten. Die am stärksten betroffenen Branchen bei einem temporären Exportausfall sind laut den Ökonomen der heimische Maschinenbau, der Großhandel und die Landwirtschaft. Bei einem länger anhaltenden Exportausfall und Tourismusrückgang - unter Berücksichtigung der Einkommens- und Konsumrückgänge in den einzelnen EU-Ländern - würde der volkswirtschaftliche Effekt für Österreich bei einem Verlust von rund 24.000 Arbeitsplätzen sowie einem Rückgang der Bruttowertschöpfung von ca. 1,5 Milliarden Euro liegen, schätzt das Wifo.

Extremszenario

Im Extremszenario bei einer Verschärfung der Sanktionen mit Exporteinbußen um ein Viertel höher als bisher, rechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut mit einem Beschäftigungsrückgang in Österreich von rund 45.000 Arbeitsplätzen und einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,9 Milliarden Euro. In diesem Szenario wird auch ein Absturz der österreichischen Exporte nach Russland gegenüber 2013 von knapp 40 Prozent angenommen. Am stärksten betroffen wären der Einzelhandel mit minus 3990 Erwerbstätigen, Handelsvermittlung und Großhandel (-3145), Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen (-3470), Bauwesen (-3200) und Beherbergungs- und Gaststättenwesen (-2905) und der Maschinenbau (-2465).

Kommentare (7)

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Wozu Arbeitsplätze?? Die EU druckt virtuelles 3D-Geld" nach der EZB Vorgabe:

"Her mit dem Zaster, her mit der Marie". Diese finanztechnische Weisheit brüllte schon lange vor dem griechischen Tsipris eine der größten österreichischen politischen TöchterInnen ins Mikrofon des Parlamentes!! Der neue EU-HYMNEN Hype: "Her mit dem Zaster, her mit der Marie", alle größten EU-FinanzexpertInnen aus Griechenland, Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, Slovenien etc., singen vielstimmig innig im Chor gequotet gendergerecht solidarisch und nachhaltig immerdar: "Her mit dem Zaster, her mit der Marie"! Die EZB druckt tzunamieartig Papiergeld, die Wälder Europas werden gerodet für die Produktion der Papiergeldberge unter dem innovativen EU-Motto "Her mit dem Zaster, her mit der Marie"!

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Hubert9065
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Hört´s auf......

Die Politiker schaffen tausenden Arbeitsplätze......
Ich hätte auch gerne einen so mit einem 4er netto....
Bei der Spö im Landtag vielleicht...

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Roland222
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Roland222

Ja und bald sind wir hinter Griechenland ...
Überall wo Sozen regieren ob in Italien Frankreich oder Griechenland ist das gleiche Dilemma ,,,Sozen können nur Steuern erfinden und ihre fetten Pfründe sichern,,,
Rot ist Gift für jeden Wirtschaft,,,wo Rot regiert geht jedes Land tot,,.
Nur Deutschland mit Mutti Merkel ist das einzige Land der Welt,,,das für alle ein Vorbild sein soll!!!

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Österreich hätte in Brüssel ein Veto einlegen können!

Aber unseren rot-schwarzen Volksver(t)retern sind 45.000 Arbeitslose völlig egal.

Rot-Schwarz muss endlich weg.
Nur mit den Freiheitlichen ist eine bessere Politik für Österreich möglich.

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Hubert9065
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Frage....

....trinken Sie sehr viel Alkohol?

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Gratulation,

kein Problem wir haben ja genug, ein paar gehen noch.

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Ich kann wirklich nicht noch mehr Äpfel essen.........

..........sonst platze ich noch.
Wer isst dann österreichisches Obst?

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