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Neue Abgabe

12 Millionen Euro Körberlgeld für die E-Wirtschaft

Ab Februar zahlen alle Stromkunden schon wieder eine neue Gebühr: Still und heimlich wird eine "KWK-Abgabe" zur Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungen eingehoben. Von Ernst Sittinger

© APA
 

Die Energiepreise sind niedrig - dieser Preisvorteil wird aber nur unzureichend an die Endkunden weitergegeben. Stattdessen gibt es - wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtet - ab 1. Februar schon wieder eine neue gesetzliche Gebühr: Künftig muss jeder Haushalt eine Investitionsförderung für Kraft-Wärme-Anlagen (so genannte KWK-Anlagen) bezahlen. Das wurde mehr oder minder "heimlich" beschlossen.

Schuld daran ist das novellierte KWK-Gesetz, das diese Gebühr jetzt vorschreibt. Zwar macht diese Gebühr vorerst pro Haushalt und Jahr nur einen Betrag von 1,25 Euro aus, Kritiker sehen aber einen Türöffner für ein weiteres Abkassieren bei den Endkunden. Denn erst mit Jahresbeginn wurde die Ökostromförderung kräftig erhöht. Und künftig soll es neben dem KWK-Gesetz auch ein KWK-Punkte-Gesetz geben, das wieder neue Belastungen enthält.

Der Unterschied: Die Gelder aus dem KWK-Gesetz fließen in die Förderung von Investitionen, die Gelder aus dem künftigen KWK-Punkte-Gesetz sollen indes in die Förderung des laufenden Betriebs von KWK-Anlagen fließen. Dieses Punktegesetz wird derzeit noch von der EU geprüft. Es wird die Haushalte mit weiteren rund 12 Euro pro Jahr belasten.

Das Geld fließt nach Wien

Die KWK-Abgabe tritt mit 1. Februar in Kraft, die Netzbetreiber müssen die Pauschale auf den Stromrechnungen ausweisen. Martin Graf, Vorstandsdirektor der Aufsichtsbehörde E-Control, sieht den Trend zu immer höheren "Preisaufschlägen" durchaus kritisch: "Die Vorteile, die sich aus den Effizienzsteigerungen bei den Netzbetreibern in den letzten Jahren ergeben haben, werden wieder aufgesogen, wenn die politischen Kosten ständig steigen."

Das eingesammelte Geld aus der KWK-Abgabe soll sich auf 12 Millionen Euro pro Jahr summieren. Es wird hauptsächlich nach Wien fließen, wo große KWK-Anlagen in Betrieb sind. Zahlen müssen aber alle Stromkunden in ganz Österreich.

Kommentare (25)

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Das Verschwinden der Hundegackersackerl macht mir mehr Sorgen als 1 Euro 25 im Jahr :-)

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Bevor etwas beim Endverbraucher ankommt werden neue Gebühren "Erfunden"!

Schändlich!!

baldasar
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schön das die schwarz rote belastungsregierung die wien energie über umwege subventioniert. Warum müssen österreichs stromkunden für einen wiener betrieb die zeche zahlen. Wie wärs mit privatisierung....

DSV
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Wo eigentlich immer wieder unser Geld hinfließt? Nach Wien natürlich. Eigentlich nichts Neues. Mein Steuergeld fananziert die Oper, die U.Bahn, ...............

scaramango
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Solange nur die Staatsoper oder die U-Bahn finanziert werden würden,

wäre die österreichische Steuerwelt ja in Ordnung! Das Problem liegt ja bei Korruption, sinnlosen Beraterhonoraren, Lobbyisten, unkontrollierte Auftragsvergaben wie Eurfighter......usw usw usw

DSV
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Das mehr an finanzieren bedeuten meine Punkte. Eh klar, dass da die Eurofighter usw. auch enthalten sind. Aber es sind auch Vereine, die gutes Geld mit unseren Steuern machen. Z.B. war da ein Verein, ich will den Namen nicht nennen, denn sonst wird ja alles unterdrückt von der Redaktion, der wäre nach ihren Angaben Pleite geganen. Was machte der Staat? Um nicht als "Antise....." zu gelten, wurde ein namhafter Betrag, so mir nichts, dir nichts, überwiesen!

redhunter
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Was soll das denn?

Zahle mehr für die Bereistellung als für erbrachte Leistung von Strom. Her mit einem Windrad, oder einem Stromagregat, ist sicher billiger, als die da zu unterstützen, überhaupt den Wasserkopf WIEN.

Irgendeiner
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Und wieder ein völlig

leistungsfreier Posten in der Welt der Bereitstellungsgebühren.Denn das hehre Ziel der Betriebswirte ist das Kassieren ohne Gegenleistung,was waren die früheren Unternehmer doch für Dummköpfe die glaubten,nur für ein gutes,durchdachtes Produkt kassieren zu können.Die Bilanzschwätzer singen in ihren Designerbüros wahrscheinlich den ganzen Tag die Dire Straits: "Money for nothing".

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Mit Verlaub. Es sind nicht die Unternehmer, sondern die gewählten Politikerdarsteller!

Diese Menschen sind für alle! Gesetze und daraus resultierenden Gebührenerhöhungen verantwortlich.
Das Volk hat die Politikerdarsteller gewählt, welche es "verdient"!

OmicronIII
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Das Volk hat die Politikerdarsteller gewählt, welche es "verdient"!

@thomasholzer - Leider richtig!

329.000 Euro pro Jahr für Ex- Minister Josef Pröll

Seit 2011 ist Josef Pröll, Ex- Vizekanzler und ehemaliger ÖVP- Finanzminister, der seinerzeit den Hypo- Rückkauf von den Bayern durchzog, Vorstandschef des Mischkonzerns Leipnik- Lunenburger (LLI). Dort gelandet ist er keinesfalls zufällig: LLI gehört zu 50,05 Prozent der Raiffeisen- Holding NÖ- Wien. Und Prölls Gehalt kann sich sehen lassen: Insgesamt 989.000 Euro im Jahr bekommt der dreiköpfige Vorstand überwiesen - und das, obwohl der Konzern wirtschaftlich angeschlagen ist.

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€ 330.000,-- für "stolzauf Österreich"

oder wie immer der Schwachsinn heißt!
Pröll wird von Raiffeisen bezahlt, die Kampagne des Herrn Kurz mit Steuergeld.
Und die Kampagnen "unserer" Regierung sind (fast) nicht mehr zählbar! Da wäre mehr als genug Geld für eine Steuerreduktion vorhanden

jahcity
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Irgendwer

muss ja die 600 Mill. Verlust bei Mellach II zahlen...

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Wieso die Konzerne

Unsere Volksvertreter haben diese Abgabe beschlossen.

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Energie aller Art muss den Klauen der Leistungsträger ...

entrissen werden, den Spekulationsgeschäften entzogen und zu 100% in Staatsbesitz geführt werden!

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... und dann haben wir wieder eine Monopolstellung, so wie früher.
Hurra!!! Dann haben wir wieder eine Möglichkeit Nichtleistungsparteigänger mit Jobs zu versorgen.
Entsprechend dem alten Spruch: "Wer nichts will und wer nichts kann, der geht zu Post oder Eisenbahn!"

a9bc41703f6eae4e0b91ec2aa91465e
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@ kalwanger, @ ImSinneDerAgb ...

Ihr beide(-innen) versteht da 'was nicht:

Ein Monopol hat der Staat i. S. Hoheitsverwaltung und niemals kommerziell.

Der Anteil des Staates in Tariferhöhungen dieser Art, erschöpft sich im Rahmen der Umsatz(MwSt-)steuer. Der Staat "verdient nicht" sondern erhebt Steuern o. ä. im Namen des Gemeinwohls?

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und wenn die Energie in Staatsbesitz ist, dann besteht kein Grund zu effizienter Leistungsbereitstellung und kostengünstigem Angebot, weil ja dann eine Monopolstellung besteht, so wie früher. Aber wahrscheinlich bist du ja auch ein alter Steweag-Mitarbeiter, der jetzt plötzlich arbeiten muss (zwar nicht viel, aber doch), und dem die guten alten Zeiten der Monopolisierung abgehen.

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sind nicht Länder und Gemeinden soundso Eigentümer?

Mit jeder Erhöhung der Tarife verdienen diese mit.

argus13
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Wer

klopft den Strom Firmen auf die Finger? Niemand, denn die E-Control tut nichts für die Endkunden! Im Gegenteil sie akzeptiert bei der AGB der Energie Steiermark, dass der Datenschutz der Kunden - gegen das Gesetz - aufgehoben wird. Es sollte der Rechnungshof diese Abzocker einmal kontrollieren!

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Sinnerfassend lesen wäre schon eine Leistung! Oder ist das zu viel verlangt?

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it's the politics!

not the economy!
Nachdenken, nochmals nachdenken, und dann, aber nur unter Umständen, postings tippen!

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Damit meinen´s sicher die Kraft-Wärme-Kopplung im Gaskraftwerk Mellach ;)

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@rÄdaktion: und was ist mit den strafzahlungen durch das EEffG?

alleine die kelag verrechnet hier an die 35mio an die endkunden weiter.

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Wenn eine Firma eine neue Maschine kauft,

kann sie die auch nicht direkt dem Kunden verrechnen.
Hier schauen wieder alle Politiker gelangweilt zu.

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Sie kann schon, ob sie dabei erfolgreich ist, ist eine andere Geschichte!

Die Politikerdarsteller sollten sich wirklich und endlich heraushalten, ohne diese ginge es uns allen wesentlich besser