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Auf ein Glas mit ..David Schalko: "Wir wissen nicht mehr, was die Mitte ist"

David Schalko, Autor und Regisseur, sprach mit Peter Pelinka in der Kleine Zeitung-Reihe "Auf ein Glas mit" über den Zustand Österreichs. Das Gespräch wurde aufgezeichnet, daher wurde nicht auf den Corona-Virus eingegangen.

 

Ich und die anderen“ lautet der Titel des nächsten Serienprojekts von David Schalko („Braunschlag“), das er für Sky realisiert. Peter Pelinka traf den Autor und Regisseur in der vierten Ausgabe der Interview-Reihe „Auf ein Glas mit“ zu einem Gespräch in der Wiener Redaktion der Kleinen Zeitung. Zu sehen ab heute auf www.kleinezeitung.at/video.

Es ist ein Gespräch, das schnell eine Wendung ins Politische nimmt: „Ibiza steht für die Wiederholungstäter der FPÖ und manifestiert die Mentalität der Partei“, erklärt der 47-Jährige. Die Partei sei anfällig für Korruption, „das hat sich durch Ibiza wieder haptisiert“. Wäre Kickl noch vier weitere Jahre lang Innenminister geblieben, „hätte man die Republik in manchen Gebieten nicht wiedererkannt“.

Ibiza beschäftigt Schalko auch beruflich. Gemeinsam mit Jan Böhmermann arbeitet er an einem entsprechenden TV-Serienprojekt. Details möchte er bei Pelinka nicht verraten.

Offenherziger ist er in anderen Bereichen: Was die neue Regierung anlangt, gelte es, sie einmal in Ruhe arbeiten zu lassen und „in einem Jahr zu schauen, wo sie steht“, sagt der ehemaliger Werbetexter („um die Miete zu bezahlen“). Ein schlechtes Zeugnis stellt Schalko der politischen Diskussionskultur in Österreich aus: Diese leide unter einer allzu großen Hast, angetrieben durch Social Media, wo „nicht zweimal durchgeatmet wird, bevor man sich eine Meinung bildet“. Zudem ortet er eine gewisse Orientierungslosigkeit: „Unsere Gesellschaft ist so weit nach rechts gerückt, dass wir nicht mehr wissen, was die Mitte ist.“ Mit Schalkos Kerngeschäft, Schreiben und Inszenieren, klingt das knapp halbstündige Gespräch aus.

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