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Kainach

Warum der Schulsprengel nicht angepasst wird

Land sagt, das würde „gelebter Schulpraxis“ widersprechen. 18 Kinder besuchen derzeit die VS Afling. Dem Bürgermeister ging es bei dem Ansuchen um die Standortsicherung. Von Karl Mayer und Katharina Pillmayr

Die Grenzen der Schulsprengel bleiben wie sie sind, das heißt, für die Kainacher Kinder stehen weiterhin die Volksschulen Kainach und Afling bereit
Die Grenzen der Schulsprengel bleiben wie sie sind, das heißt, für die Kainacher Kinder stehen weiterhin die Volksschulen Kainach und Afling bereit © Karl Mayer
 

Das Verfahren um die Anpassung der Schulsprengelgrenzen in Kainach an die (nach der Fusion) neuen Gemeindegrenzen wurde eingestellt. Das Land Steiermark hat entschieden, die Grenzen nicht abzuändern und die Schulsprengel beizubehalten, da die nötigen Kriterien nicht erfüllt werden: Der Schulweg sei sowohl für Kinder, die aus dem Ortsteil Kohlschwarz kommen und daher zum Schulsprengel Bärnbach-Afling zählen, als auch für Kinder, die in den Ortsteilen Gallmannsegg und Kainach leben und der Volksschule Kainach zugeteilt sind, zumutbar.

Kriterium

Ein weiteres Kriterium, das laut eines Sprechers von Bildungslandesrätin Ursula Lackner in Kainach nicht erfüllt werde, betrifft die „gelebte Schulpraxis“. Gemeint ist damit die bisherige Handhabung: Derzeit besuchen 18 Kinder aus der Gemeinde die VS Bärnbach-Afling (insgesamt werden dort 56 Kinder unterrichtet), die VS Kainach zählt momentan 51 Schüler. Da einige Kinder aus Kainach in Bärnbach in die Schule gehen, leistet die Gemeinde Kainach dort auch einen finanziellen Beitrag. Mit diesem wird unter anderem ein Teil der anstehenden Umbauarbeiten der VS Afling finanziert.

„Nicht verschnupft“

Obwohl die Sprengelgrenzen nicht angepasst wurden, was schon vor Jahren von den drei Altgemeinden gefordert wurde, ist Viktor Schriebl, Bürgermeister von Kainach, „nicht verschnupft“. Er akzeptiere und respektiere die Entscheidung des Landes, wolle „aber zu bedenken geben, dass es eine gemeindeeigene Volksschule braucht“. Seine Absicht bestand vor allem darin, „den Schulstandort langfristig zu sichern, damit nicht die Volksschule Kainach einmal den Kürzeren zieht“. Sollte es doch eng werden und die Schule Gefahr laufen zugesperrt zu werden, verspricht er, sich einzusetzen und „konstruktive Gespräche mit den Eltern zu führen“.

Er werde stets nach dem Wohle des Kindes agieren, auch wenn es darum geht, einer Familie zu bewilligen, dass ihr Kind in eine sprengelfremde Schule geht, wenn etwa die Anbindung besser ist oder Verwandte in der Nähe wohnen, bei denen das Kind nach der Schule bleibt. Das ist – auch laut Land Steiermark – erlaubt, wenn der Bürgermeister seine Zustimmung mittels Unterschrift gibt.

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