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Voitsberg

Der "schiefe" Turm ist gefallen

Um 6.20 Uhr am Samstagmorgen fiel der Turm des ÖDK-Kraftwerks in Voitsberg. Er wurde kontrolliert zu Fall gebracht. Videos vom Einsturz!

Der 180 Meter hohe Kamin fällt endlich
Der 180 Meter hohe Kamin fällt endlich © Robert Cescutti
 

Um 6.20 Uhr am Samstagmorgen fiel der Turm des ÖDK-Kraftwerks in Voitsberg. „Nachdem wir die Nacht von gestern auf heute durchgearbeitet haben, haben wir den Kamin des Kraftwerks Voitsberg heute um ca. 6.20 Uhr kontrolliert zu Fall gebracht", erklärte Martin Taborsky, Geschäftsführer der ARGE KW Voitsberg. Der Kamin wurde dabei bereits am Dienstagabend gegen 20 Uhr unter Einsatz von Pyrotechnik in die richtige Fallrichtung gebracht. Insgesamt waren in den vergangenen Tagen laut Taborsky rund 15 Leute fast rund um die Uhr im Einsatz. "Jetzt wird sich die Mannschaft einmal ausschlafen. Am Wochenende führen wir daher nur noch kleinere Arbeiten durch. Kommende Woche geht es mit den Abbrucharbeiten laut dem Abbruchskonzept planmäßig weiter", so Taborsky in einer ersten Stellungnahme.

Zum Video von Leserreporter Klaus Rieger:

Er ist nicht mehr

Posted by Klaus Rieger on Freitag, 7. August 2015

Der Voitsberger Bürgermeister Ernst Meixner wurde nach dem Einsturz informiert, dass alles ordentlich abgelaufen sei. "Mögliche Auswirkungen auf das Grundwasser, das ist unsere Sorge, werden wir erst in den nächsten Tagen feststellen können. In der Nacht wurde ich per SMS von Taborsky informiert, dass die GKB den Zugverkehr aufgrund vieler Schaulustiger auf dem Bahndamm einstellen musste", berichtet Meixner.

Das Areal rund um die Reste des Kraftwerkes Voitsberg war schon in den vergangenen Tagen Anziehungspunkt für viele Bewohner aus dem Bezirk Voitsberg, aber auch darüber hinaus. Viele Selfies und Fotos wurden geschossen. So auch am Samstag nachdem der 18.750 Tonnen schwere Koloss zu Boden ging. "Er hat sich vier Tage lang mit aller Kraft gewehrt und hatte einen würdigen und stolzen Abgang", beschreibt Fotograf Robert Cescutti seine Eindrücke. Cescutti hatte die ganze Nacht auf dem Voitsberger Schlossberg ausgeharrt, um den historischen Augenblick nicht zu versäumen. "Das sind Bilder für die Geschichte."

Umfahrung frei

Wie die Polizei Voitsberg mitteilte, sind durch den "Turm-Fall" keine umliegenden Gebäude oder angrenzende Infrastruktur beschädigt worden. Nach den Aufräumarbeiten durch die Straßenmeisterei wurde die Straßensperre der Umfahrung Voitsberg um 8.55 Uhr aufgehoben.

Bereits seit Dienstagabend hatte im Bezirk Voitsberg, wie berichtet, Ausnahmezustand geherrscht. Bei den Abbrucharbeiten des 180-Meter-Kamins am Gelände des ehemaligen ÖDK-Kraftwerks war ja  eine Panne passiert, die dazu geführt hatte, dass der Turm schief stand.

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Mit Roboterbaggern war der Turm solange bearbeitet worden, bis er fiel.

Foto © Facebook/Gabriele Hoffmann

 

 

  • Kraftwerk Voitsberg

    Warten auf den Kaminabbruch

  • Kraftwerk Voitsberg

    Viele hörten vorab vom bevorstehenden Abbruch

  • Kraftwerk Voitsberg

    "Schiefer Turm": Umfahrung bleibt bis Abbau gesperrt

  • Weststeier

    Voitsberg: Wie der schiefe Turm schief wurde

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    Gefahr durch "schiefen Turm von Voitsberg"?

  • Fundament gab nach

    Panne bei Abbau: Der schiefe Turm von Voitsberg

  • Kommentare (22)

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    Sezai
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    Herr

    Danke an fr.cutting Team
    6130 Schwaz

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    DORFRICHTER
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    DAS ENDE EINER ÄRA

    Man ist ja tatsächlich mit Wehmut erfüllt, denn mit dem Abriss des Kraftwerkes verschwindet das letzte sichtbare Symbol der Ära des "Braunen Goldes". Warum man den ältesten Teil des Kraftwerkes nicht unter Denkmalschutz gestellt hat, um in weiterer Folge ein Kulturzentrum zu errichten, ist sehr schade. Bleibt nur zu hoffen, dass das ganze Areal nicht zu einem weiteren Shopping-Center verkommt, das wirklich niemand braucht.

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    IFUSDBFE
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    LOL

    Wotthefish ich finde das mega interessant. Ist der Turm nun gesprengt worden oder wurde er nur von den Bagern zum Einsturz gebracht?

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    58x40lvwsk9dhq821hhr5zzjxwi34yz8
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    ich glaub das war bis jetzt das spannenste was voitsberg die letzten 2000jahre erleben durfte.

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    hnjmgofovj0y0nfphqwkz6ah95wa047r
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    Da hat der Meixner

    einen Massl gehabt, ja weil sonst hätte es den Turm nach Köflach geschnepft. Naja Spezialisten haben wir, aber fettes Gehalt kasieren!

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    ansview5zpqwr1cmwywg8wco1zlcu7q7
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    zum Video fällt mir nur eins ein

    ..... "bist du narrisch" ;)

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    smithers
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    ich hoffe die dame ist ok.

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    eurosammler
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    die war sicher von der Discoheimfahrt

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    Tankkiller
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    Nein war nicht von der Disco Heim,sind aufgestanden um uns das anzusehen

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    csab
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    Was heißt "kontrolliert"??

    Der Turm fiel weil angebohrt und strukturell geschwächt durch einen Abbruchhammer (nicht Bagger).
    Alle haben zugeschaut aus sicherer Entfernung.
    :
    Was bitte ist daran "kontrolliert"?
    :
    Meinte der Herr GF absichtlich?
    Oder ferngesteuert (Remote control auf Englisch)?
    Wahrscheinlich das letztere.

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    acgelenk
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    @csab

    je nachdem wo man abtragt und sollbruchstellen bildet, fällt der turm. das ist sehr wohl berechenbar.
    ähnlich wie beim baum fällen.
    manchmal hilfts über das, was man in frage stellt, zuerst zu überdenken.

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    hornet0605
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    An alle Schaulustige:

    Alle schauen zu und filmen wahrscheinlich mit Kameras und Smartphones wenn der Turm niedergeht. Allen sei ins Büchlein geschrieben: Es gehen nicht nur tausende Tonnen Beton und Stahl nieder sondern gleichzeitig auch endgültig eine bewegte Geschichte vieler Einwohner des Bezirkes. Das Kraftwerk war über mehreren Generationen Arbeitsplatz und Lebensmittelpunkt vieler Menschen und hat damit einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand vieler Einwohner beigetragen. Es verschwindet damit mehr als nur recyclebarer Beton und Stahl. Was das Kraftwerk für den Bezirk geleistet hat, muß das Areal in Zukunft erst hergeben..... Ein bisschen Wehmut sollte daher bei allen mündigen Bürgern mitschwingen.........

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    eurosammler
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    was soll ich jetzt einen Urlauber sagen - wenn der mich fragt wo Rosental liegt

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    hnjmgofovj0y0nfphqwkz6ah95wa047r
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    dort

    wo die Grünflächen bei den Kreisverkehren ungepflegt sind, besonders im Vergleich zu Köflach un auch Voitsberg.
    Könnte sich der Amtsleiter mal ansehen.

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    Miraculix11
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    Liegt am A.... der Welt

    Das könntest sagen :-)

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    rettung144
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    Das Kraftwerk war eine Umweltsünde und Gott sei Dank ist es endlich Geschichte!!
    Trauern sie auch den vielen Menschen nach die durch den feinen Kohlestaub krank wurden und gestorben sind?

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    Rieser74
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    die Umweltsünde ....

    hat Jahrzehntelang Beschäftigung und Wohlstand gebracht. Es ist/war einfach Teil unserer Geschichte.

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    dzdvq29bhuxvbd57gz8ktog8fuk4cf60
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    @rettung144

    Das Kraftwerk war eines der modernsten seiner Art mit bester Abgasreinigung. Ein volkswirtschaftlicher Wahnsinn dieses Kraftwerk abzubauen und nach Fernost tu verkaufen. Dafür importieren wir jetzt Strom aus dem Ausland aus weiß Gott welchen Quellen der auf der Strombörse weiß gewaschen und mit Wasserkraftzertifikaten veredelt wird.

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    cero82
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    Scheinbar

    den Kohlenhaufen vergessen???

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    cero82
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    sehe ich genau so. wahrscheinlich ein kovats Anhänger, welcher vom kohlenstaub nichts mitbekommen hat. täglich Fensterbänke putzen usw. unser Ziegeldach (welches in Richtung Ödk zeigt) ist heute noch schwarz punktiert.

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    Esteke
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    @cero82

    Weil du nicht den Funken einer Ahnung hast wogegen du saudumm polemisiert: Der jetzt gefällte Kamin gehörte zum ÖGK Kraftwerk III und das war mit modernsten Abgasreinigungsanlagen ausgerüstet. Also nix mit deinem "Dreck vom Fensterbankl wischen".

    Die beiden älteren Blöcke waren zwar "Dreckscheudern" nach Stand der damaligen Zeit. Aber wehe, man hätte sie geschlossen und den ganzen Bergbaurummel gleich mit dazu! Da wurde "um jede Grube" der eher mäßigen lignitischen (Braun-)Kohle gekämpft und demonstriert! Das ÖDK III wurde nach 1974 ausschließlich (!) wegen der "Arbeitsplatzerhaltung" im Bergbau mit dem Aufschluss des Tagebaues Oberdorf gebaut. Ansonsten hätte das (sehr teure) Werkel niemand gebaucht.

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    cero82
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    @esteke

    Und zur Lagerung diente der riesige Kohlenhaufen?!

    Scheinbar wohnen sie nicht direkt in Voitsberg und haben keinen Lungenkranken in der Familie.

    Wahrscheinlich haben SIE Angehörige, welche dort arbeiteten. Dann würde ich die Sache vielleicht ein wenig anders sehen.

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