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„Das Hebammenzentrum zu verlieren, wäre eine Katastrophe“

500 Frauen wurden im Hebammenzentrum seit 2013 betreut. Mehr Budget oder längere Ordinationszeiten wären für Qualitätssicherung notwendig. Von Katharina Pillmayr

Doris Klug, Kerstin Groß, Christine Gantschnigg und Pia Englert vom Hebammenzentrum Voitsberg © 
 

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres haben wir 230 Stunden Mehrleistung in der Ordination verzeichnet“, rechnet Christine Gantschnigg vom Hebammenzentrum Voitsberg vor. Das würde einem Gegenwert von 9500 Euro entsprechen, „den wir nicht ausbezahlt bekommen und gratis gearbeitet haben“. Die Ordination am Voitsberger Hauptplatz hat dreimal pro Woche drei Stunden geöffnet. „An Spitzentagen haben wir bis zu 30 Klientenkontakte.“ Zudem sind Gantschnigg und ihre drei Kolleginnen, Doris Klug, Kerstin Groß und Pia Englert, während der Rufbereitschaft rund um die Uhr erreichbar.

Seit März 2013 wurden 500 Frauen betreut. Aufgrund der großen Nachfrage „kommen wir vor drei Uhr meistens nicht hinaus“. Eine Evaluierung des Gesundheitsfonds sollte den Bedarf abklären. Geplant war, dass die Ergebnisse Ende Jänner vorgestellt werden. „Das wurde jetzt zum dritten Mal verschoben – auf Jänner 2015“, sagt Gantschnigg zur Kleinen Zeitung. „Es ist eine schwierige Situation im Bezirk, wir müssen jetzt reinsticheln.“ Klar ist, dass der Bedarf höher ist als die mit dem Land vereinbarten Ordinationstage. „Wir wollen entweder mehr Ordinationstage machen oder aber die Mehrleistungen ausgezahlt haben“, fordern die Hebammen. „Wir wollen Qualität sichern, alles andere geht auf Kosten der Frauen“.

Nun möchten sie sich direkt an Landesrat Christopher Drexler wenden. Unterstützung bekommen die engagierten Hebammen von Vize-Bürgermeister Walter Gaich (ÖVP). Er wolle sich „persönlich für das Hebammenzentrum einsetzen. Wir dürfen es auf keinen Fall auch noch verlieren. Das wäre eine Katastrophe“. Er werde „alles daran setzen“, um das zu vermeiden und selbst mit dem Landesrat sprechen.

Aus Drexlers Büro heißt es nur: „Der Landesrat wird sich die Evaluierungsergebnisse anschauen, wenn sie im Jänner präsentiert werden, und dann eine Entscheidung treffen – auch über die Mehrleistung“. Mehr wolle er noch nicht dazu sagen.

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NIcht gierig werden, .liebe österreichische, verwöhnte Mütter!

Geht in die normale Klinik, wie jeder andere auch, dann haben wir gleich ein neues Haus für unsere täglich zuströmenden neuen Mitbürger, die bestimmt viel weniger Kosten, als eine Erhöhung des Budgets für eine Institution, wo es eh immer weniger österreichische Babys gibt.
Gab es tatsächlich einmal eine Zeit, als man froh war, Österreicher zu sein?

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