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Kleine-Leser am Wort"Ich habe die Entscheidung, mich selbständig zu machen, nie bereut"

Journalistisch geprüfte Infos für unsere Leser, damit sie die kleinen und großen Entscheidungen des Lebens selbst in der Hand haben: Seit drei Jahrzehnten berichtet die Kleine Zeitung für die Menschen im Bezirk Voitsberg. Wir haben uns umgehört, wann Sie zuletzt in ihrem Leben etwas selbst in der Hand hatten.

Anton Brand ist als selbstständiger Besamungstechniker unterwegs © Karl Mayer
 

Seit drei Jahrzehnten berichten die Redakteure der Kleinen Zeitung iim Bezirk Voitsberg über die Geschehnisse im gleichnamigen Bezirk. Was damals als beherzter zeitungsverlegerischer Feldversuch begann, ist heute längst Ausweis einer einzigartigen Nahebeziehung der Kleinen Zeitung mit ihren Usern und Lesern.

Egal ob auf Papier oder über unsere digitalen Plattformen: Wir versorgen die Menschen der Region mit journalistisch geprüften Fakten und lassen sie wissen, was hinter den Kulissen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft läuft - damit sie die großen und kleinen Entscheidungen des Lebens im Bezirk Weiz informiert und unabhängig treffen können. Damit sie es selber in der Hand haben.

Wir haben uns auf der Straße unter Bewohnerinnen und Bewohnern des Bezirks umgehört, wann sie in ihrem Leben zuletzt etwas selbst in der Hand hatten.

Umfrage: Du hast es selbst in der Hand

Leopold Weiß

Leopold Weiß (24 Jahre), Köflach: Ich war früher als Pferdepfleger im Bundesgestüt Piber tätig. Dabei reifte in mir der Wunsch, das Handwerk eines Hufschmiedes zu erlernen. Meine Lehrjahre absolvierte ich in Piber, zusätzliche Kurse als Lehrlingsausbildner am WIFI. Die Krönung war dann der Abschluss meiner Ausbildung als staatlich geprüfter Hufschmied. Währen dieser Jahre wurde ich vom Gestüt bestens unterstützt. Seit April 2020 besitze ich zusätzlich den Gewerbeschein als freischaffender Hufschmied. Mit meinem zur "fahrbaren Schmiede" selbst konzipierten PKW-Anhänger fahre ich direkt zu Kunden.

Karl Mayer

Felix Geieregger

Felix Geieregger (19), Voitsberg: Im Alter von 14 Jahren hab ich mich entschieden, Leistungssport zu betreiben. Seit dieser Zeit bin ich auch Mitglied beim LTV Köflach. Das bedeutet Disziplin und Ausdauer beim Training. Die Belohnung dafür sind Erfolge. Heuer waren es vier und im Vorjahr sieben Medaillen bei Österreichischen Staatsmeisterschaften. Oft werde ich gefragt, ob mir der Verzicht auf das Ausgehen und auf Unterhaltung schwer fällt. Dazu nein, ich habe das nie so richtig kennengelernt, daher auch kein Verzicht. Im Gegenteil: Das Laufen gibt mir ein Gefühl unbeschreiblicher Freiheit.

Karl Mayer

Raymonde Marcher Greinix

Raymonde Marcher Greinix (54), Köflach: Als ich mich im Mai des Vorjahres entschloss nach Köflach zu übersiedeln und hier ein Atelier zu eröffnen, war es für mich kein Wagnis, sondern die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Am Standort Hauptplatz Nummer 7 stehen mir ein ehemaliges Bauernhaus mit 200 Quadratmeter Wohnfläche sowie ein schöner Garten zur Verfügung. Ich arbeite seit 1988 freischaffend als Künstlerin, zwischenzeitlich auch als Restauratorin und genieße hier die Entfaltungsmöglichkeiten. Und auch die Möglichkeit, Interesssenten meine Werke zu präsentieren. Auch finde ich hier die Voraussetzungen, Kurse im Rahmen der „KunstARTisten“ abzuhalten.

 

(c) Karl Mayer

Anton Eisner

Anton Eisner (28), Bärnbach: Mein Weg zu meinem Berufsziel als Diakon in der katholischen Kirche war ein längerer. Durch meine Tätigkeit als Ministrant in Piber, später als Vorbeter bei Totenwachen und meiner Ausbildung als Wortgottesdienstleiter, Lektor und Kommunionspender habe ich eine tiefe Glaubenserfahrung. Nun absolviere ich berufsbegleitend einen theologischen Fernkurs zum Diakon, bis die Ausbildung abgeschlossen ist, wird es noch einige Zeit dauern. Auch werde ich immer wieder ersucht, bei Begräbnissen die Trauerfeierlichkeiten zu gestalten. Vor allem Angehörige von Konfessionslosen und solchen, die keinen Priester haben wollen, ergeht diese Bitte an mich. Wobei mir mein Glaube hilft, auch in diesen Situationen die richtigen Worte zu finden.

(c) Karl Mayer

Reinhold Waldhaus

Reinhold Waldhaus (55), Bärnbach: Durch ein persönliches Ereignis reifte in mir die Idee, den „Weststeirischen Jakobsweg“ anzulegen. Er verläuft von Thal bei Graz über den Bezirk Voitsberg bis nach Lavamünd. Dazu habe ich alle Wege selbst beschritten, Pilger-Unterkünfte ausfindig gemacht und den Pilgerpfad mit kleinen Metall-Täfelchen beschildert. Das ganz ohne Fremdmittel. Inzwischen wird der Weg von Weitwanderern nicht nur aus allen österreichischen Bundesländern, sondern auch von Gästen aus halb Europa begangen.

Karl Mayer

Gertrude Striccher-Rutz

Gertrude Striccher-Rutz (53), Geistthal-Södingberg: Die Idee, mich in meiner Heimatgemeinde Geistthal –Södingberg als ehrenamtliche Gemeindeschwester zur Verfügung zu stellen, hatte ich im Vorjahr. Einfach weil ich merkte, dass es für viele vor allem ältere Bewohner einer großen Überwindung bedarf, mit diversen Anliegen zu den Einrichtungen im Zentralraum zu fahren. Bei Bürgermeisterin Klaudia Stroißnig fand ich sofort Zustimmung, der Gemeinderat war einstimmig dafür.

 

Karl Mayer

Anton Brand

Anton Brand (47 Jahre), Voitsberg: Ich habe meinen für mich damals mutigen Schritt, im Jahre 2009 in die Selbstständigkeit zu wechseln, nie bereut. Nach meinen Besuch der HBLA Raumberg und der Ausbildung als Berater und Lehrer an der Agrar-Akademie in Wien war ich durch 13 Jahre als Berater in der Landwirtschaftskammer tätig. Weil sich diese Tätigkeit immer weiter weg von den betrieben, hin zu Büroarbeit und statistischen Zahlen verlagerte, entschloss ich mich, als selbstständiger Besamungstechniker meine Dienste anzubieten. Mir gefällt die Flexibilität in meiner Zeiteinteilung, obwohl ich oft auch an Wochenenden mit meinem zu einem kleinen Labor umgebauten PKW unterwegs bin.

Karl Mayer
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