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Kupferstich als Vorlage

Die Burgruine Krems soll für kulturelle Aktivitäten genützt werden: Mitglieder der Landjugend errichteten für diese Zwecke einen Turm.

 

Der älteste Teil des ehemaligen Wehrbaues, der fünfstöckige Burgfried, dürfte aus dem 13. Jahrhundert stammen: Seit 22 Jahren setzt sich Alois Volgger, Obmann des Vereines "Licht im Leben", dafür ein, dass die Burgruine Krems nicht weiter verfällt.

Wie so viele historische Bauten hat auch das "Schloss Krembs", wie es Georg Matthäus Vischer in seiner Darstellung von 1681 beschreibt, eine wechselvolle Geschichte. Aus der mittelalterlichen Wehranlage entwickelte sich ein Wohnschloss. Mehrmaliger Besitzwechsel brachte es mit sich, dass die Anlage verfiel, zudem rutschte nach längerem Regen der Südteil des Schlosses ab.

"Vischer war es auch, der in seinem Kupferstich an der Eingangsfront zum Schloss einen zweiten Turm dazu geschwindelt hat, wohl aus optischen Gründen", meint Volgger. Ernst Lasnik, Obmann des Burgvereines und Historiker, verweist nämlich darauf, dass wegen der geringen Mauerstärke in diesem Bereich kein Eckturm gestanden haben konnte.

Weil Volgger im Burgbereich Räumlichkeiten für kulturelle Tagesprojekte sowie für Ferienaktionen von Jugendgruppen benötigt, wurde die Idee geboren, einen hölzernen statt des nie da gewesenen steinernen Turmes zu errichten. Mit der Landjugend Voitsberg unter Obmann Franz Zitzenbacher fand Volgger einen idealen Partner. "Wir bewerben uns um den ,Goldenen Panther', eine Auszeichnung, die unser Landesverband vergibt", so der Obmann. "Deshalb haben wir uns entschlossen, diesen Turm zu errichten." Den Plan zeichnete Baumeister Josef Schirgi, Lorenz Gößler, ehemaliges Landjugendmitglied und Zimmerer, fungiert als "Baumeister".

"Unsere Gruppe umfasst rund 20 Mitglieder. Alle waren bei den Turm-Arbeiten eingebunden", freut sich Zitzenbacher. "Seit Mitte März haben wir nahezu 500 Arbeitsstunden geleistet." Er ist voll des Lobes für seine Mitstreiter: "Die Burschen stellten sich geschickt an, die Mädchen sorgten für das leibliche Wohl."

Kürzlich lud die Landjugend zur Gleichenfeier, alle Aktiven erklommen das Dach des Turmes. Franz Zitzenbacher schleppte sogar seine Steirische Harmonika hinauf in die luftige Höhe, um das gelungene Werk mit Musik zu feiern. In den kommenden Wochen wird der Turm von der Landjugend fertiggestellt

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